Was ist für Euch eine nachhaltige Beweidung zur Bildung von Humus und um damit zur Speicherung von CO2 beizutragen?


07.04.2020, 22:14

1.Spaltenböden und Beton, keine Weidehaltung, dennoch Biofleisch...

...oder

2.Rinder im Freien auf die Weide lassen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt keine "nachhaltige Beweidung". Bei Weidehaltung ist die Klimabilanz sogar noch schlechter als bei Intensivtierhaltung, weil Weiderinder pro kg Fleisch deutlich mehr Methan produzieren. 

https://www.blick.ch/news/schweiz/umwelt-fleisch-vom-weiderind-ist-umweltschaedlicher-als-aus-grossviehmast-id5185811.html  

https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/fleisch-vom-weiderind-ist-umweltschaedlicher-als-aus-grossviehmast-130376391

Zudem braucht man bei Vollweidehaltung 3,5 ha pro Kuh. Da kann man sich den exorbitanten Flächenbedarf leicht ausrechnen, wenn die Massentierhaltung durch Weidehaltung ersetzt werden soll.  

Ich bin da großteils ihrer Meinung und auf unsere üblichen Systeme trifft das auch zu aber es gibt ein Sytem das Wiederspricht dem was sie sagen.

Nennt sich mob Grazing. Man unterteilt eine weide in sehr viele Stücke und tut die Tiere immer für ein Tag in einen bereich so haben sie nichz die wahl sich das lecherste rauszusuchen und weil sie nur ein Tag dort sind trampeln sie nicht so viel runter. Am nächsten tag treibt man alle ins nächste feld und im vorherigen kann das gras schon wieder wachsen.

Das ist die effizienteste Art der Weidehaltung und es wird nebenbei auch sehr viel Humus aufgebaut weit aus mehr als die Tiere ausstoßen wird somit wieder an Co2 im Boden gebunden. Kann man somit aich auf Felder übertragen auf denen z.B. für ein Jahr etwas Gras wächst so könnten wir sehr viel Humus auf unseren Feldern aufbauen. Ist allerdings in Deutschland kaum Bekannt eher in Südamerika etc.

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@Michael300272

Was wenn 8 Milliarden Menschen Fleisch essen wollen? Wo soll das Fleisch den ganzen Tag über her? Wie soll das funktionieren auf den Weiden?

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@JaysonAK

Das würde locker gehen aber ich dachte deine Frage war wie man nachhaltig fleisch erzeugen kann. Und das beginnt schon bei der Futtererzeugung und wenn du da noch Bio willst wo du nur die hälfte ertrag hast und somit doppelt so viel land brauchst dann wird es natürlich knapp das alle satt werden da muss dann wohl regemwald abgeholzt werden

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@Michael300272

Wie soll das super gehen?
Ohne Intensivhaltungen würde man niemals in Lichtjahren hinterherkommen? Glaubst du Tiere sind einfach so da?
Wie soll man für 8 Milliarden Menschen auf der Weide Fleisch beschaffen, wenn wir nachhaltig erzeugen wollen und die Intensivhaltungen schließen sollten?

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@JaysonAK

Wie gesagt ih glaube stark dran wenn wir die gesamte Landwirtschaft nachhaltiger nachen wollen sollten wir erst mal von der ganzen intensiven Bodenbearbeitung weg und damit dann gemeinsam mit Tieren durch Stoffkreisläufe eine nachhaltige Landwirtschaft schaffen. Ich glaube da stark an mobgrazing und die Direktsaat aber da gelangem wir weit weg vom eigentlichen thema wenn ich jetzt anfang die Direktsaat zu erklären 😂 wenn ich jetzt versuchem würde dir des zu erklären wie ich glaube wie Landwirtschaft zukunft hätte, hättest du nen ganzen roman vor dir

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@Michael300272

Wer will aber aus Fleisch verzichten? Glaubst du 8 Milliarden Menschen würden wirklich einmal die Woche Fleisch essen?

