Was ist eure Meinung dazu, dass man in der USA bis zur 24 SSW Abtreiben darf?

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Das Ergebnis besteht aus 14 Abstimmungen

Absolut nicht! 42%
In Ordnung. 42%
50/50 14%

20 Antworten

In Ordnung.

Ich finde diese Grenze medizinisch vertretbar.

Vor der 24. SSW besteht bei einem Fötus / einem Embryo keine Schmerzwahrnehmung, kein Bewusstsein und erst Recht kein Selbstbewusstsein - damit ist für mich ein Schwangerschaftsabbruch bis zur Entwicklung dieser neuronalen Funktionen in Ordnung.

Die deutsche Grenze ist relativ willkürlich gewählt - diese Grenze würde medizinisch Sinn machen, da sie das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch mit der [vor der 24. SSW fehlenden] Fähigkeit des Fötus zum Schmerzempfinden verknüpft.

Was wichtiger ist, ist dass in Deutschland endlich eine richtige Fristenregelung eingeführt wird (egal ob 14. SSW oder 24. SSW) und dieser Unsinn mit dieser verkappten de-facto-Fristenregelung endlich erneuert wird.

Tendenziell bin ich gegen Abtreibung eines Kindes

Ein Kind kannst du nicht abtreiben, denn das ist schon geboren.

Um die Diskussion nicht emotional zu machen, ist es hier besser, von Embryonen oder Föten zu sprechen, was den korrekten Begriff darstellt.

Lg

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CalicoSkies 23.06.2016, 01:36

PS: Auch deutsche Frauen können nach einer Schwangerschaftskonfliktberatung bei einer anerkannten Organisation wie Pro Familia einen Abbruch bis zur 24. SSW in den Niederlanden vornehmen lassen.

In Großbritannien ist ein Abbruch soweit ich weiß noch länger, nämlich bis zur 26. SSW möglich (obwohl ich mir da nicht ganz sicher bin)

Es ist eine Schande, dass deutsche Frauen hier auf solche Angebote ausweichen müssen.. eine vernünftige Regelung wäre deutlich sinnvoller :)

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BellaBoo 23.06.2016, 03:15
@CalicoSkies

Komisch das Ärzte von einer Schmerzwahrnehmung ab der 17 SSW. ausgehen (ich verwende den Begriff richtig). Und einem Fötus das Recht auf ein Selbstbewusstsein abzusprechen ist das Allerletzte, woher willst du wissen, ob das ungeborene Kind sich nicht seiner Existenz bewusst ist ?

Und ein SSW-Abbruch ist ein emotionaler Prozess, da helfen auch die netten Begriffe Fötus oder Embryo nichts. Ich finde diese kalte, unemotionale Herangehensweise falsch, sowas verwendet man nur um sich selbst Abstand zu schaffen und es sich einfacher zu machen, das Leben eines ungeborenen Kindes zu nehmen.

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:01
@BellaBoo

Nein, laut aktueller Studienlage ist das nicht der Fall.

Da du mir anscheinend nicht glauben schenkst, hier mal eine Metastudie, die meine Aussagen voll und ganz bestätigt:

FINDINGS:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility. It is not possible for a fetus to perceive pain before 24 weeks' gestation. Misinformation on abortion is widespread. Literature and websites are cited to demonstrate how data have been manipulated and misquoted or just ignored. Citation of non-peer reviewed articles is also common. Mandates insisting on provision of inaccurate information in some US State laws are presented. Attention is drawn to how women can be misled by Crisis Pregnancy Centres.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:06
@CalicoSkies

Und hier nochmal:

Evidence Synthesis Pain perception requires conscious recognition or awareness of a noxious stimulus. Neither withdrawal reflexes nor hormonal stress responses to invasive procedures prove the existence of fetal pain, because they can be elicited by nonpainful stimuli and occur without conscious cortical processing. Fetal awareness of noxious stimuli requires functional thalamocortical connections. Thalamocortical fibers begin appearing between 23 to 30 weeks’ gestational age, while electroencephalography suggests the capacity for functional pain perception in preterm neonates probably does not exist before 29 or 30 weeks.

http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=201429

Die Aussage mit der 17. SSW ist medizinisch inkorrekt.

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:08
@BellaBoo

woher willst du wissen, ob das ungeborene Kind sich nicht seiner Existenz bewusst ist ?

Weil die nötigen neuronalen Anlagen dazu fehlen.

und es sich einfacher zu machen, das Leben eines ungeborenen Kindes zu nehmen

Wie bereits gesagt: Ein Embryo ist ein Embryo, ein Fötus ist ein Fötus und ein Kind ist ein geborenes Kind.

Hier von "Kindern" oder "Babies" zu sprechen (statt vom korrekten Terminus) soll die Diskussion nur emotional machen, um eine Haltung gegen Schwangerschaftsabbrüche zu erzeugen.

Diesbezüglich wäre auch interessant, dass ein Schwangerschaftsabbruch von den psychischen Komplikationen her deutlich harmloser als eine Geburt ist (siehe die von mir verlinkte Metaanalyse)

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In Ordnung.

Die Frau sollte über ihren Körper zu jedem Zeitpunkt selbst bestimmen dürfen. Auch, wenn ich natürlich immer dafür bin, so früh wie möglich abzutreiben statt es so lange hinauszuzögern.

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Das muss jeder selbst entscheiden.
Zu spät.....ist ansichtssache und die Maximalgrenze sagt ja nix aus über die Anzahl der Frauen, die diesen Zeitraum voll ausschöpfen.
Früher geht ja auch.

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Ich finde es auch nicht schön, aber es gibt immer Fälle wo es einfach besser ist und bevor man sein Kind am ende schlägt oder sogar tötet, ist das die bessere Wahl. Persönlich finde ich die Regelung in Deutschland gut. Und unter uns die meisten Amerikaner haben eh was am seier mit denen ihren ganzen komischen Gesetzen.

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Naja Schmerz empfindet das Baby erst ab dem 7. Monat wurde mir hier gesagt (hatte danach gefragt). Jedoch bin ich nicht gänzlich gegen eine Abtreibung, sei es in der 14. oder 24. Woche. Denn wenn das Kind behindert werden würde, ist das eine große Belastung für die Angehörigen. (Ich spreche aus Erfahrung). Und in meinem Fall; ich habe eine gesunde Tochter mit 19 bekommen, aber ein 2. kommt nicht in Frage. Denn dann stünde mein Leben auf dem Spiel. Und ich möchte mein Leben nicht für ein anderes eintauschen.
Letztendlich denke ich: jedem das seine. Es gibt gute und schlechte Gründe bei einer Abtreibung, aber es bleiben Gründe.

