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Ich finde die Frage sehr gut ;-)
Ich würde sagen:
Man hat einfach generell als Mensch so viel erreicht und das macht einen dann zu dem alten Menschen mit all den Erfahrungen....
Wenn man dan als z.B. 73-jähriger Rentner Knieschmerzen hat...sich in den Sessel fallen lässt und mal so darüber nachdenkt,was man alles erleben durfte..was man alles gemacht hat,dass man nun da im Sessel sitzt und nicht mehr der schnellste Flitzer ist haha...
Wenn man dann so einen Rückblick darauf haben kann,wie man gelebt hat...wie das Leben früher war...was sich verändert hat (viiieles wahrscheinlich)
Wen man kennengelernt hat...zu welchem Menschen man geworden ist...
Vom 6-jährigen Murmelsammler zum 73-jährigen Rentner,mit Knieproblemen :))

Das man einfach seine eigene ganze Geschichte durchgelebt hat und nun zum (hoffentlich)happy-end kommen kann...

Das hat irgendwie was Schönes aber es ist auch traurig...traurig schön

Während des Älterwerdens ist die partielle Vernunftresistenz ein großer Vorteil, weil sie bestens vor Panikattacken schützt, welche die meisten regelmäßig hätten, wenn sie schon während des Älterwerdens bereits die Einsicht hätten, die sie haben werden, wenn sie im hohen Alter sind.

Sehr alte Menschen kommen zumeist zu der Einsicht, wie sinnlos alle ihre vorherigen Bemühungen waren, die Übel zu verhindern, mit denen sie im Alter dennoch leben müssen, und daß es ihnen wahrscheinlich deutlich besser erginge, wenn sie alle die Sinnlosversuche unterlassen hätten und stattdessen frühzeitig das bedacht hätten, was man im Alter wirklich braucht.

Dadurch entsteht dann auch die Altersweisheit, daß es all denen, die es noch ganz anders sehen, irgendwann ebenso ergehen wird.

Ob solche Aspekte schön sind, kann dahingestellt bleiben und ist vielleicht ein wenig davon abhängig, wie stark der Hang zur Schadensfreude im Alter noch ist.

Ansonsten scheint recht allgemein das Schönste am Älterwerden zu sein, daß Menschen dann auch immer geschickter darin werden, sich die Dinge schönzureden.

Ich persönlich finde daran nichts gut. Aber wirklich schön finde ich, daß man auch als ätererer Mensch hin und wieder auch noch mal einem jüngeren Menschen begegnet, der das, was sich hinter dem Tellerand befindet, nicht für eine lebensbedrohende Gefahrenstelle hält.

Die Grausamkeiten und Erlebnisse verblassen. Positive Erlebnisse bleiben stärker im Vordergrund erhalten und fühlbarer in der Erinnerung.

Ich bin ein alter Mann. Habe Höhen und Tiefen in meinem Leben erlebt und bin mit meinem Leben rückblickend ganz zufrieden. 

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