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@JaysonAK

Gute Frage ich würde eben ähnlich weiter machen wie jetzt und eben teilweise auf die Weidehaltung umsteigen den das hat auch wieder vorteile.

z.B. kann man die Schafe den Weizen abgrasen lassen wenn er noch so ca. 20cm groß ist das sorgt dafür das er weniger Krank wird weil die Krankheiten abgefressen werden. Der Kot der Schafe regt das Bodenleben an was dann besser arbeitet so kann man schon mal eine Menge Pestizide sparen und der Klauen "tritt" auf den Boden regt den Weizen sehr zum Wachstum an so haben wir unsere Schafe gefüttert haben nachher mehr ertrag beim Weizen und sparen auch noch Pflanzenschutz und Dünger. Dann kann man nach der Weizenernte eine Zwischenfrucht säen die wächst und wächst und dann kann man irgendwann mal für kurze zeit da auch seine Schafe/ Kühe drauf lassen und das abgrasen lassen und das hilft wiederum dem Boden und die Tiere werden gefüttert.

So auf die art würde ich das ausbauen aber wahrscheinlich müsste man trotzdem teilweise die Tiere drinnen halten wo es eben nicht reicht aber durch die höheren Erntemengen durch solche Maßnahmen wie der Beweidung und anderen Maßnahmen wie weniger Bodenbearbeitung bzw. Direktsaat würden meiner Meinung nach dafür sogen das es weitaus nachhaltiger zugange geht.

so schlimm finde ich auch die Deutsche Stallhaltung im Allgemeinen nicht den Tieren geht es gut soweit man darf nie denken das die heimlichen Videos der Tierschützer die Norm ist. Den Welcher Landwirt würde den sein Tier Sterben lassen im Stall durch Verletzungen etc. Er möchte das Tier doch verkaufen wenn es tot ist verdient er nichts im gegenteil er verliert sehr viel Geld den die Gewinnspanne ist winzig. Deshalb arbeiten der überwiegende Großteil der Bauern so das es ihren Tieren gut geht. Hinter den Tieren steht auch immer eine Leidenschaft.

Wer auf einen Milchhof groß wird hat entweder die Leidenschaft dazu oder nicht, wenn nicht werden oft die Tiere verkauft und die Tierhaltung aufgegeben.

Aber diese Feed lots die es in Amerika etc. gibt sollte man verbieten. Es wird an die deutschen so verkauft als Ständen die Tiere auf einer grünen Wiese gerade das brasilianische Steak gilt bei uns ja sogar als delikatesse. aber das sind kleine Kästchen und da stehen viele Tiere drin aber nicht nur für ein tag sondern für immer deshalb wächst da schon kein gras mehr die Tiere fressen dann nur gensoja etc und bekommen Hormone gefüttert und Kaken alles auf diese "Wiese" und das geht dann sauber ins Grundwasser. das ist bestimmt nicht nachhaltig

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Nennt sich mob Grazing. Man unterteilt eine weide in sehr viele Stücke und tut die Tiere immer für ein Tag in einen bereich so haben sie nichz die wahl sich das lecherste rauszusuchen und weil sie nur ein Tag dort sind trampeln sie nicht so viel runter. Am nächsten tag treibt man alle ins nächste feld und im vorherigen kann das gras schon wieder wachsen.

Das ist die effizienteste Art der Weidehaltung und es wird nebenbei auch sehr viel Humus aufgebaut weit aus mehr als die Tiere ausstoßen wird somit wieder an Co2 im Boden gebunden. Kann man somit aich auf Felder übertragen auf denen z.B. für ein Jahr etwas Gras wächst so könnten wir sehr viel Humus auf unseren Feldern aufbauen. Ist allerdings in Deutschland kaum Bekannt eher in Südamerika etc.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen 😉

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Was wenn 8 Milliarden Menschen Fleisch essen wollen? Wo soll das Fleisch den ganzen Tag über her? Wie soll das funktionieren auf den Weiden?

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Nr.2 natürlich.

Wir Mulchen zb. Ist sehr effektiv um den Boden wieder aufzubauen und dauerhaft zu erhalten. Aber Speicherung von CO2? Alles was verrottet gibt CO2 ab.

Woher ich das weiß:Beruf – Ernährungstherapeut

Ich weiß nicht, ob dir das jetzt weiterhilft. Seit 7 Jahren habe ich Hühner und alle Gartenabfälle kommen auf den Hühnerhof. Nun hatte ich schon gemerkt, dass schon lange keine Sandboden mehr zu sehen war. Aber gestern habe ich angefangen, den Boden von Hühnerhof durchzusieben, damit ich neue Erde auf Beete bringen kann. Ich habe dabei festgestellt, dass sich bester Humus gebildet hat.