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BellaBoo 22.06.2016, 16:06

Ärzte gehen davon aus das Babys ab der 22. Woche Schmerzen empfinden können. Ab der 17 Woche ist der Tastsinn schließlich auch voll entwickelt, ebenso der Gleichgewichtssinn.

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minime6114 22.06.2016, 16:10

Wow das wusste ich nicht. Naja ist ja auch nur ein Laien Forum. Wenn man was wirklich wissen will, sollte man recherchieren. Danke für die Korrektur :)

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:26
@minime6114

BellaBoo hat Unrecht bezüglich des Schmerzempfindens.

Du hattest mit deiner Aussage Recht, minime6114. :)

Eine große Metaanalyse kam genau zu diesem Schluss, den du in deinem Beitrag darstellst:

FINDINGS:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility. It is not possible for a fetus to perceive pain before 24 weeks' gestation. Misinformation on abortion is widespread. Literature and websites are cited to demonstrate how data have been manipulated and misquoted or just ignored. Citation of non-peer reviewed articles is also common. Mandates insisting on provision of inaccurate information in some US State laws are presented. Attention is drawn to how women can be misled by Crisis Pregnancy Centres.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

24 weeks gestational age bedeutet, dass es sich um die 26. SSW handelt - vorher ist ein Schmerzempfinden aufgrund fehlender neuronaler Anlagen schlichtweg unmöglich.

Die Zahl mit 17. SSW ist falsch, auch wenn ich keine AHnung habe, woher BellaBoo sie hat...

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minime6114 22.06.2016, 16:11

Wenn das so ist, wendet sich das Blatt natürlich! Dann finde ich Abtreibung ab der 24. Woche grausam.

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BellaBoo 22.06.2016, 16:15
@minime6114

Kein Problem, ich wusste das auch lange nicht. Mittlerweile begleite ich Paare beim Kinderwunsch...und hab da eine Menge gelernt, wovon ich vorher nichts wusste. Früher ist man sogar davon ausgegangen, das das Kind bis nach der Geburt garnichts spürt. Dabei reagieren Babys im Mutterleib ja auch darauf, wie es der Mutter psychisch geht. Depressionen in der SSw können zu Untergewicht und Schreibabys führen...die kriegen wirklich weit mehr mit, als man denkt.

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minime6114 22.06.2016, 17:17

Das auf jeden Fall! Wir hatten damals in der Schule im Fach Philosophie ein interessantes Thema. ,,Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?" Ab der Befruchtung der Eizelle oder erst ab der Geburt oder wann dazwischen?! Eine Antwort gibt es dafür wohl nicht :)

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carn112004 22.06.2016, 18:23
@minime6114

",,Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?" Ab der Befruchtung der Eizelle oder erst ab der Geburt oder wann dazwischen?! Eine Antwort gibt es dafür wohl nicht :)"

Ich finde die Frage auch spannend, meiner Vermutung nach ließe sich aber relativ schnell eine Antwort finden, wenn folgendes eingehalten würde:

Sobald irgendein Diskussionsteilnehmer irgendeinem lebenden Exemplar der Spezies Mensch abspricht ein Mensch zu sein, ist seine Meinung unerheblich und komplett zu ignorieren, es sei denn er kann darlegen, warum er selbst ein Mensch sein sollte und zwar vor allem warum er das ist, wenn die Kriterien zu Grunde gelegt werden, die er selbst angewandt hat.

Z.b. jemand sagt "Dies ist kein Mensch, weil eine es kein Ich-Bewusstsein hat."; dann ist seine Meinung solange zu ignorieren, bis er bewiesen hat, dass er selbst überhaupt ein Ich-Bewusstsein hat.

Z.b. jemand sagt: "Dies ist kein Mensch, weil es keine politische Mehrheit dafür gibt."; dann ist seine Meinung solange zu ignorieren, bis er bewiesen hat, dass irgendeine politische Mehrheit ihm irgendwann direkt oder indirekt das Menschsein zuerkannt hat und dass dies die politische Mehrheit aktuell auch noch tun würde, was z.b. minimal heißt, dass eine Abstimmung unter allen Diskussionsteilnehmern außer ihm gemacht wird, ob ihm das Menschsein zugebilligt wird, und nur bei einer Mehrheit ist seine Meinung zu beachten.

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:30
@carn112004

Z.b. jemand sagt "Dies ist kein Mensch, weil eine es kein Ich-Bewusstsein hat."; dann ist seine Meinung solange zu ignorieren, bis er bewiesen hat, dass er selbst überhaupt ein Ich-Bewusstsein hat.

Sowas ist Schwachsinn.

Aufgrund meines Gehirns lässt sich ohne Weiteres ablesen, dass ich potentiell dazu fähig bin, mir selbst bewusst zu sein - dazu braucht es kein esoterisch-philosophisches Gedeute.

Bei einem Embryo / einem Fötus lässt sich ganz klar nachweisen, dass dies nicht der Fall ist - aufgrund fehlender neuronaler Anlagen.

Das Ich-Bewusstsein ist aber ein schlechter INdikator, da es nämlich bei Kleinkindern erst ab dem 2. oder 3. Lebensjahr auftritt - was man widerum durch die anatomische Struktur des Gehirns nachweisen könnte.

Sobald irgendein Diskussionsteilnehmer irgendeinem lebenden Exemplar der Spezies Mensch abspricht ein Mensch zu sein, ist seine Meinung unerheblich und komplett zu ignorieren, es sei denn er kann darlegen, warum er selbst ein Mensch sein sollte und zwar vor allem warum er das ist, wenn die Kriterien zu Grunde gelegt werden, die er selbst angewandt hat.

Auch das ist falsch.

Wir könnten einfach biologisch / medizinisch einen "Mensch" schlichtweg so klassifizieren, dass ein Fötus mit Vollendung der Geburt ein Mensch wird; ansonsten nicht... das wäre ohne Probleme möglich.

Du baust falsche Schlussfolgerungen auf falsche Ausgangsthesen auf.

(Und nein, dein Spezies-Argument kannst du stecken lassen ;) )

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minime6114 22.06.2016, 19:06

Interessante Sichtweise. Heißt also, wenn besagte politische Mehrheit sagt: ,,Ein Mensch ist ein Mensch, sobald die Eizelle befruchtet ist." - dann ist das so?

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:32
@minime6114

Wenn das Ganze rechtlich verankert werden würde (auf irgendeine Art und Weise), wäre es geltendes Recht, an was man sich halten müsste.

Die Frage ist eher, wie man so etwas rechtlich verankern sollte...

