Was ist eure persönliche Meinung zu dem Land Israel?

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20 Antworten

Ich habe dort Urlaub gemacht und fand es sehr interessant. Natürlich gefällt mir nicht alles, und ich weiß nicht, ob ich dort leben könnte. Zum Beispiel hat Tel Aviv keine U-Bahn, das stört mich. Und die Autofahrer in Jerusalem haben mir in den engen Gassen zu wenig Abstand von den Fußgängern gehalten. Es ist mir dort außerdem zu sonnig und zu heiß. 

Also kurz gesagt, auswandern möchte ich dorthin nicht, aber mal für einen Urlaub spricht nichts dagegen. Es hat mir auch gefallen, von so vielen Juden umgeben zu sein. (Ich war in meinem letzten Leben jüdisch.) Ich hatte dort einige sehr nette Begegnungen. Das waren nur Kleinigkeiten, z.B. der Busfahrer, der mir an meinem letzten Tag gesagt hat, wo ich aussteigen musste. "You listen for bla-bla-bla, and then you come to me again." Hat funktioniert, ich musste dann an der nächsten Haltestelle aussteigen. 

Ach so, ja, die Politik. Mit der bin ich nicht immer einverstanden, z.B. mit der Siedlungspolitik. Aber das ist ja mit der deutschen Politik nicht anders. Man fasst sich doch in so ziemlich jedem Land nur noch an den Kopf und fragt sich, "Mann, was macht ihr denn da wieder?"

Irgendwann fahre ich vielleicht wieder mal nach Israel. 

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Kommentar von SaintTropez15
01.04.2016, 00:24

In deinem letzten Leben?

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Israel ist der einzige halbwegs demokratische Staat im Nahen Osten.

Man (vor allem, wenn "man" eine Frau ist) muss sich doch nur fragen, wohin sonst in dieser Gegend man denn reisen könnte, ohne auf das von Europa her gewohnte freiheitliche eigene Auftreten verzichten zu müssen.

Problematisch finde ich die religiöse (staats-) rechtliche Fundierung Israels, die aus historischen Gründen zwar verständlich ist, aber Nicht-Juden (ethnische wie die in Israel lebenden Araber und Drusen, aber auch religiöse
wie etwa ungläubige "ethnische" Juden) benachteiligt.

Das ist jedoch ein Problem, dass erst mit einer umfassenden Friedensregelung im Nahen Osten angegangen werden kann, und bis dahin ist es sicher ein sehr langer Weg.

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Das Land an sich ist nicht schlecht. Es ist eine Demokratie(großer Pluspunkt schonmal!), es hat auch kein so schlechtes Bildungssystem, dazu eine recht vielfältige Gesellschaft. Außerdem ist Israel wichtiger Exporteur von Hochtechnologieprodukten.

Was ich aber strikt ablehne, ist die israelische Palästinapolitik. Diese ist völkerrechtswidrig und steht einer friedlichen Verständigung deutlich entgegen.

Israel hat es bisher kein einziges Mal geschafft, die Grenzen der zulässigen Selbstverteidigung nicht zu überschreiten, es gab sogar immer wieder Racheakte oder Angriffe. Dazu kommt dann noch einerseits die Blockade des Gaza-Streifens, die einer der Hauptgründe für die schlimmen Lebensumstände der Menschen dort ist, und die völkerrechtswidrige Siedlungspolitik.

Diese Politik kann man eigentlich nur ablehnen. 

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Kommentar von Modrian
01.04.2016, 18:09
es gab sogar immer wieder Racheakte oder Angriffe

Man kann es auch Prävention nennen.

Dazu kommt dann noch einerseits die Blockade des Gaza-Streifens

Selbst der Dünger, der in Gaza ankommt, wird gerne zum Bau von der Raketen verwendet, die zur Hochsaison auf Israel niederprasseln wie anderorts Regentropfen. Durchaus verständlich aber evt. nicht auf lange Sicht gedacht, wenn man denen den Hahn zudreht. Außerdem ist der Hahn nicht zu. Bspw. wird Wasser geliefert und die Hilfgüter werden bloß vor der Einfuhr kontrolliert.

die einer der Hauptgründe für die schlimmen Lebensumstände der Menschen dort ist

Der Hauptgrund ist wohl eher, dass Terroristen das Gebiet kontrollieren und alles dafür tun, die Bevölkerung bei terroristischer Laune zu halten und Geld für Waffen und Schmuggel ausgeben. Immer wenn Israel nachgegeben hat, war das eine Bestätigung für die Terroristen und sie wurden noch aktiver.

völkerrechtswidrige Siedlungspolitik

Man kann es den Israelis nicht verübeln, wenn Sie teilweise auf das Völkerrecht und die heilige UN pfeiffen. Israel ist geprägt vom "Überleben"-Gedanken.

