Was ist schlimmer, MS oder Diabetes?

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14 Antworten

Diese Frage kann man nicht beantworten.

Wenn 20 Menschen dieselbe Krankheit haben, sind die Nebenwirkungen, Ausprägungen und Empfindungen doch vollkommen verschieden.

Ich studiere Medizin und habe eine Schwester mit einem Typ-1-Diabetes. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Nebenwirkungen bzw. Ausprägungen sowohl bei MS als auch bei Diabetes (Typ-1 und Typ-2) sehr individuell sind.

Ich habe Menschen kennengelernt, die aufgrund ihrer MS sehr früh zum Rollstuhlfahrer geworden sind, aber auch Menschen, die mit einer guten Medikation schon viele Jahre (im Rahmen) gut leben.

Gleiches gilt für den Diabetes. Wobei ich hier betonen möchte, dass Folgeerkrankungen nicht immer selbstverschuldet sind. Das ist eine Annahme, die sich hartnäckig hält, aber nicht der Wahrheit entspricht.

Ich habe genug Menschen kennen gelernt, die grob fahrlässig mit ihrer Krankheit umgegangen sind und trotzdem keine Anzeichen von Folgeerkrankungen aufwiesen. Und ich hatte Menschen in der Klinik, die ein Musterbeispiel an gutem Umgang mit ihrem Diabetes waren und trotzdem schon Folgeschäden hatten.

Hier muss man aufpassen, dass man Menschen nicht stigmatisiert („bist ja selbst schuld“).

Tatsache ist, beide Erkrankungen wünsche ich wirklich keinem.

LG Mia

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Kommentar von MiaKrawczyk
05.02.2016, 15:21

Kaktusfeld:

THX! Schön, dass ich was beitragen konnte. LG, Mia

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Kannst du so nicht sagen.

Beides sind chronische Krankheiten, beide müssen lebenslang behandelt werden, bei beiden gibt es mildere oder schwerere Verläufe. Und bei beiden sollten die Patienten "Experten für die eigene Krankheit" werden.

Man kann es sich ja sowieso nicht aussuchen.

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Hallo!

Ich stimme mit Pangaea vollkommen überein! Jeder Mensch empfindet das anders, es gibt sicherlich viel, für die Lebenslange Diät ein absoluter Horror ist. Auch können sich viele nicht vorstellen ein ganzes Leben lag Insulin zu spritzen oder ständig ihren Blutzucker zu überprüfen.

Auch darf man nicht vergessen, dass die Folgeerkrankungen von Diabetes - egal ob Typ 1 oder 2 - wirklich furchtbar sind!

Ich habe einen langjährigen Arbeitskollegen und eine gute Freundin, die beide MS haben und sie haben kaum Probleme damit, müssen weder starke Medikamente nehmen noch haben sie starke Schübe!

Du sichst also, so einfach ist es wirklich nicht.

Gruß Lirin

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Kommentar von user8787
01.02.2016, 16:07

Ich habe seit 27 Jahren Diab. mellt. Typ1, bin sonst kerngesund, habe 2 gesunde Kinder und einen aktiven Vollzeit Job (Selbstständig als Physio/ Osteo), reise rund um die Welt und habe vor das noch seeehr lange zu tun.

Furchtbare Spätfolgen sind sicher ein Thema wenn der Diabetes mies geführt oder nicht erkannt wird. Heute haben gut geschulte Diabetiker eine normale Lebenserwartung, keine Diäten mehr, sind voll erwerbsfähig (außer Pilot und Schwertransporte). 

Lediglich die Risiken für bestimmte Erkrankungen sind statistisch erhöht. Das aber gilt auch für Raucher, Alkoholiker, Sportler, Stress. 

Bei MS sehe ich das etwas anders, auch wenn diese Erkrankung sehr individuell verläuft. Die medikamentösen Therapien haben sehr oft heftige Nebenwirkungen und die Seelen der Patienten leiden enorm mit. Das mögliche Schicksal evtl. Rollstuhl pflichtig zu werden ist eine von vielen Ängsten meiner vielen MS-Patienten.  

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Das kann man nicht pauschalisieren. Letztendlich hängt es von der Ausprägung der Krankheit ab und wie der Patient damit umgeht.

Nicht umsonst nennt man z.B. MS auch "Die Krankheit mit den vielen Gesichtern". Es gibt Leute, die schwere Schübe haben, die sich auch nicht vollständig zurückbilden und es gibt Leute, die nur sehr selten mal einen Schub haben, der sich dann möglicherweise auch wieder vollständig zurückbildet.

