was ist günstiger, wenn man immer alte Autos für wenig Geld kauft die dann aber nicht mehr so lange halten oder immer ein Neuwagen kauft?

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12 Antworten

Das ist eine schwierig zu beantwortende Frage, ist ein bisschen kompliziert.

Wenn man keine Kohle hat, kann man sowieso nur billige Autos kaufen. Manchmal hat man Glück und sie halten lange - das ist dann günstig.

Manchmal hat man Pech und sie verrecken ziemlich schnell oder Reparaturen sind unwirtschaftlich. Das ist dann schlecht und ziemlich teuer.

Früher, als ich jung war, hab ich das so gemacht. Autos für ein paar Hundert Mark gekauft, sie noch selbst repariert, auch geschweißt und konnte sie so meist Jahrelang fahren und am Ende sogar noch teurer verkaufen, als ich sie ursprünglich gekauft habe.

In den letzten Jahren mach ich das aber anders. Zum einen habe ich nicht mehr die Möglichkeit, die Kisten selbst zu reparieren, zum anderen bin ich auf ein zuverlässiges Auto angewiesen. Deshalb habe ich mir vor 20 Jahren einen Golf Jahreswagen gekauft - und habe mit diesem vergleichsweise exorbitant teuren Auto in 17 Jahren fast 300.000 km zurückgelegt. Ohne Probleme. Klar muss Wartung sein, Verschleißteilreparatur ebenso, na klar. Die km-Kosten waren trotzdem total gut, im Jahr hat der Wertverlust etwa 600 € betragen. Für ein zuverlässiges Fahrzeug. Fand ich gut.

So etwas ähnliches hab ich jetzt auch wieder gemacht. Ich hoffe, dass das so ähnlich ausgeht. Was sich gegenüber früher geändert hat, außer, dass Autos sowieso sehr viel teurer geworden sind: Man kann die Karren nicht mehr so einfach mit ein bisschen Werkzeug reparieren. Jede Reparatur bei neueren aber auch älteren Autos in einer Werkstatt ist exorbitant teuer.

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Eine ganz einfache Rechnung:

Wenn man als Richtpreis für einen Neuwagen einfach mal 30.000 Euro annimmt und davon ausgeht, dass ein Auto 15 Jahre lang hält, dann wären die reinen Anschaffungskosten immer noch 2.000 Euro pro Jahr.

Wenn man also ein Auto für unter 2.000 Euro kauft, was dann mindestens ein Jahr lang durchhält, fährt man billiger.

Soweit die Rechnung, die man ja praktisch auf jeden Neuwagenpreis umrechnen kann.

Dafür muss dann aber bereit sein, öfter mal Autos zu suchen, zu kaufen, an- und abzumelden, Versicherungen dafür abzuschließen, das vorige Altauto loszuwerden, etc.. Außerdem kann man auch mal richtig Pech haben und ein Billigauto gibt schon nach kurzer Zeit den Geist auf. Vielleicht hat man aber auch mal Glück und ein billiges altes Auto hält noch einige Jahre.

Eine pauschale Antwort auf die Frage zu geben, ist also schwierig. Ich würde aber eher behaupten, mit vielen alten Autos fährt man billiger, als mit einmal einem Neuwagen.

Ich fahre derzeit (inzwischen seit fast 13 Jahren!) ein Auto, dass ich mir damals neu gekauft habe. Das werde ich auch weiter fahren, bis nichts mehr geht. Trotzdem war das sicher erst mal mein letzter Neuwagen. Lohnt aus o.g. Gründen einfach nicht, der Wertverlust pro Jahr ist mir auch bei langjähriger Nutzung immer noch zu hoch.

Mein nächster wird also ein Kompromiss zwischen Neuwagen und Billigauto, nämlich ein 3 bis 5 Jahre altes Fahrzeug. Der ist schon wesentlich billiger, als neu und sollte trotzdem noch mindestens 10 Jahre lang halten.

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Das kommt auf das Nutzerprofil an, aber bei den allermeisten Leuten sind Neuwagen die denkbar teuerste Lösung. Je früher sie die verkaufen, um so teurer. Das deswegen, weil der Wertverlust in den ersten drei, vier Jahren am größten ist.

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Ist beides blöd. Neuwagen verlieren, im Regelfall, 50% des Wertes im ersten Jahr. Und immer ein Auto kaufen, wo man schon weiß, das kommt eh nur noch einmal über den TÜV, ist wirtschaftlich, auch nicht besonders gut.

Ich würde zu einem Gebrauchtwagen, mit Garantie raten, der zwischen 1 und 3 Jahren ist. Das ist, denke ich, am wirtschaftlichsten. :)

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Kommentar von Genesis82
24.06.2016, 09:57

naja, 50% Wertverlust in einem Jahr ist eher die Ausnahme als die Regel, außer man kauft sich ein Auto, dass als Neuwagen schon keiner haben möchte... Trotzdem hast du natürlich recht, dass im ersten Jahr der Verlust im Verhältnis am höchsten ist.