Der Terror gegen Israel ist völkerrechtswidrig. Hat das je jemanden gekümmert? Das Ausland meldet sich bloß zu Wort, wenn das israelische Militär aktiv wird.

Angriffskriege sind völkerrrechtswidrig. Da war die UN wenigstens so nett und wollte Grenzabschnitte von Israel kontrollieren. Hat auch wunderbar funktionioniert. Meistens sind Feinde von Israel angerückt, die UN-Truppen haben den Weg frei gemacht und Israel hatte ein Problem.

https://www.youtube.com/watch?v=06F4zWz6k5I&feature=share

Völkerrecht ist für Israelis also etwas, über das die Welt offenbar diskutiert, wenn Israel in Schutt und Asche liegt. Kein Wunder also, dass Völkerrecht bei denen nicht groß geschrieben wird.

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Das ist eine so komplexe Frage. 

Die Israelis haben auf jeden Fall eine unumstößliche Daseinsberechtigung. Aber nicht alles was in Israel passiert ist gut. Die Siedlungspolitik sollte z.B. nochmal überdacht werden.
Auf der anderen Seite ist das Verhalten der Nachbarstaaten nicht duldbar. Äußerungen, das sie nicht ruhen, bis Israel ausgelöscht und alle Juden umgebracht sind, sind das hinterletzte.

Und jetzt kann man aufzählen, wie vielschichtig der Konflikt ist.

Ich denke auf jeden Fall, das wir Deutschen eine besondere Verantwortung haben.

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Kommentar von violineko
31.03.2016, 15:38

danke, stimme zu :)

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Soweit es mich betrifft sollen die Israelis ruhig einen eigenen Staat haben wenn es sie glücklich macht.

Aber rückblickend auf die ellenlange Konfliktgeschichte seit der Staatsgründung war es vielleicht doch eher eine dumme Idee den neuen Staat Israel genau da hinzusetzen, wo er jetzt ist.

Gelobtes Land oder nicht, ist das wirklich all die Toten wert?

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Mein Eindruck von Israel: Sympathische Menschen, schöne Landschaft, gute Küche, historisch und kulturell vielseitig. Tolle Partykultur obendrein.

Die einseitige Berichterstattung ausländischer Medien und politisch-religiöse Hardliner auf beiden Seiten führen allerdings zu Problemen der israelisch-arabischen Beziehungen, was ich sehr bedauere.

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Ich bin gegen die Siedlungspolitik der Israelis. Ansonsten bin ich eine bekennende Freundin Israels.
Vielleicht ist Israel das letzte Bollwerk im Nahen Osten gegen IS und Konsorten.

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Kommentar von wfwbinder
31.03.2016, 16:04

Top, sehe ich ebenso.

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Kommentar von SaintTropez15
01.04.2016, 00:28

Ohne USrael, würde es den IS garnicht geben

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Ich war dort und es gefällt mir gut. Wurde freundlich aufgenommen.

Viele der Einwohner sich mit dem vorgehen der eigenen Armee nicht einverstanden, haben auf der anderen seite aber natürlich auch satt , dass die Hamas Raketen abschießt sobald auch nur etwas Ruhe einkehrt.

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Israel ist ein bürgerlicher Staat im Nahen Osten, der mit anderen Parteien um die Staatsmacht in der Region konkurriert und dabei gewinnt. Vielleicht wachsen da auch schöne Blumen. Du solltest deine Frage konkretisieren.

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Kommentar von violineko
31.03.2016, 15:45

danke

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Kommentar von violineko
31.03.2016, 15:45

das stimmt. allerdings wollen wir nicht auf eine spezielle Kategorie eingehen sondern allgemeine Eindrücke oder Vorstellungen erfassen.

