Was ist EURER MEINUNG NACH "Sünde"?

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23 Antworten

Sünde ist für mich die Absonderung des Menschen von Gott. Dass der Mensch von Gott getrennt ist, bezeichnet gewissermaßen den Naturzustand des Menschen und wird in biblischer Terminologie durch die "Erbschuld" ausgedrückt: Von sich aus kann der Mensch keine Gemeinschaft mit Gott oder dem Göttlichen herstellen. Jeder Versuch, dies durch eigene Anstrengungen zu erreichen, verweist ihn nur wieder auf sich selbst zurück.

Für mich ist weniger das Konzept Sünde elektrisierend, sondern vielmehr der Glaube daran, dass Gemeinschaft mit Gott durch die Gnade Gottes möglich ist, eben die Vergebung der Sünde(n), mithin die Erlösung: Das Ende von allem eigenen Bemühen, über sich hinauswachsen zu wollen und sich selbst übertreffen zu müssen. Ruhe.

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Sünde hat für mich nicht so sehr etwas mit individuellem Fehlverhalten zu tun, sondern mit einer existenziellen Grundausrichtung des Menschen. Für individuelle Fehler oder einzelne gute Vorsätze gibt es die Ethik, die niemals religiös begründet sein darf, sondern immer durch Vernunft.

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Wenn ich gegen etwas handele, was ich für gut empfinde, also mich gehen lasse und Hass, Wut und Zerstörung an anderen auslebe, meinen destruktiven Vernichungswillen nicht bremse, mich nicht beherrsche, sondern zur persönlichen Pseudo-Erleichterung freie Fahrt lasse. Das ist dasjenige, was ich als Sünde empfinde, wenn meine negativen Emotionen nicht kontrolliert werden, sondern andere schaden.

Sünde ist auch, wenn ich erkenne, dass etwas falsch ist, und ich diese Erkenntnis verdränge, mich belüge, mit mir selbst argumentiere, bis meine Erkenntnis benebelt ist, dass ich falsch von wahr nicht mehr unterscheiden kann, um befreiten Gewissens dasjenige zu tun, was mein Gewissen mir vergällen wollte.

Im Prinzip: Immer gegen das als wahr und gut erkannte zu handeln (subjektive Sünde).

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Ich glaube nicht an Gott,  und dementsprechend hat das Wort Sünde keine religiöse Dimension für mich. Sünde ist für mich zu übersetzen mit "unmoralische Tat". Oder auch "Fehler", also wenn ich denke, dass es ein Fehler war, etwas zu tun (und ich das gewusst habe), dann ist es eine Sünde für mich. 

Sünden sind z.B.:
- sinnlose Gewalt, sinnlose Restriktionen (z.B. ist es für mich eine Sünde, dass in vielen Ländern Homosexualität unter Strafe steht), kriminelle Dinge wie klauen, Steuerhinterziehung usw.
- Menschen ausnutzen (wobei "ausnutzen" ja schwer zu definieren ist, aber z.B. für einen Hungerlohn anstellen)

aber auch Dinge, die in den persönlichen Bereich fallen, können Sünden sein. z.B. Aufschieberitis.

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"Sünde" ist für mich ein Konstrukt speziell der Priester, um Menschen in ein Schuldgefühl zu lancieren, so dass sie sich erlösungsbedürftig fühlen. Eben dies Gefühl ist für den Priester günstig, weil er dann seine Forderungen anbringen kann, um den Menschen von seinen Schuldgefühlen zu befreien. Er gewinnt dadurch Macht und Einfluss.

Man kann also sagen, dass durch die Konstruktion der Sünde ein Bedarf erzeugt wird, mit dem sich eine Berufsgruppe ihre Daseinsberechtigung sichert. 

Unabhängig davon gab und gibt es natürlich das gemeinschaftsschädigende Verhalten. Schon immer standen der Raub, die Tötung des Gruppenmitglieds oder die eigennützige Lüge auf der Liste der zutiefst abgelehnten und geächteten Verhaltensweisen. Aber die Sünde ist eine rein religiös eingeführte Größe, die die Schuldzusprechung gegenüber der Gottheit etabliert, die folglich besonders verwerflich ist und das "Seelenheil" des jetzt als Sünder deklarierten Menschen massiv in Frage stellt.

Somit kann ein nicht gläubiger Mensch auch nicht sündigen, er kann nur verwerfliche Taten begehen, die ihm die Ablehnung seiner Mitmenschen eintragen.

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Röm. 7,7
Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt als nur durch Gesetz. Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewußt, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: "Du sollst nicht begehren

Röm. 3,20
Darum: aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz Erkenntnis der Sünde

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Ich bin Christ und denke dass Sünde alles ist, was wir tun und es danach bereuen. Also sozusagen im unbewussten tun!