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50/50

Theoretisch bin ich bis 19./20. Woche nicht gegen eine Abtreibung. Aber die 24.? Kann mir keiner erzählen, dass man bis dato nicht gemerkt hat, dass irgendwas nicht stimmt. Sollte jedoch bei dem Kind eine Behinderung nachgewiesen werden, könnte ich es noch nachvollziehen, nicht gutheißen, aber eben verstehen. 

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In Ordnung.

Hallo

In England darf auch bis zur 24. Woche abgetrieben werden, in Holland bis zur 22. Woche.

Es gibt Frauen, die erst spät sich für eine Abtreibung entscheiden, z. B. in der 15. Woche. Einige merken es warum auch erst sehr spät, dass sie schwanger sind.

Die meisten Abtreibungen werden jedoch in den ersten 7 Wochen vorgenommen. Der Anteil derer, welche nach der 14. Woche abbrechen, ist eher gering.

Freundlichen Gruss

tm

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CalicoSkies 23.06.2016, 01:37

24. Woche bedeutet 26. SSW (seit der letzten Periode), habe ich das richtig verstanden?

Ich war mir nicht genau sicher mit der Aussage über England :)

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armeskaenguru 23.06.2016, 10:34
@CalicoSkies

Hallo

Also in England darf man bis zur 24. SSW abtreiben, nicht bis zur 26.

Eines wollte ich im Beitrag ja noch schreiben: ein Kind ist bis zur 24. Woche nicht lebensfähig. Deshalb ist die Regel wohl so in den USA und England. Ab der 25. Woche wäre eine Frühgeburt lebensfähig, wobei die Lungen noch nicht voll entwickelt sind etc.

Freundlichen Gruss

tm

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carn112004 24.06.2016, 16:23
@armeskaenguru

Interessante Behauptung:

"ein Kind ist bis zur 24. Woche nicht lebensfähig."

Was sind dann die Frühchen, die es in der 23. Woche dank geeigneter Hilfe schaffen? Sind die auch nicht lebensfähig? Wieso überleben sie dann?

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armeskaenguru 24.06.2016, 16:51
@carn112004

Hallo

Nach mir vorliegenden Informationen ist ein Frühchen in der 23. Lebenswoche nicht lebensfähig. Erst ab der 25. Woche gelang es, Frühchen am Leben zu erhalten (mit Beatmung etc. und noch nicht klaren Auswirkungen wegen der Frühgeburt).

Freundlichen Gruss

tm

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carn112004 24.06.2016, 18:49
@armeskaenguru

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/fruehgeburt-europas-juengstes-fruehchen-kommt-aus-fulda-1625975.html

"Am Klinikum Fulda war am Mittwoch eine Frühgeburt nach der extrem kurzen Schwangerschaft von 21 Wochen und fünf Tagen gesund nach Hause  entlassen worden. Normal sind 40 Wochen Schwangerschaft. Die kleine Frieda wog bei der Geburt im November ganze 460 Gramm,"

Dem Wortlaut nach und dem Gewicht nach dürfte es sich tatsächlich um die 22. SSW gehandelt haben, also 2 Wochen vor der "offiziellen" Grenze der Lebensfähigkeit.

Das Kind ist inzwischen 5, ist geistig wohl in Ordnung, motorisch aber nicht sonderlich gut:

http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/europas-frueheste-fruehgeburt-frieda-wird-fuenf-jahre-alt-a-1061029.html

""Auch die Motorik ist bei Frieda nicht so geschmeidig. Wenn sie hüpft

oder rennt, sieht es etwas staksig aus. Und zum Fahrradfahren fehlt ihr

noch die Kraft. Dafür ist sie kognitiv sehr weit, hat eine gute

Auffassungsgabe." "

Wie kann ein nicht-lebensfähiger Fötus bereits ihren 5. Geburtstag hiner sich haben?

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armeskaenguru 25.06.2016, 16:49
@carn112004

Hallo

Klar, die Medizin macht immer mehr Fortschritte. Zeigen wird sich vieles sicher auch erst in der Zukunft.

Freundlichen Gruss

tm

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carn112004 25.06.2016, 22:44
@armeskaenguru

Heißt das nun, dass die Aussage "ein Kind ist bis zur 24. Woche nicht lebensfähig." aufgrund des medizinischen Fortschritts nicht mehr bzw. möglicherweise in Zukunft nicht mehr zutreffend ist?

Ist dann, wenn die Lebensfähigkeit sich auf vor 24 verschiebt, es ethisch eigentlich zwingend die Grenze in den USA nach unten anzupassen?

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armeskaenguru 25.06.2016, 23:20
@carn112004

Hallo

Ich mache die Gesetze nicht. Aber man kann sich ja schon überlegen, ob man die Frist herabsetzt z. B. wie in Holland auf die 22. Woche. Weshalb eigentlich in den USA und England die Frist bei der 24. Woche liegt, ist mir nicht ganz klar, ich kenne mich da zuwenig aus. Fakt ist ja eh, dass nur wenige z. B. in der 23/24. Woche abtreiben. Ich habe noch etwas gegoogelt: die Überlebenschance eines Frühchens in der 23. Woche beträgt 53%, also rund die Hälfte überleben nicht. Bei 80% der Kinder wird im 6. Lebensjahr Schädigungen infolge der Frühgeburt nachgewiesen.

Freundlichen Gruss

tm

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carn112004 26.06.2016, 06:37
@armeskaenguru

Der Grund ist wohl:

"Weshalb eigentlich in den USA und England die Frist bei der 24. Woche liegt, ist mir nicht ganz klar, ich kenne mich da zuwenig aus."

dass bei dem das US-Recht bestimmenden Gerichtsurteil 1973 "Roe vs Wade" eben der medizinische Stand war, dass ein Überleben erst ab da möglich ist. 1992 bei "Planned Parenthood vs Casey" hat das Gericht zwar festgestellt, dass eine Verschiebung dieser Grenze durch medizinischen Fortschritt denkbar sei.

Aber die Verschiebung ist ja relativ wenig eindeutig (vielleicht 1 oder 2 Wochen in den letzten 40 Jahren) und gleichzeitig ist das Thema in den USA so umstritten, dass diese mögliche Verschiebung keine Berücksichtigung gefunden hat.

Ferner ist ein Teil von "Pro-Choice" in den USA auch mit der 24. Woche unglücklich und würde damit natürlich auch eine Verschiebung mit allen Mitteln bekämpfen.

Und umgekehrt will ein Teil von "Pro-Life" in den USA natürlich erheblich mehr als von 24. auf 23. oder 22. runterzugehen.

