Was ist "Gender-Neutral"?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Ich nehme mal zu Gunsten der jungen Mutter an, dass sie ihr Kind - falls Junge - nicht zum Macho oder - falls Mädchen - nicht zur Tussi erziehen will.

Wir haben auch versucht, unsere zwei Jungs und zwei Mädchen so zu erziehen, dass sie auch offen z.B. für das Spielzeug oder die Klamotten des anderen Geschlechts sind, haben uns auch nicht aufgeregt, wenn ein Junge ein Tutu angezogen hat oder das Mädchen lieber Bobbycar als Puppenwagen herumgeschoben hat.

Die Geschlechterfestlegung erfolgt durch die Chromosomen bei der Zeugung, zu 99 % ist sie eindeutig zu erkennen, wenn man zwischen die Beine des Babys schaut. Wir versuchen als Eltern, eine gute Grundlage zu legen und Respekt auch vor dem anderen Geschlecht zu vermitteln. Den Rest besorgen Kindergarten, Schule, Freunde und die gesamte Umwelt.

Unsere Jungs sind zu Männern geworden, aber nicht zu Machos, aus unseren Mädchen sind Frauen geworden, aber keine Tussis. Vielleicht ist das Gender-neutral.

Ansonsten wird es für die Mutter wirklich spaßig werden.

Ich vermute, sie will ihrem Kind einfach alles anbieten. Also bekommt der Junge auch Puppen oder das Mädchen darf sich auch balgen.

Ich finde das nicht dramatisch. Solange die Mutter auf die Persönlichkeit des Kindes eingeht, ist doch alles okay. Das heißt ja nicht, dass das Kind irgendetwas nicht bekommt, was es gerne möchte oder in der Entwicklung gehemmt wird.

Ruhig Blut, es handelt sich um ein Neugeborenes und eine junge idealistische Mutter und ihre Vorstellungen. Das muss nichts Fanatisches sein. Wieviel umgesetzt wird, wird sich auch erst mit der Zeit zeigen, wenn die Phantasie auf die Realität trifft.

Ich finde das im Übrigen besser, als die Mütter, die das Kinderzimmer eines kleinen Mädchens gnadenlos in einen rosa Traum aus Tüll und Glitzer verwandeln - nach ihren Vorstellungen - nicht nach den Vorstellungen des Kindes.

Ich finde das im Übrigen besser, als die Mütter, die das Kinderzimmer eines kleinen Mädchens gnadenlos in einen rosa Traum aus Tüll und Glitzer verwandeln - nach ihren Vorstellungen - nicht nach den Vorstellungen des Kindes.

Als meine Töchter ihre pinke Phase hatten, hat es mir persönlich in den Augen wehgetan, 4 pinke Wände im Kinderzimmer zu sehen. Aber erst meine große Tochter und später die jüngere Tochter fanden es schick.

Mir war es zu dunkel, aber ich musste ja nicht darin wohnen. Von daher hab ich ihnen ihren Farbtraum nur erfüllt bzw. später gelassen.

0
@Nashota

Dann hast Du anscheinend nach den Vorstellungen der Mädchen gehandelt.

Ich kenne jedoch auch eine Mutter, die das Zimmer für ihren Säugling schon so rosa gestaltet hat. Das Baby hat sich das bestimmt nicht ausgesucht.

0
@Shiranam

Wie gesagt, ich musste ja nicht in dem Zimmer wohnen.

Einem Säugling kann man sein Zimmer schon noch nach eigenen Vorstellungen gestalten. Was sagen kann er eh noch nicht. Das sehe ich nun nicht ganz so eng.

Ich hab meiner damals einjährigen Tochter aus einem Tierbuch Tiermütter mit ihren Tierkindern an die Tapete gemalt. Ich fand es süß und auch kindgerecht.

Sobald ein Kind aber alt genug ist und eigene Vorstellungen anbringt, sollte man auch darauf eingehen.

0

Sie wird also nicht versuchen, dieses ihr Kind auf sogenannte geschlechtstypische Vorstellungen, Verhaltensweisen und so fort zu konditionieren. 

Wenn ich ein Mädchen in rosa kleide, einen Jungen in hellblau, dann ist es Geschlechtskonditionierung. Persönlich frage ich mich, ob es den Eltern darum geht, den Pädophilen möglichst gut deutlich zu machen, welches Geschlecht da zur Verfügung steht. - Ja. So grobe Worte fallen mir dazu ein. 

Den ein Baby nimmt Geschlecht noch gar nicht wahr. Also Was bitte soll der Unsinn? Leben wir in der Steinzeit, wo es wichtig war, welches Geschlecht da auf die Welt gekommen ist? Damals war vor allen Dingen wichtig, wie alt das Kind denn wird. 

Sie hätte auch erklären können, sie erzieht ihr Kind auf der Grundlage unseres Grundgesetzes, heute gerne vollmundig Verfassung genannt. Denn sie zwingt ihrem Kind nicht durch persönliche Selektion abstruse Vorstellungen auf, sondern gewährt ihm die ihm grundgesetzlich verbürgte Freiheit, seine Persönlichkeit frei zu entfalten. 

