Was ist eurer Meinung nach die langfristig günstigste Variante, einen Keller zu heizen??

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7 Antworten

Aus Kostengründen (Betriebskosten) sollte die vorhandene Heizanlage um einen Heizkreislauf für den Keller erweitert werden, denn das Heizen mit Strom kostet ein vielfaches.

Da der Keller ganzjährig durch die erdberührten Kellerwände "gekühlt" wird, sollte eine leichte Beheizung des Kellers auch ganzjährig funktionieren. Das hat nichts mit Energieverschwendung zu tun, eher mit Kondensatvermeidung, denn die (sommerliche) Kondensatbildung aus der Raumluft an den erdberührten Kellerwänden sorgen vielmals für Auffeuchtungen der Kellerwände mit dem entsprechenden Dämmwertverlust.

Die Trocknung der durch warmfeuchte Sommerluft befeuchteten Kellerwände durch das Beheizen zu Beginn der Heizperiode würde sowieso wieder zum erhöhten Heizenergieverbrauch führen, denn die Feuchte (das Wasser) braucht zum Verdunsten Energie. Daher ist es sinnvoller, sommerliche Luftfeuchtigkeiten erst gar nicht an den Wänden kondensieren zu lassen. Auch dient das der Schimmelvermeidung.

Zur Oberflächenkondensatvermeidung ist es sinnvoll die Oberflächentemperatur nahe der Raumlufttemperatur oder sogar darüber zu halten, denn dort, wo sich Luft vor einer kühleren Oberfläche abkühlen kann, entstehen höhere relative Luftfeuchtewerte, was zu einer höheren Wandoberflächenfeuchte und damit letztendlich zu einer höheren Wandfeuchte mit geringerem Dämmwert führt.

Daher sollte unbedingt penibel darauf geachtet werden, dass die gesamte durch das Erdreich gekühlte Wandoberfläche ausreichend erwärmt wird. Auf die Erwärmung durch lufterhitzende Heizkörpertechnik muss hier verzichtet werden, denn die erwärmte Luft, die sich auf dem Weg durch den Raum mit Wohnraumfeuchte anreichert, überträgt die Wärme auf die kühleren Wandbereiche, wobei die Luft auskühlt und für höhere Feuchten im Wandoberflächenkontakt sorgt.

Einzig die Warmluft aus vor der Wandoberfläche montierten hydraulischen Heizleisten (mal googeln) erwärmt direkt die Wandoberfläche ohne sich vorher im Raum mit Wohnraumfeuchte anreichern zu können. Daher sind die Heizleisten optimal für die Erwärmung von Wandoberflächen zur Kondensat- und Schimmelvermeidung geeignet. Durch die Wärme auf der Wandoberfläche wird vor dieser für trockene Luft gesorgt, was die Wand trocknet und für einen gehobenen Dämmwert mit geringen Heizkosten sogt.

Im Kellerbereich bietet sich jedoch auch die Temperierung nach Großeschmidt (mal googeln) an, wobei ein Heizrohr direkt im Sockelbereich dicht unter dem Putz (innen) der Kellerwände verlegt wird und hier durch Wärmeeintrag für eine thermische Feuchtesperre sorgt und nachfolgend durch einen aufsteigenden Warmluftstrom vor der inneren Wandoberfläche auch für eine Austrocknung der Wände. Diese Heizrohrschleife (Temperierschleife) wird über eine Rücklauftemperaturbegrenzer ganzjährig mit geringer Heizleistung betrieben. Über zusätzliche thermostatgeregelte Heizrohrschleifen lässt sich die Raumtemperatur individuell regeln.

Generell lässt sich mit der geeigneten Heiztechnik hochwertiger Wohnraum im Kellerbereich schaffen, der bei warmer Wandoberfläche unkompliziert gelüftet werden kann und auch - wie alle anderen ständig benutzen Räume - täglich gelüftet werden muss. Vor einer dauerhaft erwärmten Wandoberfläche können auch bedenkenlos Möbelstücke platziert werden, so dass es hier nicht zu Schimmel hinter den Möbeln kommen kann.

Die Temperierung und auch die hydraulische Heizleiste sorgen für ein Klima mit viel Wärmestrahlung im Raum. Da die Wärmestrahlung durch Strahlungsaustausch für gleichmäßig angenehm warme Oberflächen im Raum sorgt, werden auch Fußböden ausreichend erwärmt, so dass die Gefahr der kalten Füße deutlich vermindert wird.

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der energieträger strom ist rund 2,5 bis 3 mal teurer als erdgas. die installation von Heizkörpern wäre hier mittel- bis langfristig auf jeden fall der günstigere weg.

lg, Anna

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Wenn es da dauerhaft warm sein soll, ist der Anschluß an die Heizanlage das Vernünftigste, zumal dann darüber in den Räumen auch etwas weniger Heizenergie gebraucht wird.

Elektroheizung ist selbst bei Nutzung von Nachtstrom unverhältnismäßig teuer - da kommen in 1-2 Heizperioden schon die Kosten für die Verbindung mit der Heizungsanlage wieder raus.

Wenn ein eigner Schornsteinanschluß im Keller zur Verfügung stände, käme sich auch ein Pelletofen in Frage, allerdings braucht man dann Lagerplatz für die Pellets

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Elektroheizung ist wohl von den Betriebskosten her die teuerste Variante. Die einfachste und kostengünstigste Variante wäre wohl, die bestehende Gaszentralheizung zu erweitern (sofern die Heizleistung der Therme ausreicht).

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Kommentar von frederik08
19.11.2015, 21:21

wie hoch wären denn in etwa die Kosten bei dieser Lösung?

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Erweitere die bestehende Zentralheizung. Es ist die bessere Variante und auch die Sicherste. Gasöfen bitte nicht verwenden und Elektroheizung ist auch ein wahrer Kostenfresser.

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Elektro hab ich in der Wohnung "getestet" ---- Ca 50 Cent PRO STUNDE ! NIE WIEDER !

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Ich würde bei der Gasheizung bleiben aber den Keller richtig gut isolieren, Eine gute Isolation ist Gold wert.

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Kommentar von frederik08
19.11.2015, 21:24

die Außenabdichtung ist bereits vorhanden. Wurde vor 6 Jahren gemacht.

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