Wird die AfD im Osten die stärkste Partei?

Das Ergebnis basiert auf 12 Abstimmungen

Ja, wird stärkste Partei im Osten 58%
Nein, wird nicht stärkste Partei im Osten 41%

6 Antworten

Es ist noch nicht abschliessend analysiert, wer die überhaupt genau wählt. Offenbar sind das hauptsächlich Leute, denen es nicht unbedingt schlecht geht, die aber irgendwie Angst vor der Zukunft haben: Überfremdung durch Ausländer, niedrige Geburtenrate, hohe Mieten, verfallende Infrastruktur und Schulen, ungesicherte Renten, Bedrohung der Arbeitsplätze durch Digitalisierung.

In meinen Augen sind das alles irgendwie kleine Korinthenkacker, die nun in der AfD ihr Heil suchen. Nur kann die AfD leider nicht liefern, was das Tragische ist.

Das Problem ist in meinen Augen der Ausverkauf der SPD an die Lobbyisten, der einen Politikwechsel erstmal unmöglich macht. Vermütlich würde nur eine neue starke linksdemokratische Volkspartei, welche die SPD komplett ersetzt, das Problem lösen. Wir bräuchten dringend mal wieder einen politischen Richtungswechsel in der Regierung, der aber nicht in Sicht ist. Es läuft alles eher in Richtung rechts und neoliberal. Vielen in der FDP und CSU ist Merkel bereits zu links. Auf der Dauer kann das nur in eine schwere Krise führen, glaube ich.

Ihrem ersten Absatz kann ich ungefähr zustimmen.

Danach wird es leider stark wertend und weniger objektiv.

Fakt ist, die AfD kommt - in ganz Deutschland - auf immer stärkere Zustimmung, und ein Zufall ist das sicher nicht.

Im Vergleich der Reden im Bundestag setzen die Neuen dem Althergebrachten starke neue Akzente entgegen, mal eher polemisch-provozierend, aber mal auch substantiell-konstruktiv.

Es fällt stark auf, dass die AfD gut differenziert: Was man für das Land als zuträglich einstuft, dem wird zugestimmt, EGAL von welcher anderen Partei das eingebracht wurde!

Umgekehrt die Altparteien: ALLES, was von der AfD kommt, und sei es auch der (mit voller Absicht) kopierte Text einer anderen Partei, wird AUS PRINZIP abgelehnt, quasi ohne Ausnahme.

Wir haben also eine Fundamental-Opposition von denen, die heute schon die Oppositionsrolle einzuüben scheinen - bedenklich bis bezeichnend, man suche es sich aus - aber Kindergarten-Trotz-Niveau ist es auf jeden Fall und eines modernen Parlamentes eigentlich unwürdig.

Man will die AfD immer "STELLEN" - und dann STELLT man sich SELBER - nämlich nur eines: QUER.

Ob da wohl einer gewissen Seite an Argumenten mangelt?

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Den Osten haben die etablierten Parteien verloren, wg. historischen Fehlern.
Angefangen beim Unwesen der Treuhandanstalt bis hin zur Agenda 2010 der SPD.
Im wesntlichen gärt es im Osten schon seit der Wiedervereinigung, die zu sozialen Verwerfungen gerade im Osten führte.
Als dann eine neoliberale Politik ihr Mantra "mehr Markt statt Staat" raushaute machte sich die Wut bemerkbar.

Linkherum ala DDR hat es nicht geklappt, mit der geschwurbelten Mitte von CDU/SPD auch nicht, ergo versucht man es nun rechtsherum.
Kein einziger Konzern Deutschlands hat seine Hauptverwaltung im Osten.
Dafür jede Menge Westpolitiker die einem klassiischen Arbeiter erzählen wollen was Arbeit sei.

Es hat keinen Sinn die Stalltür zur schließen wenn das Pferd bereits gestohlen ist.
Gleichwohl wird es für die AfD nicht reichen, noch bilden sich ausreichend Mehrheiten für Koalitionen ohne die AfD. Wird jedoch den Osten so schnell nicht befrieden, solange die Politik sich nicht ändert, zuförderst auf dem Feld der Sozialpolitik.

Da stolpert ein Wessi im Wohnungsbau herum und posaunt heraus, dass die Bürger lieber in einer 35qm Wohnung für 12€/m² wohnen würden, als in einer 60 qm Wohnung für 8€/m² Miete.
Dieser arrogante Unternehmer baut in Berlin und Leipzig und hat derzit 4.000 Wohnungen im Bestand.
1:1 Preise bei 90% Ostlohn kann nicht funktionieren.
Dieser Unternehmr vergisst, seine 12€/m² gäbe es nicht, wenn der Staat den sozialen Wohnungsbau nicht ruiniert hätte.

