Was ist nur mein Problem?

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2 Antworten

Du hast dir deine Fragen über das Schreiben schon alle selbst beantwortet. Jetzt, wo alles "geklärt" ist nach wirtschaftlichen Gründen, kommen die Emotionen hoch.

Du schaffst das selbst, das aufzuarbeiten, davon bin ich überzeugt, und warum du trauerst, ist ein kaputt gegangener Traum. Hier darfst du weinen und der Trauer Raum geben, aber auch deine eigene Torheit etwas beleuchten, wie es dazu kommen konnte.

Lerne daraus, diese Erfahrung kann dir niemand nehmen, und vor allem die Erkenntnis, daß du sich selbst und dein Kind aus einem Tiefpunkt gerettet hast und ein neues Leben begonnen hast.

Der nächste Schritt wäre, wieder Vertrauen in eine neue Partnerschaft zuzulassen.

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Kommentar von TenJolie
06.09.2016, 00:29

Ja, glaube ich auch. Ich lasse negative Gefühle auch zu (wenn die Zeit dafür ist) und ich glaube auch, dass ich meiner eigenen Illusion hinterher trauere. Das ist eine harte Sache, so etwas zu erkennen,...dass man lange Jahre einfach nur eine Illusion hatte und dass auf dieser Illusion so viel Gefühl fußt. Aber da muss man durch. :-) Wie zerstörerisch ein Leben jenseits der Realität sein kann, das kann man dabei lernen. Man sollte lieber ehrlich zu sich selbst und nicht zu bedürftig sein, d.h. sich erst selbst heilen, dann Partner wählen. Schwierige Sache, aber machbar, glaube ich. :-)

Ein ganzes Leben könnte an einem vorüber gezogen sein und man hätte nur geträumt. Wie unvorstellbar schlimm wäre das gewesen.....wenn man nicht aufgewacht wäre, denn dann hätte man nie richtig "gelebt".

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Ich vermute, dass du jetzt erst dazu gekommen bist, oder eher gesagt, dass dein Unterbewusstsein es jetzt erst zulässt.

Unser Unterbewusstsein hat auch Schutzmechnismen und du sagtest, dass du "funktionieren" musstest für dein Kind. Theoretisch ist es möglich, dass dein Unterbewusstsein die Trauerphase übersprungen hat, damit du bis du wieder eine Art Sicherheit hast  nicht in eine Art "Loch" fällst.

Etwas Ähnliches habe ich auch schon erlebt.

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Kommentar von TenJolie
06.09.2016, 00:35

So fühlt es sich an. Ich war in der ersten Zeit gar nicht traurig, denn ich musste dem Kleinen ja vermitteln, dass das, was wir nun tun (sein Zuhause verlassen) zweifelsfrei das richtige ist und dass es gut ist. Dafür musste ich authentisch stark sein und nicht depressiv und selbstmitleidig. Ja. so muss es sein. Ich hab diese Trauerphase übersprungen. Ok, dann muss ich da jetzt eben durch, Trauer gehört auch zum Leben. 

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