Was ist Nominativ, Dativ und Akkusativ?

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5 Antworten

Ein kleiner Exkurs mit vereinfachten Faustregeln. Er wird dir nur etwas bringen, wenn du dich mit den Grundsätzen der Satzglieder auskennst.


– Der Nominativ ist der Kasus des Subjekts:

Ein Mann ging an diesem Abend nachhause. Keiner hatte ihn gesehen.
______________

– Der Akkusativ ist der Kasus des Objekts:

Keiner hatte ihn gesehen. Vielleicht hat irgendwer den Mann getötet.

Manche Präpositionen erfordern den Akkusativ:

Nur durch mich werdet ihr befreit! Man kann nicht ohne einen Mann Kinder kriegen. …

Der Akkusativ drückt eine Richtung aus (deshalb auch Objektskasus!):

Ich gehe ins (= in das) Restaurant.
______________

– Der Dativ antwortet auf die Frage: Zu wessen Gunsten/Ungunsten? 

(Er ist vornehmlich der Kasus der adverbialen Bestimmung)

Ich helfe einem Mann. Ich gebe ihm das Buch. Ich denke mir nichts dabei. 

Die meisten Präpositionen erfordern den Dativ:

Ich komme mit keinem zurecht. Ich gehe von der Bühne herunter. 

Der Dativ drückt eine Lage aus:

Ich sitze im (= in dem) Restaurant.
______________

Schauen wir uns als ultimatives Beispiel diesen Satz an:

Der Mann     rammte     seinem Gegner       einen Dolch        in den Leib.
Subj. Nom.                             Dat.                   Obj. Akk.         Präp. + Akk.

Der Mann ist unser Subjekt und steht im Nominativ. 

Was er rammt, ist das Objekt: der Dolch steht im Akkusativ. 

Zu wessen Gunsten er den Dolch rammt, steht im Dativ: seinem Gegner.

Wohin, in welche Richtung er rammt, steht mit der Präposition in im
Akkusativ: in den Leib.

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Vieles, was du in deiner Tabelle stehen hast, ist falsch. Da liegt wahrscheinlich das Problem. Ich denke, du hast das einfach falsch abgeschrieben.

Das Subjekt eines Satzes steht im Nominativ.

Der Mann kommt aus Frankreich:
Ein Mann steht vor dem Haus.
Kein Mensch hat das gesagt.

Die Frau kommt aus Frankreich:
Eine Frau steht vor dem Haus. (falsch in deiner Tabelle)
Keine Frau lässt sich das gefallen. (falsch in deiner Tabelle)

Der Kind geht in die Schule.
Ein Kind steht vor dem Haus.
Kein Gerät funktioniert ewig.

Deine zweite Tabelle bezieht sich auf das Akkusativobjekt. Auch hier stimmt deine Tabelle nicht ganz.

Ich sehe den Mann. (falsch in der Tabelle) 
Ich sehe einen Mann. (falsch in der Tabelle)
Ich sehe keinen Mann. (falsch in der Tabelle)

Ich sehe die Frau.
Ich sehe eine Frau.
Ich sehe keine Frau.

Ich sehe das Kind.
Ich sehe ein Kind. (falsch in der Tabelle)
Ich sehe kein Kind. (falsch in der Tabelle)

________________________________________________________

So sieht also deine Tabelle richtig aus:

Beim Nominativ:

der ein kein
die eine keine
das ein kein

Beim Akkusativ:

den einen keinendie eine keine
das ein kein

Wie du siehst, gibt es also nur bei männlichen Wörtern einen Unterschied zwischen Nominativ und Akkusativ.

Als Deutscher kann man das aber doch automatisch, oder nicht?



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Kommentar von adabei
19.07.2016, 20:17

Brauchst du die Tabelle auch für den Dativ?

dem einem keinem
der einer keiner
dem einem keinem

Beispiele:

mit dem Mann / mit einem Mann / mit keinem Mann
mit der Frau / mit einer Frau / mit keiner Frau
mit dem Buch / mit einem Buch / mit keinem Buch

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Kommentar von lelAv1
19.07.2016, 20:41

Gibt es im Nominativ nicht zum Beispiel einen Mann ?

Und sonst bleibt doch bei allen die Tabelle gleich außer bei männlich

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Kommentar von adabei
19.07.2016, 23:27

Sorry, bei der Tabelle zum Akkusativ hat sich das Layout verschoben:

den einen keinen
die eine keine
das ein kein


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Hallo,

mache die Frageprobe, um die Fälle zu erkennen:

1. Fall / Nominativ / Werfall: Wer (Was) [kocht Suppe]? -----> Die Mutter kocht Suppe.

2. Fall / Genitiv / Wesfall: Wessen [Schürze ist rot]? -----> Die Schürze der Mutter ist rot.

3. Fall / Dativ / Wemfall: Wem [gibt die Mutter einen Teller Suppe]? -----> Die Mutter gibt dem Kind einen Teller Suppe.

4. Fall / Akkusativ / Wenfall: Wen (Was) [isst das Kind]? -----> Das Kind isst die Suppe.

Vielleicht hilft dir folgender Link:

allgemeinbildung.ch/arb/arb=deu/q_Nomen+Artikel_05_Faelle1.pdf

Neben der Frage-Probe bleibt nur stures Auswendiglernen, da auch immer eine Abhängigkeit vom Genus und vom Singular/Plural besteht.

männlich:

1. der / ein / mein

2. des / eines / meines

3. dem / einem / meinem

4. den / einen / meinen

weiblich:

1. die / eine / meine

2. der / einer / meiner

3. der / einer / meiner

4. die / eine / meine

sächlich:

1. das / ein / mein

2. des / eines / meines

3. dem / einem / meinem

4. das / ein / mein

Mehrzahl (männlich, weiblich, sächlich):

1. die / meine

2. der / meiner

3. den / meinen

4. die / meine

:-) AstridDerPu

PS: Eselsbrücke: Der Dativ ist der dritte Fall und hat drei Beine (Wem?)

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Interessant finde ich, dass der Genitiv offensichtlich überhaupt nicht mehr vorkommt.

Was diese kryptischen Aussagen mit Die eine keine bedeuten soll, kann ich Dir nicht sagen.

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Na wenn du zB WER ODER WAS fragst, dann ist die Antwort zB DIE Frau, EINE Frau oder KEINE Frau, also die, eine, keine

das war jetzt das Beispiel für feminine Nomen

Männlich : Der, Ein, Kein

Neutrum : Das, Ein, Kein

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Kommentar von lelAv1
19.07.2016, 19:57

Ich dachte bei Nominativ darf nur ein und kein sein also ohne e Endung ..

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