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Sind beides nicht optimale Vorgehensweisen. Am Besten fährst du mit 2 - 4 jährigen Gebrauchten. Beim Neuwagen hast du einen viel zu hohen Abschreiber im 1. Jahr (ca. 30 %). Einen 4-jährigen Gebrauchten kriegst du je nach Marke und Modell für weniger als die Hälfte des Neupreises. 

Beispiel mein aktueller Wagen, ein Alfa Romeo 159 2.2 Liter Kombi, Benziner, mit Distinctive Paket, Lederpolster Jahrgang 2007. Neupreis CHF 56'000.

Gekauft 2011 mit 46'000 km für CHF 21'000. Reparatur 2015 Steuerkette ersetzt für CHF 3'000, total CHF 24'000 in 5 Jahren = CHF4'800 pro Jahr.

Hätte ich ihn neu gekauft, CHF 56'000 + 3'000 = CHF 59'000 in 9 Jahren = CHF 6'555 pro Jahr.

Also deutliche Einsparung bei Gebrauchtkauf. 

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Darauf kann ich mit Erfahrung antworten: Wir wollten seinerzeit ein gebrauchtes Auto kaufen und machten uns schlau, was man so anlegen muss und wie viele km so gefahren wurden usw. Und dann kam Dacia auf den Markt - spottbillig. Aber ist das überhaupt ein Auto?? Also das Zuschlagen der Autotüren erinnerte mich stark an den Möbelverkäufer Roller ... Aber ich höre und staune: Die Reparaturen haben sich in 6 Jahren im Rahmen gehalten und das Auto fuhr und fuhr und fuhr ... 140.000 km in 6 Jahren. Wir sind begeistert! Und fahren den 2. Dacia! Natürlich ein Neuwagen!! :)

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Kommentar von ragensteller
23.06.2016, 18:54

Unser Dacia Sandero dagegen hatte nach 2 Jahren Motorschaden... unsere 15 Jahre alte E-Klasse hält dagegen ewig!

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ich finde es cool, wenn andere leute neuwagen kaufen.

dann komme ich irgendwann an einen günstigen, guten gebrauchten.

allerdings suche ich nie selber, sondern ich lasse suchen. der betreiber meiner stammwerkstatt ist da grosse klasse drin. das auto muss fahren, zuverlässig sein, technisch top sein - und sollte noch mindestens 100.000km ohne grössere reparatur halten. und ein schaltwagen sein.

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Eine Frage der Philosophie. Neuwagen-Besitzer mit Geräten von 60'000 oder 70'000 Euro werden Dir ewig vorhalten, wie unvernünftig es sei, eine Billig-Kiste zu fahren. Und die ganzen Reparaturen zu berappen. Als Fahrer einer Billig-Kiste weisst Du aber genau so, dass es kaum möglich ist, diese Kiste plus deren Nachfolger im Gegenwert der Differenz zum Neuwagenpreis reparieren zu lassen. Also Reparaturen für 55'000 oder 65'000 Euro durchführen zu lassen. Soviel kann man im Normalfall praktisch gar nicht reparieren. Es dürfte also wahrscheinlich günstiger sein, Billig-Kisten zu fahren. Aufgrund der sicher anfallenden Reparaturen aber auch ein wenig mühsamer.

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Hallo!

Ich kaufe grundsätzlich nur betagte Mercedes für 1000-1500 Euro & würde mir aus Prinzip nie ein Auto kaufen, das mehr als 1500 Euro kostet. Speziell ein alter Mercedes ist zudem für den Export selbst als Kernschrott noch relativ ordentlich absetzbar.. Verlust machen die wenigsten, die bewusst solche Autos kaufen.

Ein Neuwagen verliert jedoch schon dann ordentlich Wert, sobald man vom Hof des Händlers fährt. Das lohnt sich nie. 

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Kommentar von ragensteller
23.06.2016, 18:48

eben... Hauptsache nen auto haben, wo fährt

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Das ist nicht gut! Du bezahlst viel zu viel wenn du immer alte Autos kaufst! Und oft fahren die nur kurz! Hol dir einen neuen den kannst du dann gute 10-15 Jahre fahren!

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Kommentar von rotesand
23.06.2016, 19:03

Das war mal -------> ob man einen der aktuellen Neuwagen so lange fahren kann, bezweifle ich.

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Schlaue kaufen für wenig Geld Autos, die lange halten!

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Deine Frage ist die des Catulls über die es wohl unter 10 Mill Autofahrern 10 Mill Antworten gibt.

Mein Neffe (der kauft nur gebraucht) fragt mich immer warum ich mir fast jedes Jahr einen Neuwagen kaufe ob ich einen Macken habe. Antwort: Ja

Der Jetzige - (Auto, Gebrauchtwagen)
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