Was ist Schlacke und was ist Gichtgas und wofür wird es verwendet?

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Zitat: link (s.u.)

Schlacke:

Die beim Hochofenprozess anfallende Schlacke besteht aus etwa 38–41 % Calciumoxid (CaO), 7–10 % Magnesiumoxid (MgO), 34–36 % Siliciumdioxid (SiO2), 10–12 % Aluminiumoxid (Al2O3), 1,0–1,5 % Schwefel (S), 1,0 % Titandioxid (TiO2), 0,16–0,2 % Eisenoxid (FeO) sowie verschiedenen weiteren Oxiden und Sulfiden.[43]

Erfahrene Hüttenleute sehen oft schon der noch flüssigen Schlacke an, welche ungefähre Zusammensetzung und Eigenschaften sie birgt. Zur Prüfung derselben genügt meist die einfache „Hakenprobe“, bei der ein Eisenhaken in die Schlacke getaucht wird. Bleibt die Schlacke beim Anheben in kurzen, zähen Tropfen am Haken hängen (kurze Schlacke), ist sie "basisch" mit einem Stoffmengenverhältnis von CaO : SiO2 > 1,0. Läuft die Schlacke dagegen in langen Fäden (lange Schlacke) vom Haken, ist sie "sauer" und das Verhältnis von CaO : SiO2 beträgt weniger als 1,0.[44]

Hatte die Schlacke im Hochofen noch die Aufgabe, die Gangart der Erze aufzunehmen, das Roheisen zu entschwefeln und als Schutzwall im Gestell gegen die Wärmestrahlung zu dienen, so wird sie nach dem Abstich je nach Zusammensetzung und Eigenschaft als wertvoller Rohstoff für verschiedenste Zwecke weitergenutzt. Neben der Erzeugung von Hüttensand, Hüttensteinen bzw. -bims und Schlackenwolle, wird sie auch zu Straßen- und Gleisschotter, Schlackensteinen, Portlandzement und Hochofenzement verarbeitet.

Gichtgas:

Das am Hochofenkopf mit einer Temperatur von 150 bis 200 °C austretende Gichtgas besteht aus 22-24 % Kohlenstoffdioxid (CO2), 18-21 % Kohlenstoffmonoxid (CO), 52-59 % Stickstoff (N), 1-3 % Wasserstoff (H) sowie aus Wasserdampf und Spuren von Methan.[45] Neben seiner Hauptverwendung als Brennstofflieferant zur Befeuerung der Winderhitzer dient es unter anderem noch als Heizgas in Walzwerken, Dampfkesseln, Kokskammern und bei Fernwärme-Heizungen sowie als Treibstoff für Gasmotoren.

Aufgrund vieler Maßnahmen zur besseren Erz- und Gasausnutzung bei gleichzeitiger Verringerung des Koksverbrauches sank allerdings im Lauf der Zeit die Gesamtmenge des produzierten Gichtgases wie auch dessen Heizwert. Seit den 1990er Jahren fallen pro Tonne Roheisen etwa 1500 bis 2000 Nm³ Gichtgas mit einem Heizwert zwischen 3150 und 3570 kJ/Nm³ an.[43] Durch Zusatz von Koks- oder Erdgas wird dieser Wert auf etwa 4500 kJ/Nm³ erhöht.[46] Zusätzlich entfallen auf eine Tonne Roheisen etwa 25 kg Gichtstaub an, was einem Staubanteil im Gichtgas von etwa 20-30 g/Nm³ entspricht.

Um die vom Gichtgas betriebenen Brenner, Gasmotoren und Turbinen vor Schäden durch Abrasion zu bewahren, aber auch aus Gründen des Umweltschutzes wird das Gichtgas seit Anfang des 20. Jahrhunderts entstaubt und gereinigt. Vor allem die empfindlichen Gasturbinen benötigen hochreines Gas mit einem Staubanteil von höchstens 0,5–1 mg/Nm³.

Die Reinigung erfolgt über mehrere Stufen von der trockenen Grobreinigung mithilfe von Staubsack und Wirbler über die Nassreinigung in Gaswäschern und Desintegratoren bis zur Feinreinigung mithilfe von Sack- bzw. Schlauchfilteranlagen und Elektrofiltern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochofen

Beste grüße

danke für's sternchen!

LG.

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das müsste in der chemie vorkommen. hat glaube ich was mit dem hochofenprozess zu tun.

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