Was ist Political Corectness?

7 Antworten

Political Correctness ist eine Sprach-Mode, welche Formulierungen ablehnt, die eine negative und beleidigende Bedeutung haben oder haben können oder haben werden.

Ein altes Beispiel:

"Nigger" wurde irgend wann als nicht mehr (humanistisch-)politisch korrekt definiert und wurde ab da ein Tabu-Wort.

Dieses wurde dann durch "Schwarze" ersetzt.

Dann bekam dieser Begriff wieder mit der Zeit einen diffamierenden Beigeschmack und wurde wiederum als "not politically correct" definiert.

Somit sind wir inzwischen bei "Afro-Amerikaner" gelandet, was aber auch wiederum nicht für Afrikaner gilt – von denen es ja auch alle möglichen Schattierungen gibt – und sowieso inzwischen wieder auch in beleidigender Weise benutzt wird.

Ein weiteres und jüngeres Beispiel war letztes Jahr die Diskussion um "Flüchtlinge" und "Geflüchtete" oder was da sonst noch so auf dem Tisch lag.

Also, "Politcal Correctness" ist nichts anderes, als der Versuch einiger übereifriger Interessengemeinschaften durch die Veränderung der Sprache das negative Denken und den Hass in den Köpfen einiger anderer Menschen zu eliminieren.

Das dies so einfach nicht funktionieren kann, kann man nun hervorragend an den genannten Bespielen sehen. Die Eliminierung von Hass und Ausgrenzung Anderer geht nicht über Neo-Linguismen, sondern nur durch Erziehung und Aufklärung.

Ich bin mir sicher, dass die Menschen in ca. 100 oder 200 Jahren auf unsere Zeit zurück blicken werden und über dieses Thema nur noch beschämt mit dem Kopf schütteln können – so wie wir dies heute über die Menschen vor 100/200 Jahren und deren seltsamen und bizarren Ansichten tun.

Stimmt, manche Sachen sind ein wenig übertrieben, aber es gibt auch gute Sprachentwicklung. 

Ich persönlich fände es absolut furchtbar mich noch  "Fräulein" nennen zu müssen, weil ich unverheiratet bin.

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@frissdichselbst

Warum?

Eine fundierte Begründung wäre jetzt mal angebracht.

Was ist daran schlimm, nicht verheiratet zu sein, bzw. dies offen zu bekunden? Ist das für Dein Selbstwertgefühl immer noch ein Makel?

Und jetzt komm mir aber nicht mit dem dummen Gegenargument "Du aber auch", bzw. dass es ja auch kein "Herrlein" o.ä. gibt. Das ist KEIN Argument, sondern nur eine fadenscheinige Ausflucht.

Jetzt wird es eng mit der Argumentation, oder?

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Ganz böse Sachen sind für politisch Korrekte z.B.

Studenten - das sind jetzt Studierende

Schüler, Lehrer . das sind Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer (auch wenn man dies 150mal wiederholen muss und Texte dadurch doppelt so lang werden)oder, noch schlimmer: LehrerInnen mit Binnen-I.

Politisch korrekt sind z.B. im Englischen "sight-impaired" anstelle von "blind" und "Causasians" anstelle von "Weiße".

An der Uni Leiptig werden auch männlcihe Lehrkräfte als "professorin" gedührt.

Das lächerlichste Beispiel ist, dass vor Jahren in Neuseeland Feministinnen an einer Uni den Begriff "history" durch herstory ersetzen wollten.

* Edit: "als Professorin geführt".

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An der Uni Leiptig werden auch männliche Lehrkräfte als "Professorin" geführt.

So geht das inzwischen auch in Bremen (Bürgerschaft) ab. Erst neulich dachte ich bei einer Reportage, ich hätte mich verhört.

Auch wenn Bremen überall sonst das Schlusslicht bildet, so haben sie in puncto "Political Correctness" die Nase ganz weit vorne. Da rennst Du gegen eine Mauer der Unvernunft, wenn Du da nicht mit spielst. Wenn man dann noch an die richtigen "Frauchen" in der Verwaltung gerät, kostet es Dich sogar Aufträge und wirklich wichtige Bürger-Projekte werden an die Wand gefahren.

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Caucasians wurde doch eingeführt um bestimmte Begriffe aus der Sprache zu eliminieren, oder nicht? 
Also statt "black" und "white", hat man "african american" und "caucasian". Ich find das jetzt nicht so schlimm, ist einfach eine Form des Sprachwandels.

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Auch studierende ist nicht "schlimm" finde ich. Ist doch ein neutraler Begriff, was soll daran nicht in Ordnung sein?

Das alle als Professorin geführt werden, finde ich merkwürdig, hast du dazu eine gute Quelle? 
Vielleicht wäre es auch gut da einen neutralen Term zu finden. 

das mit "history" ist natürlich total albern, aber was soll man da machen, es gibt in jeder Bewegung eben Leute die es übertreiben.

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@frissdichselbst

Auch studierende ist nicht "schlimm" finde ich. Ist doch ein neutraler Begriff, was soll daran nicht in Ordnung sein?

Hast Du Langeweile und willst Dein Leben mit ständig neuen Begriffen aufpeppen?

Was ist an ein beständigen Sprache schlecht?

Babylon ick hör dir trapsen!

Denk doch nochmal besser darüber nach und denk auch mal eigenständig nach, als einfach nur in einem Strom von Einfaltspinseln mitzuschwimmen.

Ohne eine einheitliche und gewachsene Sprache gibt es keine Verständigung. Keine Verständigung bringt Missverständnisse. Und Missverständnisse erzeugen Ärger, Streit, Kampf und Zerwürfnis.

Eine tolle Strategie!

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Das bedeutet übersetzt "politisch korrekt" und bezeichnet Verhaltens- und Sprachweisen.

Verhalten wäre eigentlich jedes verhalten, das nicht diskriminierend ist. Das man Frauen für typisch "männliche" Berufe einstellt, das man jemanden nicht anders behandelt nur weil er einen "auslädnlich klingenden" Nachnamen hat und ähnliches.

Sprechweise wäre das Vermeiden von rassistischen, homphoben, sexistischen, antisemitischen und schlichtweg beleidigenden Formulierungen. Also zum Beispiel diverse Schimpfwörter die auf Rasse basieren oder sexistische witze. 

Richtig, Du unterschlägst hier aber komplett die NEGATIVE, LÄCHERLICHE Seite der "political correctness".

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@Bswss

Ich geb hier nur eine Erklärung der ursprünglichen Idee ab, keine Wertung oder persönliche Meinung dazu, denn das war nicht die Frage. 

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