Oder sieht das nicht so aus?

 - (Ernährung, Chemie, Biologie)  - (Ernährung, Chemie, Biologie)

Du bist in meinen Augen Veganer und könntest dich auch so nennen.
Wenn du wirklich so lebst, wie Du mir es erzählt hast.

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@JaysonAK

Ich esse halt die Eier von den Hühnern. Aber ich lebe so, wie ich es schreibe und habe Freude daran. Gestern und heute habe ich Hokkaido, Rosenkohl, Karotten, Zucchini, Buschbohnen gesät. Wenn das alles kommt, werde ich viel zu essen haben. 🥕 Aber ich habe auch Katzen und die sind bestimmt nicht vegan.

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@JaysonAK

Jemand der Eier isst, ist nicht vegan.

Da er das Huhn immer noch als Nahrungsquelle und als Objekt ansieht.

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@Domimusic629

Lieber Domimusic629, meine Hühner sind KEINE Objekte! Sie haben ein richtig schönes Leben und ich werde es ihnen nie nehmen. Sind sind Mitbewohner auf diesem Stück Land und Mitarbeiter (siehe Humus) und ich bin ihnen sehr dankbar. Habe auch eine Bank vorm Hühnerhof, mache dort Pause und freue mich über sie. Hab auch ein Bank auf dem Hühnerhof und wenn ich dort sitze springen sie auf mich drauf und werden gestreichelt. Was meinst du, was die sich freuen, wenn ich wieder mit einer Schubkarre voll aus dem Garten komme!, obwohl noch reichlich Körner da sind.

Bis auf die ersten Hühner, die ich als Küken von einem kleinen Bauernhof geholt habe, sind alle irgendwie aussortierte Hühner, weil zu alt, Scheidungskinder, oder weil man sie einfach nicht mehr haben wollte. Ein paar sind auch hier geschlüpft und von ihrer Mutti großgezogen worden und auch der geschlüpfte Hahn ist mittlerweile vier Jahre alt und hat den ersten Hahn letztes Jahr als Chef abgelöst. Das ging ohne große Kämpfe vonstatten. Der Hühnerhof ist groß, es sind reichlich Hühner da und beide haben oft eine Schar Hühner um sich. https://www.youtube.com/watch?v=8E6_9ch02sI

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@Domimusic629
Jemand der Eier isst, ist nicht vegan.

Richtig. Vegan ist man nur dann, wenn man die gelegten Eier wegschmeißt und stattdessen Avocado aus Übersee importiert.

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@5Leonarda

Wie meinst du das? Also ernährst du dich mischköstlich?

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@EinAlexander

:) meinst Du? So ausgedehnt und exakt auf alles zu achten, hat die Originalfassung bzw. Definition von Veganismus nicht wiedergeben also demnach ja wer Avocado auch aus Mars importiert und isst bleibt vegan. Wenn die Eier freiwillig hergegeben wurden ist es auch vegan. Trotzdem würde ich nichts vom Tier essen weil Tiere für mich keine Nahrungsquellen mehr sind, obwohl das gekochte Eigelb echt immer geil war hahah - sorry aber war leider so. Leid Minderung steht für mich über aller Geschmäcker und Späße.

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@JaysonAK

Ja, sehr gemischt, aber nichts ausser Eier kommt vom Tier. Ich weiß, mischköstlich heißt auch "Fleischprodukte" und nein, die esse ich seit 6-7 Jahren nicht mehr. Das gelegentliche Stück Butter und den Ziegenjoghurt lasse ich seit einiger Zeit auch weg. Vor ein paar Monaten ist auch meine sehr alte Fischsauce alle geworden und jetzt habe ich No-Fish-Sauce gekauft.