Das Grundgesetz kannst Du online nachlesen. 

Nein. Es stimmt ganz einfach nicht, dass ein Geschlecht für eine Tätigkeit ungeeignet sei. 

Ich erinnere dazu noch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Die Frage war zu klären, ob einer Maurerin - keine Ahnung, ob nun Gesellin oder Meisterin - nach der Wiedervereinigung verboten werden dürfe, weiter in ihrem erlernten Beruf arbeiten zu können. Die Frau war erfolgreich. 

Geschlecht im natürlichen Sinne entwickelt sich bei uns Menschen tatsächlich erst mit Beginn der Pubertät. Daran beißt keine Maus einen Faden ab. Bis dahin sind die entsprechenden organischen Geschichten reine organische, aber keine geschlechtlichen Teile. 

Wenn diese Frau es so meint, wie sie es gesagt hat, wäre das Kindesmißhandlung, denn eine Erziehung, die das Geschlecht des Kindes "neutralisiert", provoziert gravierende Probleme mit der eigenen Identität und letzten Endes auch psychische Beeinträchtigungen.

Anders wäre es, wenn sie damit nur meint, das Kind nicht auf eine typische Geschlechterrolle zu fixieren, also z.B. der Junge mit Puppen und das Mädchen mit Autos spielen darf.

Trotzdem wird der Junge kaum eine "rosa Phase" haben ;-)

Früher war Rosa die Kleidungsfarbe für männliche Babys.
Und es gibt durchaus Jungen, die eine "rosa" Phase haben.
Es ihnen abzusprechen ist traurig.

0
@loema

Ich habe doch nichts "abgesprochen", aber "rosa Phase" gibt es bei Jungen außerordentlich selten, dagegen außerordentlich oft bei Mädchen

0

Servus Wekknd,

Genau sowas heißt es. :)

Die Genderforschung geht davon aus, dass es zwei verschiedene Geschlechter gibt: Einmal das biologische Geschlecht (sogenanntes sex) und dann das soziale Geschlecht (sogenanntes gender)

Wenn du drüber nachdenkst, dann gibt es bestimmte Eigenschaften, die biologisch festgelegt worden sind - von offensichtlichen Fakten wie "Männer haben einen Penis, Frauen eine Vagina" gibt es natürlich auch andere Unterscheidungen, bspw. im Körperbau, dem Muskelaufbau und anderen Dingen - das streitet auch niemand ab.

Allerdings sind viele andere Eigenschaften, denen wir Geschlechtern zuweisen, gesellschaftlich und sozial festgelegt worden. :)

Wer sagt denn beispielsweise, dass Mädchen rosa mögen, Jungs aber blau? Wer sagt, dass Mädchen mit Puppen spielen, Jungs aber mit Autos? Wer sagt, dass Mädchen eher Prinzessinnen sein wollen, Jungs aber Superhelden?

Das sind soziale Normen - und diese sozialen Geschlechternormen (wie bereits oben genannt: gender) sind teilweise ziemlich schwachsinnig...

So wird Männern beispielsweise eingeredet, sie dürften nicht emotional sein und dürften keine Gefühle zeigen oder in der Öffentlichkeit weinen; Frauen dagegen wird eingeredet, dass sie empathisch und gefühlsbetont sein müssen ...)

Wenn jemand sein Kind genderneutral erzieht, dann heißt das, dass er dem Kind diese Geschlechterrollen nicht anerziehen will - sondern beispielsweise das Kind selbst wählen lassen will, ob es lieber mit Puppen spielt oder mit Autos (als kleines Beispiel)

Das Ganze geht auch weiter und bezieht sich auf Klamotten (warum soll ein Junge nicht rosa tragen dürfen?) und auch auf das Verhalten, die Hobbies, Interessen und so weiter.

Das ist daher nichts "Schlimmes", auch wenn es natürlich konservative Menschen gibt, denen sowas nicht gefällt :)

Lg

Ich verstehe es so, dass sie versuchen möchte, ihr Kind klischeefrei zu erziehen. Also durchaus auch in der Richtung, wenn Mädels mit Autos und Jungs mit Puppen spielen wollen, ist es für sie als Mutter okay.

Allerdings halte ich das erstens für normal. Und zweitens haben Kinder auch ihre eigenen Ansichten und Meinungen. Eltern allgemein sollten also das Leben ihres Kindes nicht schon minutiös durchplanen, sondern ihre Kinder auch eigene Entscheidungen treffen lassen.

Ja, wenn es ein Junge ist, dann bekommt er möglicherweise keine Autos/Eisenbahn, ein Mädchen keine Puppen.

Sie will alles, was eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist, weglassen.

Das wird sie nicht schaffen, mach dir keine Gedanken darüber!

Gefährliche Idee. Sie glaubt a de Genderismus, nach dem es kein biologisch bestimmtes Geschlecht gibt, sondern nur ein sozial geformtes. Die Geschlechtsorgan werden als nicht entscheidend angesehen. Das Kind soll also irgendwann selbst "bestimmen", ob es ein Mädchen, ein  Junge oder eines der anderen ca. 60 Mischgeschlechter der Gender-Denke sei will. 