Womit da wohl absehbar sich nichts dran ändern wird, jedenfalls nichts in dem Sinne, dass eine Mehrheit sagt "Rechtlich ist die Grenze Lebensfähigkeit vorgegeben, die Lebensfähigkeit hat sich verschoben, also passen wir die Gesetze an."

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In Ordnung.

Es sollte das Recht einer jeden Frau sein über ihren Körper zu bestimmen .

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In Ordnung.

Generell bin ich dafür, dass eine Mutter zu jeder Zeit entscheiden dürfte, ob sie abtreiben will oder nicht. Besser als noch irgend eine "Schakeline" oder Kevin auf dieser Welt verkümmern zu lassen.

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Knutschpalme 22.06.2016, 16:12

Ja genau, warum sterilisiert man diese ganzen Ihre-Kinder-Jason-oder-Chantal-Nenner nicht gleich?!?! Schon echt schlimm, wie sich sowas ungehindert verbreiten darf!1!!eins!1!

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50/50

Ich persönlich finde die deutsche Obergrenze auch besser, wenn ich mir überlege, wie so ein 24 Wochen altes Baby aussieht...

Auf der anderen Seite ist es für die Mütter so wahrscheinlich einfacher.

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In Ordnung.

für mich macht es keinen unterschied ob 12. oder 24. woche

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BellaBoo 22.06.2016, 16:09

Dann hast du keine Ahnung von der Entwicklung eines Babys im Mutterleib. Es gibt Kinder, die da schon lebensfähig sind.

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irgendeineF 22.06.2016, 16:18
@BellaBoo

das hab ich auch nicht behauptet ;) es wurde nach persönlicher meinung gefragt, also kein grund andere anzugreifen

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BellaBoo 22.06.2016, 16:22
@irgendeineF

Ich habe dich nicht angegriffen, ich habe meine Meinung zu deiner Antwort abgegeben.

Und ich finde, man sollte wissen, worum es geht, bevor man sich eine Meinung bildet.

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irgendeineF 22.06.2016, 16:24
@BellaBoo

ich empfinde es als angriff, wenn du mir unterstellst, ich hätte keine ahnung. denn das ist nicht so. trotzdem habe ich eine meinung dazu, die eben anders ist als deine. akzeptier es.

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BellaBoo 22.06.2016, 16:33
@irgendeineF

Du hast selbst oben gesagt, das du es nicht weisst.

Ich habe geschrieben... Dann hast du keine Ahnung...Reaktion von dir : habe ich auch nicht behauptet... denk mal über deine eigene Aussage nach !

Ich muss deine Meinung nicht akzeptieren (google mal Akzeptanz) ich kann sie höchstens tolerieren. Und ich habe das Recht, mich dagegen auszusprechen ! Dazu dient die Kommentarfunktion nämlich.

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irgendeineF 22.06.2016, 16:41
@BellaBoo

du hast mir unterstellt, dass ich keine ahnung hab, obwohl du das nicht wissen kannst. ich habe dann gesagt, dass ich das auch nicht behauptet habe (du aber automatisch ohne grund davon ausgehst), aber ich habe nie gesagt, dass es auch so ist! das macht einen großen unterschied... over and out.

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CalicoSkies 23.06.2016, 01:29
@BellaBoo

In der 24. SSW ist ein Fötus wohl in so gut wie jedem Fall nicht überlebensfähig.

Du scheinst 24. SSW mit der 24. Woche zu verwechseln (die die 26. SSW darstellen würde), aber auch da sind die Überlebenschancen äußerst gering...

Außerdem ist es hier falsch, von Kindern zu sprechen, da Kinder geboren sind - Föten nicht.

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BellaBoo 23.06.2016, 03:09
@CalicoSkies

Du kannst das hier kommentieren wie du willst, für mich ist es ein Kind, auch wenn es rechtlich so noch nicht genannt wird. Meine Kinder waren auch meine Kinder als sie noch in meinem Bauch waren, ich habe nie von Föten gesprochen. Das sind medizinische Begriffe um sich selbst einen Abstand dazu zu schaffen und es einfacher rechtfertigen zu können.

Die 24SSW bedeutet die 24 SSW, und nicht die 26. Du verwechselst hier die Begriffe, nicht ich. Macht man einen Tag nach dem NMT einen SST und der ist positiv, ist man 4SSW+1, auch wenn erst 2 Wochen vorher die Befruchtung stattgefunden hat. Wenn ich von der 24 SSW. spreche, dann meine ich auch diese, auch wenn es rein rechnerisch erst die 22. Woche wäre.

Und in unserer Klinik sind jetzt erst wieder 2 Frühchen in der 23 und 24. SSW geboren (somit 21 und 22. Woche...) und haben überlebt. Die Grenzen dazu sind mittlerweile weit runtergegangen, es gibt Kinder, die unter 600g waren und es geschafft haben.

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:18
@BellaBoo

Die Überlebenschancen eines Fötus in der 24. SSW liegen äußerst niedrig - je nach Studie innerhalb des unteren einstelligen Prozentbereichs.

Allerdings ändert auch die potentielle Überlebenschance eines Fötus nichts an der Tatsache, dass in England, Schweden und auch in der USA derartige Schwangerschaftsabbrüche uneingeschränkt erlaubt sind.

Wie ich dir ja bereites dargelegt habe, besteht hier weder ein Schmerzempfinden noch die neuronale Fähigkeit zum Bewusstsein... ich frage mich daher ernsthaft, wie man hier von einem "Kind" sprechen kann..

Solche Begriffe sollen meist nur die Diskussion emotional anheizen- allerdings muss man solche Entscheidungen (besonders wenn sie gesetzlich geregelt werden sollen) aus sachlichen, objektiven, nüchternen Gesichtspunkten heraus stellen.

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Waldfrosch10 25.06.2016, 10:19
@BellaBoo

Das ist aber nicht relevant ob ein Kind lebensfähig ist oder nicht in einen gewissen Stadium .

Fakt ist ca :98 % aller abgetriebenen Kinder egal in welcher Woche ,wären Lebensfähig gewesen .

Ein Kind überhaupt im Mutterleib zu töten sollte einen Menschen empören ...

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Im Grunde mag ich Abtreibung nicht. Kann aber verstehen wenn man es tut. zB weil das Kind keine wirklichen Lebenschancen hätte. oder es durch eine Gewaltat entstand. 

Dennoch finde ich die Grenze von 3 Monaten in Ordnung.  24 Woche ist zu krass.  Immerhin spürt man das Kind dann schon und es ist soweit entwickelt das man sogar feststellen kann welches Geschlecht es wird.

