Was ist eurer Meinung nach momentan das größte Problem an unserer Diskussionskultur, online wie auch offline?

18 Antworten

Man muss sich im klaren sein, dass Online, Social Media sowie Medien generell nicht die Wirklichkeit abspiegeln. Wobei einige Impfgegner auch schon im realen Leben auf den Keks gehen mit immer ihren selben debunkten Floskeln.

Um auf die Frage einzugehen:

Was ist eurer Meinung nach momentan das größte Problem an unserer Diskussionskultur, online wie auch offline?

Das Lagerdenken. Jeder ist Umgeben von Ja-Sagern. Bubble-Bildung.

Viele Impfgegner denken, sie wären was heißem auf der Spur, sind sie aber nicht. Sie sind getäuscht darin, rebellisch und "differenziert" zu sein und implizieren damit sogar, die Befürworter wären.

Viele Wokeisten denken, sie hätten die absolute Moral und sind nicht bereit davon abzukommen.

Was hörst du heraus? Überheblichkeit.

Gemeinsam mit der Uneinsichtigkeit ist dass das Schlimmste.

Schlussendlich. Lange Rede, kurzer Sinn:

  1. Dass Leute gerne alles als Meinung darstellen, obwohl eine Seite mit Fakten ankommt und sich rausreden will mit "Ist doch meine Meinung" (Uneinsichtigkeit)
  2. Oftmals nachgeplapperte Meinung auf Meinung trifft
  3. Lagerdenken, dass Leute nicht aufeinander respektvoll zuegehen.
Viele Impfgegner

Aber nicht alle, wollte ich nur anmerken. Es ist auch immer ganz wichtig, nicht zu pauschalieren. Ich wollte das nur noch mal erwähnen.

0
@DoctorInge

Naja im Bezug auf Corona bist du de facto ein Impfgegner, wenn du die Impfung verweigerst.

0
@Rakey269

Aber nicht alle Impfgegner sind Nazis, Maßnahmenverweigerer, Schwurbler, Wissenschafts- und Demokratiefeinde, darum geht es mir. Ich bin nichts davon, außer jemand, der die Corona-Impfung abgelehnt hat.

Ich bin auch nicht prinzipiell dagegen, wenn sich andere damit impfen lassen, habe ich überhaupt kein Problem damit und rede da auch keinem rein. Ich sah sie nur für mich persönlich nicht als nötig an.

0
@DoctorInge

Wer sagt sowas?

Wurdest du einmal im echten Leben als irgendetwas davon betitelt?

0
@Rakey269

Im echten Leben nicht direkt, aber ich habe öfters ziemlich fiese Gespräche über Leute mitbekommen, die die Corona-Impfung verweigerten. Da hörte ich neben mir so Dinge wie "denen sollte man im Krankenhaus die Sauerstoffmaske abreißen, damit sie verrecken" und das finde ich jetzt auch nicht gerade netter, wie das, was ich oben beschrieben habe.

Es gab auch schon Lehrerinnen, die direkt in der Klasse im Unterricht äußerten, Corona-Impfgegner befänden sich in einer selbst geschaffenen Blase, so wie Putin. Das finde ich auch höchst problematisch angesichts des Ukrainekrieges, vor Allem, wenn das auch noch vor einer Klasse geäußert wird, in der ein oder zwei Ungeimpfte sitzen und die Stimmung diesbezüglich teilweise eh schon grenzwertig war.

Online höre ich diese "Argumente" allerdings andauernd. Generell online, nicht nur hier. Wenn man Kommentare unter Zeitungsartikel liest, dann wimmelt es nur von solchen Ausdrücken.

0
@DoctorInge

Das kommt nunmal von daher, dass damals zur Delta-Zeit, die Infektionsweitergabe unterbunden worden war dank Impfstoff und es sogar jetzt während Omikron ist sie noch in den ersten Monaten gegeben.

Es hier nicht nur um den Infektionsschutz, sondern darum, dass Krankenhaus-Plätze nicht unnötig eingenommen werden, nur weil jemand aus Unlust sich gegen eine Impfung entschied. Denn wissenschaftlich oder medizinisch spricht genau nichts gegen eine Impfung.

Für junge Menschen fällt der Aspekt weg, von daher war das ein unmögliches Verhalten von „den Befürwortern“

0
@Rakey269
Das kommt nunmal von daher, dass damals zur Delta-Zeit, die Infektionsweitergabe unterbunden worden war dank Impfstoff und es sogar jetzt während Omikron ist sie noch in den ersten Monaten gegeben.

