Was ist im Buddhismus wichtig?Nirvana?

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5 Antworten

Aus den bislang durchweg richtigen Antworten folgt noch eine Sache, die ich herausstreichen möchte:

Zum einen, dass jeder Mensch prinzipiell und inhärent die Buddhanatur in sich trägt - Wie weit er diese entwickelt, dafür ist er selbst verantwortlich und niemand anderes...

Zum anderen ist nicht nur jeder Mensch, sondern jedes Lebewesen einzigartig und unendlich wertvoll - soll deshalb mit Respekt / Ehrfurcht betrachtet werden.

Somit ist der Buddhismus eine Philosophie der Selbstachtung: Man beginnt mit der Anerkennung des unendlichen Wertes des eigenen Selbst - Erst dann kann man andere Wesen auch wertschätzen.

Nirvana als die totale Auflösung aller Wünsche, Sehnsüchte, Begierden und damit Leiden ist nur das Ziel EINIGER buddhistischer Strömungen.

Andere - wie bspw. die Nichiren-Buddhisten - glauben and ihren Auftrag als "Boddhisattvas aus der Erde" immer wieder geboren zu werden und sich selbst und ihren Mitgeschöpfen dabei zu helfen, glücklich zu werden (Achtung: DAs heißts NICHT: sie "glücklich machen" wie bspw. in manchen christilichen Schulen - sondern sie dazu zubefähigen, dass sie ihre eigenen Leiden überwinden und ihr eigenes Glück sich erarbeiten)

suziesext06 30.04.2016, 17:04

eine sehr moderne, ansprechende Art, die Buddha-Lehre zu vermitteln, wird von der internationalen Laien-Organisation (also nicht der traditionelle Mönchs-Buddhismus) Soka Gakkai präsentiert:

http://www.sgi-d.org/

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Naja, ob Gute Frage dann eine verlaessliche Quelle ist?...

Der Hauptunterschied zwischen Buddhismus und anderen Religionen ist, dass es keinen allmaechtigen Gott gibt, der einen erloesen kann.

Die Verantwortung fuers eigene Seelenheil liegt bei jedem Menschen allein, und er muss den Weg mit Hilfe eines Lehrers finden. Das ultimative Ziel eines Buddhisten ist Erleuchtung, kein Paradis etc.

selmaaM 30.04.2016, 09:49

Vielen Dank für deine Antwort und ja. . . Gutefrage.net ist ja jetzt nicht die sicherste Quelle, aber ich geh mal das Risiko ein:)

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Buddha verkündete seine Lehre vor ca 2500 Jahren in Nordindien. Er weigerte sich aber, irgendwas über Religion, Götter, Seele, Himmel, Weltall zu lehren, seine Lehre handelte ausschliesslich vom „Leiden. Vom Entstehen des Leidens, von der Vergänglichkeit des Leides und vom methodischen Weg zur Aufhebung des Leidens.“ Buddha selbst sah sich als eine Art Seelenarzt an.

Später entwickelten sich viele verschiedene Schulen mit vielen zusätzlichen Ideen und Methoden.
Man kann jetzt den Buddhismus auch als Religion praktizieren, aber er IST keine Religion, sondern der Weg, wie man 'Nichtwissen und Nichtwissenwollen der wahren Wirklichkeit' als die Ursache des Leidens erkennt und aufhebt. Also so ne Art psychologische Selbstbefreiung, Selbsterkenntnis.

Ein Buddhist sagt nicht: es gibt keine Götter. Aber ein Buddhist nimmt auch keine spirituelle Beziehung auf zu einem Gott. Darin unterscheidet er sich von den monotheistischen und polytheistischen Religionen. Vor allem lehnen Buddhisten jede Form des Glaubens ab, da das bzw der Glauben nicht zum Ziel führend ist, nicht heilsam ist, nicht zur Erleuchtung führt.

Für die einen ist Buddhismus eine Religion, ich halte es für Philosophie und eine Art des Lebens.

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