Also wer ein Kind 24 Wochen unter dem Herzen tragen kann und es dann abtreibt ...dafür habe ich dann kein Verständnis.

bis 14 Woche ist es okay. die meisten Schwangerschaften werden ja auch erst in der 6 Woche festgestellt. Und um so eine Entscheidung zu treffen braucht man etwas Zeit

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BellaBoo 22.06.2016, 16:03

Wenn das Kind keine Überlebenschancen hat, dann ist das in D auch erlaubt.

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Caila 22.06.2016, 16:06
@BellaBoo

Kommt darauf an was man als Überlebenschancen sieht. Ich würde auch ein Leben in welchem man nichts machen kann und für immer eine 24 Sorge braucht nicht lebenswert finden.

Auch wenn ich schon Kinder getroffen habe die Nichts konnten außer manchmal Lächeln.  Dann muß ich ehrlich meinen Hut ziehen vor den Eltern. Ich könnte es nicht. 

Es wäre einfach so schmerzhaft zu sehen das mein Kind nie auch nur etwas so sein kann wie Andere, nie das Leben wirklich leben kann.

Das zähle ich unter die Punkte wo ich eine Abtreibung verstehen könnte. Voraus gesetzt es ist 100% sicher das dem so ist.

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BellaBoo 22.06.2016, 16:12
@Caila

in einem solchen Fall ist eine Spätabtreibung erlaubt, wie erwähnt. Allerdings sollte man dazu wissen, das viele schwere Körperbehinderungen Geburtsfehler sind und daher kann man vorher ein vollkommen gesundes Kind haben, wenn es zu Sauerstoffmangel, Abschnürungen von Gliedmassen kommt ist das Kind schwerstbehindert...und das trifft auf die meisten der von dir beschriebenen Kinder zu.

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Waldfrosch10 25.06.2016, 10:36

Diese Argumentation jenseits der Realität von Abtreibung und Frauen ist gerade zu lachhaft ...

ca 2% sind kriminelle Indikation welche du tolerierst ,

ca 2 % (vielleicht auch heute schon etwas mehr  ca 4 % medizinischer Indikation  (hier Fallen vor  allem auch Kinder mit Downsydrom zum Opfer ) seit wann sind die nicht lebensfähig ?

Bleiben also noch mindestens 96 %  aus Psychosozialer Indikation  ,(das kann alles und nichts heissen ....übrig...Würden wir noch die Frauen abziehen an denen Abtreibung wie die Entfernung eines Furunkels vorbei geht ...haben wir dennoch ein ein riesiges Problem .

Für Mutter und kind spielt der Tötungs Zeitpunktpunkt am Ende  keine besondere Rolle.

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Caila 25.06.2016, 15:40
@Waldfrosch10

Ich habe nirgendswo erwähnt das Kinder mit Downsyndrom darunter fallen. Oder seit wann brauchen die 24 Stunden pflege weil sie Gar nichts allein können?  

Ich kenne genug Kinder mit Downsyndrom und auch einige andere mit geistigen Behinderungen. Aber die brauchen allenfalls Betreuung aber keine 24 Stunden Pflege.

Übrigends ist das keine Argumentation sondern meine Meinung, meine SIchtweise auf die Dinge. 

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Waldfrosch10 26.06.2016, 07:53
@Caila

Du hast meinen Beitrag falsch verstanden ,damit habe ich am Ende nur eines ausgesagt ,dass Tötung Tötung ist und bleibt ,und der Grund zur Tötung am Ende für den Betroffenen ,in dem Moment eben absout keine Rolle spielt .

Denn du differenzierst ja ...bei Tötungen ,für die einen hast du  Verständnis für die anderen nicht . 

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CalicoSkies 26.06.2016, 20:14
@Waldfrosch10
ca 2% sind kriminelle Indikation welche du tolerierst ,

ca 2 % (vielleicht auch heute schon etwas mehr  ca 4 % medizinischer
Indikation  (hier Fallen vor  allem auch Kinder mit Downsydrom zum Opfer
) seit wann sind die nicht lebensfähig ?

Bleiben also noch mindestens 96 % aus Psychosozialer Indikation ,(das kann alles und nichts heissen ....übrig...

Diese Zahlen sind fehlinterpretiert.

Das einzige, was die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche beweist, ist dass 96% der Abbrüche vor der 14. SSW vorgenommen werden - und damit unter StGB §218a Abs. 1 fallen.

Es wird keine Aussage darüber gemacht, welche Indikation gestellt wurde - da vor der 14. SSW keine (!) Indikation nötig ist!

Es kann sich daher bei diesen 96% um alles Mögliche handeln - und nicht nur um Frauen, die "einfach so" eine Schwangerschaft abbrechen - das ist eine fehlerhafte Schlussfolgerung deinerseits.

Deswegen ist die Zahl von den Fällen, die unter StGB §218a Abs. 1 fallen derart hoch - und darunter werden auch genug andere INdikationen sein ;)

Für Mutter und kind spielt der Tötungs Zeitpunktpunkt am Ende keine besondere Rolle.

Es gibt bei einem Schwangerschaftsabbruch kein Kind.

hier Fallen vor allem auch Kinder mit Downsydrom zum Opfer ) seit wann sind die nicht lebensfähig ?

Es gibt keine embryopathische Indikation.

Nach der 14. SSW kann ein Schwangerschaftsabbruch erfolgen, wenn es sich "um eine Gefahr für das Leben [handelt] oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren [abgwendet wird]" (StGB §218a Abs. 2)

Darunter kann auch eine Behinderung des Kindes als psychischer Stressfaktor für die Mutter fallen - auch mit Downsyndrom.

Das hat daher nichts mit "Lebensfähigkeit" zu tun ;)

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CalicoSkies 26.06.2016, 20:22
@Waldfrosch10

Das Gesetz differenziert.

StGB §218a: Vor der 14. SSW straffrei.. so einfach ist das. (eine de-facto Fristenregelung)

Und in anderen Ländern gibt es eben andere Gesetze, die das anders regeln (Holland 22. SSW, England / USA 24. SSW)

Der emotionale Begriff "Tötung" ist hier wohl kaum angebracht.

Es handelt sich um einen Schwangerschaftsabbruch...

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Caila 27.06.2016, 01:18
@CalicoSkies

Und letzendlich wurde nach Meinungen gefragt.  Meine Meinung ist nunmal das ich, um es kurz zu machen, nichts von einem Abbruch halte. 

Aber das ich unter gewissen Umständen es verstehen kann. Und mit gewissen Umständen meine ich sicherlich kein "Ausversehen" schwanger gewurden. 

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Absolut nicht!

Ich halte es für falsch, so spät eine Abtreibung zu machen, die nicht aufgrund einer schweren Erkrankung des Kindes oder einer Lebnsgefährdung der Mutter gemacht wird.