Im Prinzip eine gute Analyse.

Man sollte es dennoch nicht nur auf die "persönliche Lebenslage" der Wähler herunterbrechen.

NOCH gibt es auch ein verantwortungsbewusstes bürgerliches Um-sich-Schauen, also ein Wählen danach, was dem LAND zugute kommt, nicht nur einem ganz persönlich.

Und da sind die im Osten einfach weniger "umerzogen" als wir Westler. Auch der DDR-Sozialismus hatte zwar den Klassenfeind nach dem Westen externalisiert, dadurch aber den Anteil "eigener" Partizipation an der NS-Geschichte eher umschifft - und die effektive "reeducation" der Amerikaner gab es im Osten auch nicht.

Dazu kommen die tiefen Erfahrungen im Osten mit einer Staatsdiktatur auch in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit, das ständige Lesen zwischen den Zeilen (die eingeübte Skepsis gegen staatliche Propaganda) - und nicht zuletzt das starke Erfolgserlebnis in der "friedlichen Revolution".

Das alles, verbunden mit dem sächsischen Freiheitsdrang seit jeher, aber auch dem bekannten Helle-sein der Sachsen, aber auch Thüringer, wo es nicht umsonst auch starke Industrien gab, die Weimarer Klassik usw. - das führt nun dazu, dass man hier Mut fasst und vorangeht - und bald den tumben dunklen Westen abgehängt zu haben scheint.

Es SCHEINT nur umgekehrt zu sein. In Wahrheit hat der Osten erkannt, dass unser deutsches Volk abgeschafft zu werden droht - ob das nun Absicht ist oder schlicht nur "passiert". Es besteht die Gefahr, dass hereinströmende Millionen von Fremden, die sich mit schon hier befindlichen Fremden von früher (z.B. türkischen Gastarbeitern) religiös relativ einig sind und allesamt generativ weitaus produktiver als die deutschen Ureinwohner sind - uns bald demographisch unterbuttern könnten, und zwar nicht erst in 50 Jahren, sondern schon weitaus früher!

Im Westen sind solche Gedanken tabu. Alles Nationale hat schon gleich den Ruch des Nazitums! Aber normal ist das nicht: Jedes andere Volk außer den Deutschen wäre NICHT damit einverstanden, unter einer Masse fremder Zuwanderer unterzugehen, auf lange Sicht quasi ausgelöscht zu werden.

Das heißt gar nicht, etwas "gegen Ausländer" zu haben! Es ist auch eine Frage der ANZAHL! Die Sachsen sehen die Gefahr und gehen uns voran besonders auch bei der Skepsis gegenüber dem Islam. Es ist nämlich nicht nur die Anzahl der Fremden, sondern auch ihre besondere Qualität, die uns Sorgen machen sollte. Sie kommen aus den gefährlichsten Kulturen der Welt, wo es die meisten und gefährlichsten Fanatiker gibt, die auch vor dem eigenen Tod nicht halt machen, weil sie ja vermeintlich dann das "Paradies" gebucht haben.

KEINE andere Partei stellt sich hier klar gegen den Untergang Deutschland - das kommt dazu. Insofern kann jeder, der nicht für das Weiter-so ist, NUR die AfD wählen. Denn auch die Linken, die sich ein wenig außerhalb stellen, werben mit der Parole: "Offene Grenzen - für alle Menschen". Wohin das führt, sollte leicht einleuchten: zum Untergang zuerst des Sozialstaats, welcher nicht immer weitere Millionen Fremde mit-finanzieren kann; danach stirbt der soziale Friede, weil es Verteilungskämpfe gibt; dann folgt entweder ein Polizeistaat, weil die Leute ihre Sicherheit wieder wollen; am Ende dennoch vielleicht der IS.

Nein, wenn die "Regierung" weiter-so macht, gibt es nur das ganz klare HALT des Volkes, solange WIR noch die Mehrheit haben: STOPPT die Invasion, macht die Grenzen dicht - und DANN wollen wir in Ruhe überlegen, wie es weitergeht. Immer aber ist der erste Schritt der Nothilfe, das geplatzte Rohr abzudichten. Alle anderen Probleme und sonstiges Kleinklein kommen hinterher, PRIORITÄTEN setzen - AfD!