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Ich mag Israel und möchte es nicht missen.


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Hallo,

im Großen und Ganzen ist mir das Land sympathisch. Leider war ich selbst noch nicht dort, aber ich ahbe vor diese Region zu irgendwann zu besuchen.

Was den Konflikt mit Palästina angeht:

Mein Vorschlag wäre ein Israelisch-Palästinensischer Staat, indem PalästinenserInnen und Israelis friedlich miteinander leben können, ohne aufeinander zu schießen. Gemeinsame Hauptstadt wäre Jerusalem. Was mögliche israelische Atomwaffen angeht: Die sollten unter die Kontrolle der UNO gestellt werden.

Außerdem soll dieser Israelsich-Palästinenschischer Staat einen Vertrag mit den USA, als auch mit Russland abschließen, damit soll vermieden werden, dass dieser Staat weder ein Satellit Russlands noch der USA/des Westens wird.

Ich weiß, dass das utopisch und unmöglich ist, es wäre nur dann möglich, wenn beide Seiten lernen würden, einander zu respektieren und die UNO endlich mal eine beschlussfähige Organisation wären. 

MfG

Steven Armstrong

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Tolles Land, ich habe dort nur freundliche Menschen kennengelernt. Ach ja, Religion hat nicht's mit dem Land zu tun.-Nur mal so zur Info.


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Kommentar von halxyz
31.03.2016, 15:33

Islam = IS. wie gesagt.

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Ich finde es absolut korrekt, dass die Juden einen eigenen Staat haben. Das würde ich auch bezüglich der Kurden für korrekt halten.

Wie sich die israelische Politik aber bei den Siedlungen und gegenüber den Palästinensern verhält, treibt mir die Zornesröte ins Gesicht.

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Kommentar von Thather
31.03.2016, 15:37

Du hast Recht. Die Raktenangriffe aus GAZA sind das, was mich auch wütend macht.

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Ich mag Israel total! :D
ich war da schonmal eine Woche lang (von der Schule aus) und es war richtig genial!!! Wir waren in Jerusalem und Haifa und so weiter und die ISraeli, die wir da getroffen haben, waren alle richtig nett :) :) :)

Ich finde, es ist ein sehr schönes Land :D

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Israel ist bis zu einem gewissen Grad ein rassistisches Land, da es ein reiner Judenstaat ist. Seine Politik ist aggressiv, schließt mithin die Vertreibung der Palästinenser durch israelische Siedler ein, sowie die Verweigerung der Anerkennung eines eigenen palästinensischen Staates. Der Staat Israel besitzt Atomwaffen, wofür es keinen stichhaltigen Grund gibt. Kommt hinzu, dass dieses Land gar zu sehr mit den USA verbündet ist, das allein ist schon ein Affront gegenüber den arabischen Staaten.

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Sie haben eine schreckliche Regierung. Aber wer hat die nicht. 😆

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Auf gutefrage.net wirst du kaum einen repräsentativen Meinungsquerschnitt erhalten.

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Kommentar von violineko
31.03.2016, 15:50

ist nur ein kleiner Teil meiner Umfragen...

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kleines streitsüchtiges land im nahen osten

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Kommentar von violineko
31.03.2016, 15:29

danke, für schnelle Antwort

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Kommentar von Thather
31.03.2016, 15:36

Streitbar ja, streitsüchtig? Eher nicht. 

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Kommentar von violineko
31.03.2016, 15:48

auch Vorurteile gelten als eigene Meinung und sind in solchen Statistiken enthalten

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Kommentar von wfwbinder
31.03.2016, 16:06

    kleines streitsüchtiges land im nahen osten

Wie hättest Du denn reagiert, wenn man schon am ersten Tag Deines Bestehens den Kampf gegen Dich eröffnet und seitdem bei jeder Gelegenheit, Deine Existenzberechtigung bestreitet?

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Ich finde es sehr schön das die Juden endlich wieder eine Heimat haben.

Ich halte es auch für wichtig, da die Juden religöse und kulturelle Handlungen und Feiern haben, die sie nun in aller Form und ohne Rücksichtnahme auf "Gastgebende" Staaten/Völker zelebrieren können.

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wie sollen die länder friedlich leben, wenn keiner von diese beide staten frieden möchte

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