24 SSW ist schon 6. Monat, da wurden Frühgeborene Kinder schon durchgebracht. Das kind ist schon 30 cm groß, es wiegt schon 600 g.

Wenn man zu einem so späten Zeitpunkt sich gegen das Kind entscheidet, dann kann man es auch zur Adoption freigeben...das andere ist für mich zu dem Zeitpunkt wirklich schlicht Mord !

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CalicoSkies 23.06.2016, 01:38

Ein Schwangerschaftsabbruch ist rechtlich gesehen niemals Mord, solang die Geburtswehen noch nicht eingesetzt haben...

Bevor eine Diskussion aufkommt: Mord ist ein rechtlicher Begriff, daher ist die Verwendung hier schlichtweg falsch.

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BellaBoo 23.06.2016, 03:00
@CalicoSkies

Mord bedeutet die Planung das man einem Menschen das Leben nimmt und das auch durchführt.

Da ein Kind nach der 24 SSW schon als lebensfähig anzusehen ist, die Mutter somit plant dem Kind das Leben zu nehmen und das auch durchführt ist es für mich Mord. Da kannst du mir mit Gesetzgebung kommen wie du willst. Und moralisch gesehen bleibe ich sowieso dabei !

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:13
@BellaBoo

Das ist rechtlich völliger Unsinn.

Ein Embryo oder ein Fötus ist kein Mensch - genausowenig wie ein Kirschkern ein Kirschbaum ist.

Nichtmal ein Fetozid wäre Mord - der teilweise aus medizinischer Begründung heraus durchaus auch legal durchgeführt wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Fetozid)

Du kannst hier den Begriff Mord schlicht und ergreifend nicht verwenden, da es - ich wiederhole mich - ein rechtlicher Begriff ist.

Wenn du einen Arzt, der einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt hat, als "Mörder" betitelst, ist das deswegen sogar eine Verleumdung - da du ihn einer Straftat bezichtigst, die er ganz klar nicht begangen hat.

Diese emotionale Sprache ist nicht wirklich angebracht... Schwangerschaftsabbrüche sind einerseits medizinisch nötig, andererseits haben wir eine de-facto-Fristenregelung, weswegen die betroffene Frau selbst entscheiden kann.

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Absolut nicht!

Generrell bin ich gegen eine Abtreibungserlaubnis.Doch diese noch  in der 24 SSW durchzuführen geht schon echt zu weit. Es gibt mehrer Fälle wo es zur früh geburt in der 23 SSW kommt.

Diese Kinder können ja wenn es wirklich nicht passt noch zur adoption freigegeben werden. Aber eine Abtreibung in diesem Stadium ist verantwortungslos und jedem laien sollte klar sein dass das Kind voll lebensfähig ist.

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Absolut nicht!

Da ich prinzipiell gegen Abtreibungen bin, bin ich - wenn denn Abtreibung schon legal sein muss - wenigstens für sinnvolle und Schwangeren zumutbare Einschränkungen; da in vielen Ländern Schwangere mit der Einschränkung 14. SSW ganz gut zurecht kommen, ohne dass deshalb gleich die Gleichberechtigung abgeschafft ist oder Frauen zu Gebärmaschienen degradiert sind, gibt es keinen sinnvollen Grund für 24. SSW.

Das gilt insbesondere, da diese Grenze sogar nach US-Recht eigentlich unsinnig ist, da eigentlich Lebensfähigkeit gilt, die inzwischen medizinisch eher bei der 22.-23. SSW zu sehen ist (die 24.SSW entschieden wurden ca. 1973 entschieden, da damals da die Lebensfähigkeit lag, aber wenn sich das medizintechnisch verschiebt müsste es nach damaligen Urteil sich auch verschieben).

Ferner ist anzumerken, dass die juristische Begründung für das US-Recht inzwischen sowohl von Abtreibungsgegnern wie -befürwortern als grob fehlerhaft angesehen wird, womit da eigentlich wie auch immer nachgebessert werden müsste.

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Absolut nicht!

Es sollte eine Grenze geben, und 24 Woche heißt ja 6ter Monat oder so ... Frühchen aus dem 7ten haben schon überlebt, also mir ist das zu nah dranne...

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da hat jedes land seine eigenen gesetze. daran muss man sich halten.

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DieDaLinksOben 22.06.2016, 15:52

Das weiß ich. ich wollte nur die Meinung einzelner Personen, bezüglich diesem Thema wissen :)

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Grundsätzlich bin ich zu fast jedem Zeitpunkt dafür. Wenn eine Frau das, wenn auch erst spät, nicht will, dann ist dem armen Kind auch nicht geholfen doch zu kommen...

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Smexah 22.06.2016, 15:52

Du kannst es ja auch noch abgeben. Demnach könnte ich auch nach der Geburt noch sagen, dass ich es nicht will und dann wird es erschlagen oder wie? Die Frage ist, ab wann ist es "Mord"...

Ich finde, wenn man es sich 3 Monate überlegen kann, dann reicht das. Ein neues Kind kann man ja immer wieder machen.... Ja, klingt hart, ist aber so!

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Johannisbeergel 22.06.2016, 16:01
@Smexah

Für mich kann es nur Mord sein, wenn man es aus niederen Beweggründen macht. zB wenn einer glücklich werdenden Mutter in den Bauch getreten wird. 

Ob der "Wille der Mutter", was sie mit ihrem Körper macht, als niedrig einschätzen würde...nö

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BellaBoo 22.06.2016, 16:08
@Johannisbeergel

Das wäre es auch in Ordnung wenn die Mutter im 9. Monat noch abtreibt ?

Der Wille der Mutter...was ist mit dem Willen des Kindes ?

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CalicoSkies 23.06.2016, 08:23
@Smexah

Die Frage ist, ab wann ist es "Mord"...

Diese Frage ist rechtlich klar geregelt: Ab dem Einsetzen der Geburtswehen.

Vorher kann ein Schwangerschaftsabbruch niemals Mord sein, schlicht und ergreifend deswegen, weil es durch StGB §§ 218 und 218a geregelt ist.

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Absolut nicht!

Je nach Krankheit, wenn's kein schönes Leben fürs Kind wäre, ok.

Alles andere, bis zur fünften Woche...ab Herzschlag ist's für mich schon Mord, sorry...

Nur weil viele zu doof zum verhüten sind...

Alle anderen können es anonym “los werden“!

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Absolut nicht!

Für ein Kind das abgetrieben wird ,spielt die Woche seiner Tötung keine Rolle .Sein Leben wird getötet bevor es seine Potentiale in der Welt enfalten durfte ,und das ist das Problem beim Thema Abtreibung.