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Mit sogenannten Sünden, profitierten in erster Linie die Päpste in Rom aus der Renaissancezeit.
Der Sünden-Ablass-Handel (von Sünden freikaufen) schwemmte den Päpsten in Rom aus ganz Europa beträchtliche Geldsummen in die Kasse.

Gesellschaften funktionieren durch Gesetzesvorschriften und Rechte, wo Fehlverhalten entsprechend geregelt wird. 


Sünden sind religiöser Humbug.

Hier im Forum kann man sehr gut beobachten wie heute immer noch sehr viele Menschen zu Sünden-Fragen sehr verunsichert sind. 
Speziell in der Islam-Ecke gibt es die verrücktesten Fragen.
Zähne putzen ohne Wasser bei Ramadan, Muslimin darf keine Banane essen in der Öffentlichkeit, ............

Homosexualität, Masturbation, usw, ....nichts weiter als verkorksten Moralvorstellungen, von naiven Religonen geprägt.

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Im eigentlichen Sinn ist Sünde alles, was Vertreter der jeweiligen Religionen als solche erklären. Ein Nichtgläubiger hat also keine Sünden

Allerding wurde die "Sünde" im übertragenen Sinn in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen, als Symbol für alles, wozu einem das Herz rät, wovon die Vernunft aber abrät. Jeder versteht den Ausdruck "dieser Mann/diese Frau ist eine Sünde wert".

Oder "es wäre eine Sünde, diesen Kuchen nicht zu essen". Wenn ich ihn esse, kann es aber auch eine Sünde sein - eine Diätsünde. Manchmal entkommt man der Sünde eben nicht, wenn sowohl eine Handlung als auch ihr Gegenteil "Sünde" (im symbolischen Sinn) ist.

Im symbolischen Sinn sündige ich öfters.

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Für mich ist Sünde jeder Fehltritt gegen die 10 Gebote. (Ja, ich bin Christin... xD) Aber die größte Sünde ist für mich Gott zu vergessen oder gegen Jesus' Gebot: "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst." zu verstoßen.

Ich weiß, das ist jetzt sehr theogloisch, aber es ist mein empfinden.

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Kommentar von DerBuddha
29.08.2016, 17:29

1. sind die 10 gebote schon mal NICHt von einem märchengott, sondern uralte gebote, die das leben innerhalb eienr sippe, eines clans garantieren soltlen...........:)

2. sind die gebote nur RELATIV.......... denn es kommt immer auf verschiedene faktoren an, die dann für den betroffenen "sünde" wäre...........selbstbefriedigung z.b. ist KEINE sünde, sondern NATÜRLICH und gesund............ das gebot, dass man nicht stehlen soll, ist in vielen ländern keine sünde, sondern lebensnotwendig..........so kann man es ewig weiterführen...............selbst serienmörder haben ihren eigenen speziellen grund, für sie ist es keine sünde, sondern oft sogar eine von gott oder wem auch immer befohlene glaubenstat................:)

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Sünde= Zielverfehlung
Alles was nicht Gott ehrt.
Nicht einzelne taten wie lügen, stehlen etc. sind dür mich Sünde. Sondern die Tatsache das wir Unrein sind seit dem Sündenfall  ist für mich Sünde.

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Kommentar von DerBuddha
29.08.2016, 17:32

wenn man an märchenfiguren glauben will.........*g*

mal religiös geschrieben:

gott hätte selbst eine große sünde begangen, denn er wollte den menschen unwissend und dumm halten und hat dann den menschen dafür bestraft, dass er sich wissen aneignete............ die grösste sünde ist es nämlich, menschen ungebildet zu lassen.............:)

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Kommentar von reisil95
29.08.2016, 17:36

das ist deine Ansicht:) Ich sehe das Leben als Geschenk von Gott! Er hat uns den freien Willen geschenkt.

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Kommentar von reisil95
29.08.2016, 21:23

Das ist von mir aus gesehn Falsch!!!
Der frei Wille haten wir schon immer! Und das Leben ist ein Geschenk Gottes! Auch die Eltern sind ein Geschenk Gottes!
Seit dem Sündenfall ist der Herrscher DIESER Welt nicht mehr Gott sondern Satan! Und Satan ist mächtig! Logischerweise will Satan ins mit allen Mitteln beeinflussen, dass wir das böse tun! ALLES schlechte auf der Welt ist von Satan! ALLES gute ist von Gott! Wir sind mitten einem geistigen Kampf wo wir von beiden Seiten beeinflusst werden! Aber der freie Wille zu entscheiden waa wir tun oder nicht haben wir immer! Es ist nicht Gott der sich von uns entfernt hat! Nein! Wir haben uns beim Sündefall entschieden ohne Gott zu leben! Kein Wunder herrscht hier Dunkelheit! Aber mit dem Tod von Jesus am Kreuz schafft Gott nochmal die Möglichkeit zu Ihm zurückzukehren! Aber auch hier: Wir haben den freien Willen ob wir Jesus annehmen od. nicht! Jesus ist DER Weg DIE Wahrheit und DAS Leben!