Es ist ein Segen und wieder mal großes GLÜCK für dieses Land, dass unsere östlichen Bundesländer ab 1989 zu uns zurückgefunden haben! Die alte BRD ALLEIN hätte der Islamisierung nichts entgegenzusetzen gehabt, mangels nationaler Identität und Skepsis gegen die Obrigkeit. Wann sind wir von dieser Frau erlöst, die nur eines "SCHAFFT": unser schönes Land zu spalten - und dabei auch Deutsche und Fremdstämmige generell gegeneinander aufzubringen.

Gott sei Dank sind auch viele Zugereiste aus anderen Ländern in der AfD tätig dabei und wollen diese unkontrollierte Zuwanderung in die Sozialsysteme und sogar die Kriminalität ebenfalls verhindern! Wer zur Assimilation bereit ist, sollte immer willkommen geheißen werden.

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@espo1

Um ein Haar wollte ich ein Daumen hoch geben...konnte denn doch widerstehen.

Es gäbe, ohne die Fehler in der Sozialpolitik, die AfD nicht.
Erst mit diesen erzeugten sozialen Spannungen, rief man die Geister die man nun nicht mehr loswird.
Frei nach "Der Zauberling" von Goethe.

Die AfD nutzt das Flüchtingsthema als Projektionsfläche für soziale Ängste.
Eine offene Flanke die CDU und SPD bieten.

Nicht nur im Osten.
Die AfD ist in 13 Landesparlamenten vertreten, Ende Oktober 14, mit Bayern, plus Bundestag.
Die Ähnlichkeiten mit Weimar werden deutlicher.
Gleichwohl sollten wir uns davor hüten die Geschichte zu wiederholen.

Nehmen wir die SPD aus der Gleichung d'acor, ist die AfD bei weitem nicht soweit diese Lücke füllen zu können.
Es sei davor gewarnt national = sozial auch nur anzunehmen.

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@soisses

"Die AfD nutzt das Flüchtingsthema als Projektionsfläche für soziale Ängste."

Dies ist - jenseits des erklärten Parteiprogramms - weiterhin eine andere Ebene, warum eine jegliche Partei Zustimmung erhält oder nicht: die persönliche Lebenslage ihrer Wähler - und kann auch bei der Wahlwerbung und Strategie eine Rolle spielen, gewiss.

Nur ist ja wohl die real existierende Konkurrenz prekärer Schichten von im Land Lebenden, ob Deutschen oder anderen, mit neu Hinzuströmenden mehr als eine "Projektionsfläche"; es ist eine REALITÄT, täglich erlebbar; nicht nur auf individueller Ebene, sondern die dauerhafte Grenzöffnung MUSS irgendwann dazu führen, dass das bestehende noch immer weltweit ziemlich konkurrenzlose SOZIALSYSTEM einmal zusammenbrechen wird; weil der Zustrom so lange anhält, bis das Innen kaum mehr besser ist als das Außen; vorstellbar wie zwei Becken mit Wasser, die im Fall ihres Verbundenseins den Wasserspiegel (an Wohlstand) AUSGLEICHEN werden.

Wer das leugnen wollte, ist realitätsblind oder utopiebesessen.

Die meisten Schaffer im Land sehen sehr genau, wohin das Weiter-so führt - und deshalb wird - bis zur erfolgten Grenzschließung, am liebsten an den EU-Außengrenzen - durchaus "national = sozial" gleichgesetzt, und diese Lücke füllt eben NUR die AfD, welche AUCH zur neuen "Arbeiterpartei" wird.

Niemand darf sich wundern, dass diese Wählerklientel auch Auswirkungen auf das Parteiprogramm haben WIRD, schon recht bald.

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Ist derzeit offensichtlich die zweitstärkste Partei.

Zudem gibt es ja nicht nur die mögliche Richtung "nach oben", theoretisch kann es ja auch mal "nach unten" gehen. Die jüngste Umfrage für Bayern hat der AfD leichte Verluste zugeschrieben (Grüne derzeit auf Rang 2).

Natürlich, passieren kann alles. Es ist aber symptomatisch, dass die GEGENSÄTZE, die am deutlichsten bestehen, auch am stärksten Zustimmung finden: die Grünen hier, mit der Parole: ALLE REIN! - und die AfD dort, mit der Forderung: erst mal die GRENZEN DICHT, NICHT immer weiter-so mit der Über-Fremdung!

Die anderen wurschteln irgendwo dazwischen, nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Diese entziehen sich klarer Stellungnahme, auch wenn sie meistens weiter-so wurschteln wollen - und deshalb verlieren sie mehr und mehr, ganz zu Recht.

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