Abgesehen davon dass bei einer Abtreibung es in sehr vielen Fällen , noch ein Opfer gibt ,nämlich die Frau die eine Abtreibung vornehmen lässt .

Das man sich  heute als Gesellschaft ,anmasst einen Menschen zu töten bevor er sich überhaupt dagegen auch  sich nur Ansatzweise wehren könnte,vor allem das ein ungeborenes Kind in der heutigen Gesellschafft keine Lobby besitzt.

Genau so wenig spielt es für die Mutter die eine Abtreibung vornehmen hat lassen ,allermeist weil die Gesellschaft es versäumt hat ihr einen gangbaren Weg mit den Kind aufzuzeigen .

Daher ist es meiner Ansichicht nach lachhaft zu sagen ,es wäre eine frei Entscheidung von Frauen abzutreiben ...

Aus eigener Erfahrung mit Abtreibung kann ich nur sagen ,wir Frauen sollten nicht so naiv sein und und eine Gesellschaftspolitisches motiviertes Eugenik Programm , der Politik uns unter dem Deckmantel der  Frauenrechte  andrehen zu lassen .

Auch wenn das politisch noch so korrekt sein mag:

Silent no more !!:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL45610F21942F4557

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CalicoSkies 26.06.2016, 20:37
@Waldfrosch10

Auch das ist ein Film, der nur mit emotionaler Anteilnahme ködern will.

Auch hier nochmal das Gleiche: Es ist erwiesen, dass ein Schwangerschaftsabbruch keine hohe psychische Komplikationsrate hat, sondern eine äußerst niedrige...

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CalicoSkies 26.06.2016, 20:47
@Waldfrosch10

Auch hier Abtreibungsgegner, die mit aller Gewalt irgendwelche "Studien" oder Links gegen Abtreibungen sammeln.

Die meisten dieser Studien sind weder peer-reviewt noch in renommierten Magazinen veröffentlicht worden - warum auch?

Eine große Metaanalyse kam zu einem klar anderen Schluss:

Abortion is clearly safer than childbirth. There is no evidence of an
association between abortion and breast cancer. Women who have abortions are not at increased risk of mental health problems over and above women who deliver an unwanted pregnancy. There is no negative effect of abortion on a woman's subsequent fertility

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21557713?dopt=Abstract

Deine Haltung entspricht ganz klar nicht dem medizinischen Stand.

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carn112004 27.06.2016, 07:43
@Waldfrosch10

In einem hat Calico teilweise recht, nämlich insoweit er behauptet, dass die Studien, die entsprechende psychische Risiken von Abtreibung belegen, nicht sehr zuverlässig sind.

Gilt aber genauso für die Studien, die das Gegenteil belegen.

Grund ist, dass Fragen, was sich wie auf die Psyche auswirkt, sehr komplex ist und vor allem, dass bei entsprechenden Studien viele Aspekte der Studie vor Studienbeginn entschieden werden müssen.


Z.b. wenn eine Frau, 40, verheiratet, 3 Kinder, gut situiert, eigene Wohnung, kein übermässiger Alkoholkonsum, keine Antidepressiva, keine Therapien, nach eigener Bewertung glücklich angibt, dass die Abtreibung mit 20, die sie eigentlich nur machte, weil der Kindsvater ihr Schläge angedroht hat (und sie schon früher geschlagen hat; wobei sie heute nicht mit dem damaligen nichts mehr zu tun hat), der größte Fehler ihres Lebens ist, den sie jeden Tag bereut - gibt das nun ein Kreuzchen in der Spalte "psychische Folgen" oder in der Spalte "keine psychischen Folgen".

Beides ließe sich rechtfertigen und PL-eingestellte Forscher werden dazu neigen sowas eher unter ersterem einzuordnen; und PC-eingestellte Forscher werden dazu neigen sowas eher unter zweiterem einzuordnen; folglich gelangen sie zu verschiedenen Ergebnissen.


Und solche Problemchen gibt es zu dutzenden und hunderten bei solchen Studien, womit alleine aufgrund der anderen Heransgehensweise bei GLEICHEM Datensatz unterschiedliche Ergebnisse herauskommen können.


Und dummerweise heißt das nicht mal, dass beide Seiten gleich falsch liegen, sondern es könnte sein, dass die eine oder andere Seite die bessere Auswahl trifft. Aber welche Seite das ist, ist extrem schwer zu sagen.


Heißt aber auch, man sollte auf ie Studien jeweils nicht zu viel geben.



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CalicoSkies 26.06.2016, 20:36

Für ein Kind das abgetrieben wird ,spielt die Woche seiner Tötung keine Rolle .Sein Leben wird getötet bevor es seine Potentiale in der Welt enfalten durfte ,und das ist das Problem beim Thema Abtreibung.

Ein Kind kann nicht "abgetrieben" werden, da es bereits geboren ist.

Ein Embryo und ein Fötus sind kein "Kind" und kein "Mensch"... und daher muss man einem Embryo / einem Fötus auch keine Menschenrechte zugestehen.

Höchstens wird potentielles Leben ausgeschlossen - aber das wird auch ausgeschlossen, wenn man bspw. verhütet... ;)

Abgesehen davon dass bei einer Abtreibung es in sehr vielen Fällen , noch ein Opfer gibt ,nämlich die Frau die eine Abtreibung vornehmen lässt .

Laut aktuellen Studien ist ein Schwangerschaftsabbruch sowohl physisch als auch psychisch komplikationsloser als eine Geburt.

Daher kann man hier wohl schlecht von "Opfer" sprechen, auch wenn du natürlich denkst, dass jede Frau psychische Probleme nach einem Abbruch hat, was schlicht unwahr ist :)

Das man sich heute als Gesellschaft ,anmasst einen Menschen zu töten bevor er sich überhaupt dagegen auch sich nur Ansatzweise wehren könnte,vor allem das ein ungeborenes Kind in der heutigen Gesellschafft keine Lobby besitzt.

Das Recht der Frau auf den eigenen Körper wiegt schwerer als irgendein "Recht" eines Embryos oder eines Fötus (welches es nicht einmal gibt)

Auch hier redest du wieder von "Mensch" - ein Embryo und ein Fötus sind keine Menschen, genausowenig wie ein Kirschkern ein Kirschbaum ist!

Ich finde es persönlich gut, dass schwangere Frauen eine Lobby haben, die ihnen das Recht auf einen Abbruch einer Schwangerschaft sichert - was lange erkämpft werden musste.

