Was ist mit unserer Regierung los?

3 Antworten

"Nach den Beschwerden entschied sich die Regierung 14 Cent für jeden NICHT produzierten Liter Milch zu zahlen!!!"

Die Einhaltung eines politischen Grundprinzips sehe ich darin schon.

Schließlich zahlen Endverbraucher bzw. Durchschnittsbürger ja auch die Kosten für nicht erzeugten Strom, für nicht enthaltene Qualität beim Fernsehen, für vielfach nicht gewährte Pflege in Pflegeheimen, für nicht instandgehaltene Straßen, für einen nicht fertiggestellten Flughafen, für nicht eingehaltene Zusagen der Politik usw.

Ob nun z. B. dafür bezahlt wird, daß wortwörtlich Mich nicht produziert wird, oder ob für etwas bezahlt wird, das nicht wirklich existiert, bleibt sich unter dem Strich gleich.

Die Milchquote kam von der EU, insofern ist die Regierung hier der falsche Schuldige für sie Abschaffung. Mit Dimmheit geschlagen sind anscheinend die Bauernverbände. Die haben die Abschaffung der Quote nämlich gefordert und gefeiert.

Dass anschließend der Preis verfällt, weil die Menge erhöht wurde war absehbar, wie du schreibst. Dieser Preis ist für viele Milchbauern existenzbedrohend. Wie lassen sich die Preise wieder stabilisieren? Durch Reduzierung der angebotenen Menge. Nun kann man einer Kuh schlecht zureden, weniger Milch zu produzieren. Die Kuh muss also weg. Das ist ein weiterer Schden für die Milchbauern. Wenn es staatliche Unterstützung in der Milchkrise geben soll, ist der einzig sinnvolle Weg, den Bauern für die Schlachtung der Kuh zu entschädigen. 

Die Förderung ist also nicht dumm, sondern der einzig sinnvolle Weg, um der Preise Herr zu werden.  

Warum werden dann aber Ställe subventioniert? Das ist doch eigentlich ein Wiederspruch in sich... der eine bekommt Geld damit er weniger produziert und der andere damit er mehr produziert.

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Also ich als Landwirt wäre auch viel lieber nicht auf Unterstützung durch den Staat angewiesen sondern hätte lieber gerechte Preise vom Handel. Meiner Meinung nach macht jede Einmischung vom Staat oder eben der EU die Situation vielleicht kurzfristig besser aber langfristig eher schlechter.

Komplett ohne staatliche Einmischung hättest du bald einen Milchpreis von 5,6 Cent, den sich dann auch nur Großbetriebe leisten könnten. 

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@MrHilfestellung

Für 5,6 ct kann niemand Milch produzieren, auch nicht dir sehr großen Betriebe.

Sind die Milchpreise schlecht, dann geht früher oder später die Milch Menge zurück. Ist die Milch Anlieferung niedrig,  so steigen auch irgendwann die Preise wieder. Würde sich die Politik da nicht mit einmischen, dann könnte sich das vielleicht sogar einpendeln.

Niedrige Preise sorgen aber auch für neue Ideen bei den Landwirten wie sie sich über Wasser halten können.

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@frank394

Diese neuen Ideen und dieser Anstieg der Preise zeigen sich wenn überhaupt erst dann, wenn die Kleinbetriebe schon pleite gegangen sind.

Der freie Markt basiert darauf, dass die Konkurrenz übertrumpft wird und deshalb funktioniert er auch für niemanden außer, die die es sich leisten können.

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@MrHilfestellung

Das ist schon klar, jedoch haben kleinere Familienbetriebe auch ihre Vorteile. Denn hier gibt es keine teuren Arbeitskräfte und außerdem gibt es auch nich einige Betriebe mit mehreren Standbeinen. Neuerdings geht der Trend wieder von der Spezialisierung auf einen Betriebszweig weg. Sowie ich das mitbekommen habe, haben die sehr großen Betriebe noch stärker unter dem Preisverfall gelitten als die kleinen. 

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@frank394

Ja klar anfangs sind das natürlich große Einbußen, denn je mehr Milch man produziert, desto größer sind Gewinn und Verlustspanne, trotzdem hätten langfristig große Betriebe die Oberhand.

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@MrHilfestellung

Ich glaube dennoch, dass es noch weiterhin viele Familienbetriebe geben wird. Zudem glaube ich , dass die momentane Politik der Subventionierung den von dir beschriebenen Prozess eher die großen Betriebe fördert.

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