Was ist für mich eigentlich angewandte Politik?

4 Antworten

Das Erste, was Du erkennen solltest: Politik ist nicht nur ein Thema wie Umwelt sondern auch Soziales, Gesellschaft, Wissenschaft und Bildung, Landwirtschaft, Arbeit, Menschenrechte und Meinungsfreiheit, usw.

und noch viel wichtiger: das Zusammenspiel aller Faktoren/Themen muss funktionieren und Entscheidungen müssen ausbalanciert sein.

Damit die Politik und auch der einzelne Politiker diese Abwägungen und damit auch eine Entscheidung treffen kann, bedarf es Basismaterial. Er muss es vor sich und dem Volk ja begründen können. Dieses Basismaterial kann eine wissenschaftliche Abhandlung sein oder auch "nur" eine Umfrage unter den Wählern ohne weitere Faktensammlungen.

Mal ein kleines Beispiel: wir hatten in unserem Dorf mitten drin einen wunderschönen großen, alten Baum. Er spendete Schatten und man konnte an einem Brunnen auf einer Bank sitzen und den Vögeln lauschen. Eines Tages musste unsere Bürgermeisterin den Baum fällen lassen. Es gab einen "Volksaufstand" und jede Menge Streit im Dorf. Dass der Baum gefällt werden musste, weil er innen morsch war und umstürzen konnte oder Äste einfach abbrachen, war zwar schnell belegt, aber aufgrund der Emotionen wurde sogar eine Unterschriftensammlung durchgeführt, um den Baum zu erhalten.

Was ist nun wichtiger? Schattenspende und Nistplatz oder die Gefahr, dass jmd. verletzt wird? Wissenschaft gegen Emotionen. Wie soll sich ein Politiker da entscheiden?

Wie ist Deine Meinung mit "Deinem freien geistigen Willen" i.V.m. "Deiner persönlichen angewandten Politik" in so einem Fall?

Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene

Gute Antwort. Beschäftigt mich weitergehend. :-)

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Ich verstehe die Frage noch nicht ganz, aber anstatt auf hier im Internet, würde ich an deiner Stelle zu einem Treffen einer Partei deiner Wahl gehen. Da kommst du mit Leuten ins Gespräch und lernst Lokalpolitik wirklich kennen. Lokalpolitik wird in ihrer Releanz stark unterschätzt. Auf kommunaler Ebene kannst du auch nebenberuflich, quasi einmal im Monat als Hobby etwas bewegen. Mach das, die Demokratie ist Dir schon für den Willen politisch aktiv zu werden dankbar ;-)

Du gehörst zu den vielen Menschen, die ihre Lebensgewohnheiten nicht ändern möchten. Das du damit hilfst die Lebensgrundlage der Menschheit zu zerstören, willst du rechtfertigen.
Setz besser keine Kinder in die Welt. Sonst könnte dich dein(e) Sohn/Tochter in zwanzig Jahren fragen: "Warum hast du nicht bei den FFF oder den Grünen mitgemacht?"

Was willst du deinem/r Sohn/Tochter dann antworten???

Soll ich dem das so ganz genau sagen ??? Sonst verstehe ich es nicht

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Die Antwort könnte sein: ich habe mich wissenschaftlich/wirtschaftlich engagiert und damit etwas zur Gesellschaft und Umwelt beigetragen. Deswegen bin ich nicht auf eine Demo gegangen.

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"Was ist für mich eigentlich angewandte Politik?"

Wie sollten wir denn wissen können, was für dich was ist?

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