Sie war nie komplett unterbunden, das wurde auch bei Delta nicht behauptet. Aber sie war stärker verringert als bei Omicron, das stimmt.

Es hier nicht nur um den Infektionsschutz, sondern darum, dass Krankenhaus-Plätze nicht unnötig eingenommen werden, nur weil jemand aus Unlust sich gegen eine Impfung entschied. 

Tja, in Österreich wurde von einigen Ungeimpften vorgeschlagen, einen Zettel zu unterschreiben, um im Ernstfall nicht behandelt zu werden. Das widerspricht doch dem "öffentlichen Egoismus-Argument", dass die Ungeimpften auf die anderen Patienten kacken würden?

Außerdem, Unlust ist sicher nicht das Motiv für eine nicht erfolgte Impfung.

Denn wissenschaftlich oder medizinisch spricht genau nichts gegen eine Impfung.

Ja, aber nur weil wissenschaftlich nichts dagegen spricht, heißt das nicht, dass sie sich auch jeder abholen muss.

von daher war das ein unmögliches Verhalten von „den Befürwortern“

Find ich auch. Vor Allem Lehrkräfte sollten Vorbilder sein und aufpassen, was sie äußern.

0

Ich persönlich sehe kein Problem in der Diskussionskultur. Bei mir im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis wird normal diskutiert und andere Meinungen werden akzeptiert. Selbst wenn sich mal gestritten wird, wird sich wieder vertragen und gut ist.

Was Social Media anbelangt: Social Media ist nicht die Realität. Im Internet verhalten sich Menschen anders als von Angesicht zu Angesicht in der Realität. Vor allem sind im Internet viele "kaputte" Menschen, die ihren privaten Frust anonym an anderen herauslassen. Das sollte man daher nicht an sich heranlassen.

Viel wichtiger ist, dass wir sachlich, höflich und faktenbasiert diskutieren. Auch brauchen wir Empathie, um uns in die andere Person hineinzufühlen. Egal, wie unsinnig die Meinung einer Person erscheinen mag, man sollte die Person nicht demütigen, sondern Verständnis zeigen und mit sachlichen Fakten die Person aufklären.

Ein perfektes Zitat zum Abschluss:

Wenn wir irgend etwas unterschätzen in unserem Leben – dann ist es die Wirkung der Freundlichkeit.

Marc Aurel

dass Viele nicht verstehen, dass es einfach andere Perspektiven und Meinungen gibt. wir werden nie gleicher Meinung sein. und das ist okay so, denn nicht die Vielfalt der Perspektiven sind das Problem, sondern wie einige Menschen damit umgehen. von Beleidigungen, Ausgrenzung bis hin zu Gewalt, Mord und Diskriminierung gibt es leider zu viel. jeder hat anders gelebt und wird anders leben, das muss man verstehen bevor man Andere für ihre Meinung diffamiert

Da stimme ich dir zu, sehr gute Antwort.

3

Es gibt aber Fakten. Wenn man nur aus Bauchi-Bauchi sprichst, kannst du nicht beuqmerweise dich mit der Platitüde rausreden "Ja aber das ist meine Meinung"

Viele Reden aneinandervorbei und in den seltesten Fällen, diskutieren Menschen auch wirklich miteinander. Oft sehe ich hier, wie z.B ohne Quellen diskutiert wird. Was ist das für eine Diskussion von der ihr redet?

0
@Rakey269

dass es einen Unterschied zwischen Meinung und Fakt gibt, sollte dir klar sein. und dass ich über Meinungen sprach, sollte dir ebenso klar sein

0
@LordFlakko

Dir sollte klar sein, dass ich weiter denke. Es gibt viele die Fakten nicht verstehen oder einfach nur Gehörtes weiterplappern. Oder sich gerne rausreden mit "Lass uns doch einfach darauf einigen, dass wir unterschiedlicher Meinung sind, obwohl das so ein Moment ist, wo Sie sagen müssten ok, du hast recht."

0
@Rakey269

nein, du denkst nicht weiter. ich habe über Meinungen geredet, nicht Fakten

1

Der Respekt. Man sollte immer respektvoll miteinander sein und nicht gleich Beleidigen... XD. 🤷🏻‍♀️.

Rechte werden ständig als Nazis beschimpft, und Linke gleich mal als Sozen.

Diskussionen eskalieren schnell und bald fliegen die Beleidigung statt den sachlichen Argumenten.

Was möchtest Du wissen?