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Man kann "Sünde" nicht aus dem theologischen Kontext lössen. Denn nur dort ist sie angesiedelt.

Sünden sind Verstöße gegen einen theistisch intendierten Normenkatatalog. Diese Normen werden i.d.R. durch sogenannte "Propheten" von einer höheren Macht aufgestellt und dürfen nicht in Frage gestellt werden.

Nur wer sich einem solch dogmatischen System unterwirft, kann auch im Sinne des Regelwerks Sünden begehen.

Ich als Atheist bin komplett ohne Sünde, weil mir all solche Regelwerke obsolet sind.

Von menschlichen Gemeinschaften gemeinschaftlich verfasstes Recht, das in Gesetzen Niederschlag findet und diversen Kontrollgremien unterliegt, ist etwas völlig anderes. Verstöße gegen diese Normen sind keine Sünden, sondern Vergehen.

Das gilt es auseinander zu halten.

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Kommentar von Abahatchi
29.08.2016, 21:13

endlich mal ein sinnvoller Beitrag von Dir....äh.. ich meine, endlich mal wieder bzw. immer noch.

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Kommentar von Respawn618
30.08.2016, 20:08

Ich als Atheist bin komplett ohne Sünde, weil mir all solche Regelwerke obsolet sind.

So isses.

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sünde ist dass, was menschen aus ihrem weltbild, ihren moralischen vorstellungen und ihrer, meist intoleranz zu anderen dingen, als sünde betrachten.......sünde in diesem sinne gibt es also nicht, da es nur begriffe von menschen sind, um dinge betiteln oder einteilen zu können und wie schon geschrieben, dass geschieht dann immer nur aus deren gesichtspunkten, ist also realtiv..........:)

beispiel:

selbstbefriedigung ist im religiösen glauben eine sünde, in wahrheit jedoch völlig normal und sogar gesund................*g*

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Gar nichts.

Eine Sünde wäre eine bewusste "Straftat" gegen Gott, da es aber keinen Gott gibt, kann man auch nicht sündigen.

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Kommentar von Internetzugriff
29.08.2016, 14:40

Woher willst du das wissen, das es keinen Gott gibt? Bist du dir so sehr sicher das die Affentheorie stimmt?

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Wenn man weiß, etwas ist falsch und es trotzdem tut. 

Wenn wir zu wenig uns bemühen, zu wenig lieben.

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Ich bin Buddhist und für mich gibt es das religiöse Konzept der "Sünde", im Sinne einer Übertretung göttlicher Gebote nicht, da ich auch nicht an einen Gott glaube.

Meiner Meinung nach gibt es lediglich "Fehlverhalten", mit dem man sich selbst, oder anderen Wesen, auf irgendeine Weise Leiden zufügt.

Wäre ich ein Raucher, würde ich mir selbst Leiden zufügen. Im Fall von Untreue würde ich auch meiner Partnerin Leiden zufügen.

Auch durch unkontrolliertes Konsumverhalten verursacht man anderen Wesen auf unterschiedliche Weise Leiden.

Das sind Beispiele von Fehlverhalten, die ich jedoch nicht als "Sünden" bezeichne.

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Eine Sünde ist für mich, wenn ich etwas tue, wovon ich weiß, dass es falsch ist. Ganz unabhäng, ob religiös oder weltlich...

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Kommentar von DerBuddha
29.08.2016, 17:26

das wäre keine sünde sondern einfach nur dumm..........*g*

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Für religiöse Menschen sind Sünden dann Sünden, wenn man etwas tut, was im der jeweiligen Religion verboten ist.

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Hallo Sylvestra

Deine Frage kann ich DIr ganz schnell beantworten.
Alles, was gegen G'ttes Wort ist, das ist Sünde. Hier lassen sich etliche Seiten schreiben, doch ich möchte es DIr nicht unnötig schwer machen

Ich wünsche Dir alles alles Gute

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Als nicht wirklich gläubige Christin ist Sünde für mich schlicht und einfach das, was anderen Lebewesen willentlich Schaden zufügt. Ob das nun ein Mord ist oder "nur" Diebstahl, man sündigt meiner Meinung nach gegen die Moral und sich selbst.

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