Was ist Freie Erziehung und was gehört dazu?

4 Antworten

Da haben sie Recht, dass es nicht okay ist, Kindern alle Aufgaben abzunehmen, nur weil es schneller geht. Kinder sollten Selbständigkeit lernen, sie sollen Stolz darauf sein können, es selbst geschafft zu haben. Wenn man ihnen dauernd alles abnimmt (Brot rausholen, Stuhl zurecht rücken), dann können sie es auch nicht lernen. 

Den Begriff der freien Erziehung gibt es in den Sozial- und Erziehungswissenschaften nach meiner Kenntnis so tatsächlich nicht, dürfte aber dem Begriff der antiautoritären Erziehung am nächsten kommen oder ggf. auch so in die Waldorf- oder Monessori-Schiene passen. Eine antiautoritäre Erziehung muss aber auch nicht zwingend bedeuten, dass es keine Regeln und Grenzen gibt- nur sollen sich die Kinder eben innerhalb der Grenzen und Regeln völlig frei bewegen können.Ich persönlich sehe das in Gänze durchaus kritisch, auch wenn ich die Grundidee zum Teil richtig finde. Ich würde immer sagen: So viele Regeln wie nötig aber so wenig wie möglich. Bei Regelüberschreitungen klare, verständliche, altersgerechte und unmittelbare Konsequenzen. Ich persönlich finde aber die Äußerung mit dem übergriffig und respektlos schwachsinnig- wenn die Zeit da ist kann man das ein Kind schon durchaus selber machen lassen und sollte Kinder auch generell ermutigen viele alltägliche Aufgaben selber mal auszuprobieren- was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass man das Kind nicht unterstützen dürfte oder diesem auch mal Aufgaben abnimmt.


Das sehe ich schon auch so, die Leitung setzt da vielleicht auch einen zu großen Schwerpunkt. Im Alltag lasse ich den Kindern auch bei alle Zeit und ermutige zur Selbstständigkeit. Aber diese Situation war in einem Moment wo ich in Eile war und ich das Kind nicht alleine da sitzen lassen wollte, ohne Unterstützung.

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Soweit ich es weiß, bedeutet Freie Erziehung, dass man dem Kind Zeit und Raum lässt, damit es selbstständig Sachen erledigen kann, ohne dass die Eltern z.B. dazwischen funken und versuchen etwas zu verbieten.

Man lässt dem Kind alle Freiheiten, sodass es auch eigene Fehler machen kann und stellt keine Verbote und Regeln auf.

Was hälst du davon? Sind Grenzen nicht total wichtig? Hab das so gelernt.

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@Doreo1

Ich persönlich habe von meinen Eltern Regeln aufgezeigt bekommen und auch wenn mir das nicht immer gepasst hat, als ich jünger war, kann ich es heute nachvollziehen und bin bei manchen Sachen froh darüber. 

Zu viele Verbote und Regeln finde ich nicht so gut, weil es meiner Meinung nach eher dazu führt, dass man diese dann brechen will. Ich finde es sollte schon gewisse Regeln geben, weil manche Kinder sonst außer Kontrolle geraten können. Man sollte ihnen aber auch Freiraum geben, damit sie selbstständig  und eigenständig handeln können. Es muss eine Balance zwischen Freiraum und Regeln geben. Das ist meine Meinung. :)

Um nochmal auf kleine Kinder zurückzukommen, bei ihnen dauert es vielleicht manchmal etwas, bis sie etwas selbstständig erledigt haben, aber so lernen sie es dann zum Teil, als wenn jemand anderes immer alles für sie erledigt. Ich kann aber auch verstehen, dass du dem Kind schnell hilfst, wenn es anfängt zu diskutieren, weil das ja auch etwas nervenaufreibend sein kann.

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@Doreo1

Aber keine willkürlich gesetzten Grenzen, weil "man" etwas so macht.

Persönliche Grenzen (ich will nicht gehauen/angeschrien werden) oder sachliche (Dinge dürfen nicht zerstört werden).

Das würde ich aber nicht unbedingt als Regel oder Grenze bezeichnen.

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