Experte warnen vor schweren Problemen eines so erzogenen Kindes, das keine klare Identität entwickelt. Es entstehen schwache, unsichere, desorientierte Menschen. 

Klar. Die Experten der AfD, die nicht  verstanden haben, dass es mehr gibt als männliche Männer und weibliche Frauen.

0
@loema

Die Diffamierung der AfD ersetzt kein Argument.

Leben entsteht nun mal durch 1. Frau und 2. Mann, oder andersherum. 

Alle anderen "Formen" sollen toleriert werden, aber sie sind nun mal unfähig, Leben weiterzugeben. 

0

Das ist Falsch.

Die Gender-Theorie geht nicht davon aus, dass es kein biologisches Geschlecht gibt - sieht geht davon aus, dass es zusätzlich zum biologischen Geschlecht (sog. sex) ein soziales Geschlecht (sog. gender ) gibt.

Soziale Geschlechterrollen haben ja nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun - und genau darum geht es.

0

Ja genau, das Kind soll nicht auf ein Geschlecht geprägt werden. Ich halte das aber für sehr schwierig, denn das Kind lebt ja auch in einer Gesellschaft und die sieht es eben nicht Geschlechtsneutral.

warum sollte man das nicht? Entweder man wird als Mädchen oder Junge geboren das kann man sich ja nicht aussuchen.

0
@dextaaar

was sollte man nicht?? Ich verstehe deine Frage nicht.

0

Auch. Das ist aber nicht das schlimme (auch Mädchen sollen durchaus z.B. Fussball spielen). 

Insbesondere fördert diese Dame ihr Kind nicht, so dass es seine Identität nicht entdecken kann. Folge sind orientierungslose Frauen und weiche Männer die in der Gesellschaft nur ausgenutzt und ausgespuckt werden. Die Folge sind verbitterte Emanzen und depressive Männer. Glückwunsch.

Schön, wenn es ein Junge wird und der sich nur für Autos interessiert, schenken ihm die Eltern dann Puppen und kleiden ihn wie ein Mädchen. 

Soll er doch selber herausfinden, ob ihm die Zöpfe und Kleidchen gut tun.

Eben nicht.
Dem Jungen wird lediglich nicht schon vorgekaut, dass er als Junge nur Interesse an Autos haben darf.

1
@loema

Ich vermute, Du hast noch kein Kind groß gezogen. 

Es ist das Kleinkind, das die Vorlieben entwickelt. Ganz ohne Beeinflussung von außen. Es interessiert sich das KK für die Technik, für Papas Auto, und nicht für die Puppe oder den Teddybären. Du kannst gerne sein Spielauto wegnehmen und dafür ihm eine Puppe geben. Auch das ist nur ein  "Vorkauen" und ruft nur Protestgeschrei hervor. Hoffentlich landet das Kind nicht später beim Kinderpsychiater.

0
@marylinjackson

Ein männliches Kleinkind entwickelt aber nicht zwangsläufig Interesse an Autos - genauso wenig wie ein weibliches Kleinkind nicht zwangsläufig Interesse an Puppen entwickelt.

Dass sich das meistens aber trotzdem deckt, liegt nicht an dem "Wesen" der Kinder, sondern schlichtweg am sozialen Umfeld - und daran, was Ihnen vorgelebt wird.

Das einfache Beispiel von Puppen und Autos ist ein Beispiel von sogenannten sozialen Geschlechterrollen (gender) die bei einer genderneutralen Erziehung vermieden werden sollen...

Bei genderneutraler Erziehung geht es ja gerade eben darum, dass du das Kind selbst entscheiden lässt, gerade ohne ihn in irgendeine Richtung zu bevormunden :)

Mit "wegnehmen" hat das rein gar nichts zu tun, denn das wäre absolut falsch :D

1
@CalicoSkies

Diese Diskussion ist fast so sinnlos wie die Frage, was war eher da, das Ei oder die Henne?

Ein Kind wächst im sozialen Umfeld auf und seine Auswahl der Vorlieben richtet sich danach. Das Kind wählt, nicht die Eltern!

Eine genderneutrale Erziehung im Kleinkindalterhat keinen Einfluss auf den Sexus. Erst die Geschlechtsreife mit der körpereigenen Sexualhormonproduktion hat richtungsweisenden Einfluss auf das Ego. 

0
@marylinjackson

Natürlich übst du auch als Elternteil Einfluss auf dein Kind aus, wenn du einem Jungen Autos kaufst, aber einem Mädchen Puppen - wenn das Kind selbst wählen darf, dann ist es ja genderneutral!

Dass es einen Unterschied zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und dem sozialen Geschlecht (gender) gibt, sollte klar sein - hier spricht niemand vom biologischen Geschlecht :D

0

Vermutlich meint sie androgyn.
Gender-neutral ist eher denglisch.
Mehr eine Art Modefimmel für einen alten Hut.

jup, falls es ein junge ist, wird sie ihm autos und puppen zum spielen hinlegen und sich wundern, dass er trotzdem lieber mit autos spielen will.

Was möchtest Du wissen?