Was ist falsch an der übelegung des Josephspfennig

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6 Antworten

Die reine Berechung ist richtig. In einer realen Ökonomie würde das so nicht passieren. Wenn jemand Zinsen bekommt, muss es immer jemanden geben, der bereit ist, die Zinsen zu zahlen. Die Bank, die Josefs Konto führt, hätte zunehmende Probleme noch Kreditnehmer zu finden, wenn Josefs Guthaben immer mehr wächst. Sie kann also nicht mehr verleihen, weshalb der Zins sinkt. Der Zins wird daher gegen Null konvergieren. Das Vermögen wird also nicht mehr wachsen. Dann merkt Josef (oder seien Erben) vermutlich, dass es besser ist, sich von dem Geld was schönes zu kaufen, da er nichts davon hat, wenn es auf der Bank rumliegt. Der Fehler ist also, dass es nicht realistiesch ist, einen konstanten Zins zu unterstellen.

Falsch ist daran, das immer unterschlagen wird das dieser Effekt nicht nur bei Banken, sondern bei allen Unternehmen auftritt. Wenn Siemens jedes Jahr 5% Rendite macht, und dieses Geld wieder investiert, tritt der selbe exponentielle Effekt auf.

Also, mathematisch ist das korrekt. Bei Zinseszinsen kommt über die Jahre echt Geld zusammen. In der Realität wird es aber wohl unmöglich sein seit der Geburt Christi das Geld über alle Krisen zu schaukeln und das es vorher keiner ausgibt. Deshalb Gedankenexperiment.

Am Josephspfennig ist nichts falsch. Falsch ist die Wachstumsideologie unserer Ökonomen. Der Josephspfennig zeigt nur, dass es ewiges Wachstum nicht geben kann. Wir sollten uns überlegen wie wir in Zukunft ohne Wachstum auskommen können.

Es ist leider praktisch nicht möglich, da es durch die Inflation nicht funktioniert und keine Währung der Welt so lange bestehen wird. Währungen verlieren kontinuierlich an Wert, der Dollar hat bspw. seit 1913 über 90% an Kaufkraft verloren. Irgendwann wird auch der Dollar entwertet und es kommt eine neue Währung. Übrigens, Gold hat im Gegensatz zu jeder Papierwährung immer seinen Wert behalten. Mehr zum Thema auch unter: http://goldsparplan.wordpress.com/geld-verfallt-schneller-als-zins/

Was sollte mathematisch daran falsch sein? Ich halte das für eine korrekte Berechnung. Nur möchten viele Menschen das nicht gerne wahr haben, denn dann müsste man beginnen unser Finanzsystem in Frage zu stellen.

Suche nicht den Fehler in der Rechnung, sondern suche den Fehler in der praktischen Umsetzung.

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