Bei Diabetes kann es bei einem schlecht kontrollierten Diabetes (und daran ist nicht immer der Patient dran Schuld) auch zu Folgeerkrankungen kommen, die bis hin zu Amputationen oder Erblindung gehen.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man nicht Erkrankungen miteinander vergleichen sollte, im Rahmen von "Krankheit X ist schlimmer als Krankheit Y".

Ein Diabetes Typ 2, der allein durch Diät kontrolliert wird, ist wohl erträglicher als eine MS, bei der der Patient im Rollstuhl sitzt. 

Aber ob ein Diabetes mit häufigen Unterzuckerungen erträglicher ist, als eine MS, bei der der Patient kaum Schübe hat, das wage ich zu bezweifeln.

Letztendlich sind chronische Krankheiten immer irgendwie shice ;-)
Hab leider auch die ein oder andere :-P

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Wenn du dich mal ausführlich über beide Krankheiten informieren würdest, kämst du sicher selber auf die Antwort.

Schlimmer finde ich auf jeden Fall MS. Mit Diabetes kann man bei einer entsprechenden Medikation und Ernährungsweise ein ganz normales Leben führen.

Bei MS weiß man nie, was als nächstes kommt. Sie verläuft unberechenbar und in Schüben und bessert sich selten, eher verschlechtert sie sich, bei dem einen langsam, bei dem anderen rasend schnell. Und MS führt nicht selten zu einem relativ frühen Tod, ganz im Gegensatz zu einer gut eingestellten Diabetes.

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Kommentar von kaktusfeld
01.02.2016, 12:14

Ich habe selbst MS ;) und wollte nur mal schauen, wie schlimm das Nichtbetroffene einschätzen

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Ich fände eindeutig MS schlimmer als Diabetes.

Klar ist Diabetes auch kein "Zuckerschlecken" (passt als Wortspiel). Es ist sicher nicht schön, bei der Ernährung gut aufpassen zu müssen. Aber es ist eher in den Griff zu kriegen.

Aber die Vorstellung, bei MS über kurz oder lang nicht mehr laufen oder so zu können und irgendwann auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, finde ich selbst wesentlich schlimmer.

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Ich finde MS schlimmer. Diabetes ist höchstens nervig, weil man halt ständig einschätzen muss, wieviel man von was gegessen hat oder je nach Typ auch manche Sachen garnicht essen darf.

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Schlimm ist beides, aber mit Diabetes kann man relativ gut leben, wenn man weiß was man essen kann und wie viel davon und verantwortungsbewusst mit den Medikamenten umgeht. Klar ist die Krankheit nicht zu unterschätzen und schränkt einen ein.

Bei MS versagt nach und nach das Nervensystem, bis man irgendwann nicht mehr allein für sich sorgen kann und auf Hilfe angewiesen ist. Es ist ja nicht nur die Bewegungsfähigkeit, die nachlässt, sondern alles, wofür es ein funktionierenes Nervenystem benötigt. Sehen, Sprechen, wenn man besodners viel Pecht hat Demenz.

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Kommentar von Pangaea
01.02.2016, 12:34

Andererseits gibt es auch Menschen, die einen oder zwei MS-Schübe in ihrem Leben haben, die folgenlos abheilen, und danach nie wieder was, bis sie 60 Jahre später an etwas ganz anderem sterben.

Gerade die MS ist unglaublich vielgestaltig.

Ich habe mal einen distinguierten Herrn von Mitte 60 kennengelernt, der MS hatte und deswegen zum Gehen einen Stock brauchte. Das war alles. Und andererseits kenne ich eine Frau, die nur mit Rollator gehen kann. Die fährt aber zum Beispiel problemlos Auto.

Und inzwischen gibt es ja auch mehrere Medikamente, mit denen man die MS behandeln und dadurch das Fortschreiten verzögern kann.

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MS ist schlimmer.. Mein Vater hat das und das belastet sogar die Familienmitglieder weil man ja nicht wirklich helfen kann^^

Bei diabetes stimm ich dem bisher gesagten zu, man kanns einfach ein Stück weit kontrollieren.

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Das kannst du nicht pauschalisieren für die Betroffenen ist die Krankheit die sie haben einfach schlimm und schränkt sie in ihrem Leben ein .

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Das ist beides schlimm.

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Was ist das für eine Frage ? Jede Krankheit ist schlimm.

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Was soll das?
Beides ist sehr schlimm

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MS ist schlimmer, jedoch finde ich jede Krankheit schlimm....

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