Als "mischköstlich" habe ich jetzt die ganze großartige Palette an pflanzlicher Ernährung genommen. 😉

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@JaysonAK

Na ja, bis auf die Eier von den Hühnern eben. Aber du meinst, weil sie freiwillig hergegeben werden, sei das auch vegan. Ok! Ich schätze die Eier sehr und bedanke mich bei den Hühnern. Jeden Abend bekommen alle eine liebevolle Berührung und ich rede mit ihnen. Wenn manche dabei schon ihr Köpfchen unter dem Flügel haben, stört es sie trotzdem nicht, wenn ich sie anfasse.

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@JaysonAK
ja wer Avocado auch aus Mars importiert und isst bleibt vegan.

Prima. Denn wichtig ist schließlich nicht, ein Verhalten an den Tag zu legen, das Umwelt und Tierwelt schützt, sondern ein Etikett "vegan" tragen zu dürfen. Go vegan! Selbst wenn das auf Kosten der Tier- und Umwelt geht.

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@5Leonarda

Wenn es wirklich nur die Eier sind und die Tiere sich gerne in deiner Umgebung (nicht eingesperrt) freiwillig aufhalten sowie die Eier freiwillig hergeben quasi eine Symbiose daraus entsteht, finde es sogar eine moralische Sache.
Eigentlich sollte man verhindern, dass solche überzüchteten Tiere sich vermehren, weil die armen Tiere in der Wildnis alleine ohne die Hilfe der Menschen nicht mehr zurechtkämen. Es ist immerhin ein unschöner menschlicher Konstrukt.
Das sage nicht ich, sondern die Definition. Laut der Definition bist du Veganer.
Es gibt konsequentere Veganer, was auch gut ist aber man muss sich alles perfekt machen um sich vegan nennen zu können. Ich mache auch nicht alles perfekt, habe z.B. ein Handy, was auch nicht ganz umweltfreundlich ist.
Das mit den Katzen ist wiederum ein Widerspruch wieder in sich.

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@JaysonAK

Die Hühner sind schon eingesperrt auf dem Hühnerhof. Wenn die im ganzen Gelände wären, würden die Tabula Rasa unter sämtlichen Käfern, Würmern und Raupen machen und ich hätte kaum mehr Schmetterlinge, Marienkäfer.

Der Hühnerhof ist etwa 200qm groß.

https://www.youtube.com/watch?v=8E6_9ch02sI

Möglichst viele Insekten, Würmer usw. sollen am Leben bleiben. Die brauchen wir für unsere Symbiose...

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@5Leonarda
Die Hühner sind schon eingesperrt auf dem Hühnerhof

Vegan wäre es, den Zaun wegzulassen. Gut, dann würde die Tiere bald der Fuchs holen - aber sie wären nicht eingesperrt und das wäre dann vegan...

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@EinAlexander

Dann bin ich eben nicht vegan. Mir ist das egal. Wenn die Hühner übers ganze Gelände laufen würden, wäre es das Ende für Käfer, Würmer, Raupen und so weiter, aber die werden auch gebraucht. Da die Hühner abends sowieso in den Stall gehen, würde sie auch kein Fuchs holen. Der Hühnerhof ist ca. 200 qm groß, hat Büsche, Bäume, Unterstände und die fühlen sich wohl da. Und handzahm sind sie langsam auch. 😍

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@5Leonarda

Das ist ja alles schön und gut, du könntest die Eier aber auch einfach den Hühnern zum Essen geben.

Das Problem ist, dass du Hühner immer noch als Nahrungsquelle siehst und da fängt das Ganze ja an.

Diese Mentalität, dass wir Tiere als Nahrungsquelle ausbeuten sollten, ist bei dir nicht anders.

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Interessante Lebensweise aber ist es für die Buschbohnen nicht noch etwas zu früh? Oder ist bei dir der Boden schon so warm?

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@Michael300272

Ich hab die in Töpfe gepflanzt, eine Bohne in jeden Topf, und ein Gewächshaus hab ich auch. Und warm ist es hier sehr. Trotzdem hat es letzte Woche überraschend geschneit. Aber du hast schon Recht. Man muss ein Auge auf das Wetter haben!

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@5Leonarda

Ja ich bin mir ned sicher aber Buschbohnen müssten doch ähnlich wie Sojabohnen sein und die Brauchen 10° bodentemperatur

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@5Leonarda

Ja da wünsch ich dir viel Erfolg

wenn du sie draußen aussäen würdest würden sie wahrscheinlich kaputt gehen

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