Genau so wenig spielt es für die Mutter die eine Abtreibung vornehmen hat lassen ,allermeist weil die Gesellschaft es versäumt hat ihr einen gangbaren Weg mit den Kind aufzuzeigen .

Wir haben eines der besten Sozialsysteme der Welt.

Das Problem sind meistens nicht die Finanzen, sondern dass ein ungewolltes Kind die Schulausbildung, die Karriere, das komplette Lebensumfeld und die komplette Lebenssituation kaputtmachen kann.

Auch das sind daher legitime Gründe zum Abbruch einer Schwangerschaft, wenn die betroffene Frau nicht schwanger werden wollte... Verhütungsmittel können auch versagen.

Daher ist es meiner Ansichicht nach lachhaft zu sagen ,es wäre eine frei Entscheidung von Frauen abzutreiben ...

Ist es.

Es ist nur die Entscheidung von betroffenen Frauen, wenn sie ihre Schulausbildung, Karriere, Lebenssituation o.Ä. vorziehen - was auch durchaus verständlich ist.

Die Deutschen bekommen sowieso wenige Kinder - und auch das hat nichts mit mangelnder Förderung zu tun (der Staat steckt ja immer mehr Geld in Förderung, aber erhöht die Geburtenrate fast überhaupt nicht!), sondern einfach mit der Einstellung...

Aus eigener Erfahrung mit Abtreibung kann ich nur sagen ,wir Frauen sollten nicht so naiv sein und und eine Gesellschaftspolitisches motiviertes Eugenik Programm , der Politik uns unter dem Deckmantel der Frauenrechte andrehen zu lassen .

Und das ist eine reine Verschwörungstheorie.

Schwangerschaftsabbrüche haben mit Eugenik nichts zu tun - denn alle Frauen können einen SChwangerschaftsabbruch straffrei vornehmen lassen, nicht nur "besondere" Frauen...

Für eine Eugenik müsste man das irgendwie "aussieben" - tut man aber nicht, und fast jedes westliche Land erlaubt Schwangerschaftsabbrüche.

Außer natürlich das ist ein böser Plan der bösen Aliens, die uns Menschen alle ausrotten lassen wollen!!!!!!!!1111einself

Ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen hat in vielen Ländern (wie bspw. an einer Statistik aus Polen entnehmbar) keine Erhöhung der Geburtenrate zu Folge gehabt.

Also ist es wenn dann ein äußerst schlechtes Eugenikprogramm, denkst du nicht die böse, böse Weltverschwörung hätte da bessere Möglichkeiten? xD

Selbstbestimmung über den eigenen Körper gehört zu den Menschenrechten - und damit kann eine Frau nicht gezwungen werden, eine ungewollte Schwangerschaft auszuhalten.

Auch wenn das politisch noch so korrekt sein mag:

Silent no more !!

Das ist nichts adneres wie ein Propagandavideo gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Natürlich gibt es Frauen, die psychische Komplikationen nach einem Abbruch haben - das ist jedoch äußerst selten.

Psychische Komplikationen nach einer Geburt sind deutlich häufiger - das sagt schon alles ;)

Aufgrund einiger schlechter Erfahrungen daher drauf zu schließen, das wäre bei allen Frauen der Fall, ist Schwachsinn.

Alleine 2004 bis 2014 gab es in Deutschland eine Million Abbrüche - wenn ein Abbruch wirklich so schlimm wäre und psychische Komplikationen hatte, wieso  gibt es dann nur so eine kleine Minderheit an Frauen, die damit ein Problem haben?

Wenn du Recht hättest, dann würden 100.000e Frauen auf die Barrikaden gehen - tun sie aber nicht.

Du solltest mal nachdenken warum :*

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carn112004 27.06.2016, 06:21
@CalicoSkies

Tatsachen sind für dich offensichtlich nur insoweit relevant, als dass sie deiner Position nützen:

"Höchstens wird potentielles Leben ausgeschlossen"

Blödsinn, sowohl ein Embryo als auch ein Fötus sind jeweils ein Lebewesen und damit natürlich auch lebendig. Sie sind also kein potentielles Leben, sondern bereits jetzt aktuell existierendes Leben. Somit betrifft Abtreibung eben gerade nicht potentielles Leben.

Hingegen handelt es sich bei einer unbefruchteten Eizelle und bei einem Spermium um keine Lebewesen. Somit betrifft Verhütung potentielles Leben.

Das ist eine biologische Tatsache. Aber akzeptieren willst du sie nicht.

"Das Recht der Frau auf den eigenen Körper wiegt schwerer als irgendein "Recht" eines Embryos oder eines Fötus (welches es nicht einmal gibt)"

Ein Embryo oder Fötus hat die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und das Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG. Siehe da:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

Das ist eine juristische Tatsache. Aber akzeptieren willst du sie nicht.

"Schwangerschaftsabbrüche haben mit Eugenik nichts zu tun"

Auch wenn du recht haben magst, dass keine Verschwörung im Gange ist (was waldfrosch, soweit ich verstehe auch nicht behauptet hat, aber Schwamm drüber) sind eugenische Gründe, also dass das Leben des ungeborenen nicht lebenswert sei, bei Spätabtreibungen nach § 218a Abs. 2 StGB völlig normal und das wird auch offen unter Ethikern diskutiert.

Zu behaupten, Schwangerschaftsabbrüche hätten nichts mit Eugenik zu tun, ist also ein bischen merkwürdig. Ferner gibts hier grade eine Fragerin, bei der wohl die Indikation "falsches Geschlecht nach Ansicht des Kindsvaters" vorliegt; wenn es wegen sowas Abtreibungen gibt, dann natürlich erst recht wegen eugenischen Gründen.

"Ist es.

Es ist nur die Entscheidung von betroffenen Frauen, wenn sie ihre Schulausbildung, Karriere, Lebenssituation o.Ä. vorziehen"

Was zeigt, dass du nicht mal in relevanter Anzahl Geschichten von Frauen kennst, ob und warum oder warum diese nicht abgetrieben haben.

Ja, ein Teil entscheidet frei und selbstbestimmt, wie vom feministischen Drehbuch vorgesehen.

Ein anderer Teil - nun, ja, keine Ahnung was Feministen so unter frei und selbstbestimmt verstehen, aber juristisch ist ein "Wenn du nicht abtreibst, dann schmeißen wir dich aus dem Haus und du kannst sehen, wie du dein Abi dann noch schaffen kannst." schwere Nötigung, § 240 Abs. 4 Nr. 2 StGB; wer dann das als Entscheidung der betroffenen Frau ansieht, die es vorzieht eben ihr Abi zu machen, statt mit 17 ohne Unterstützung der Eltern im Mutter Kind Heim zu hocken, der hat schlicht nicht alle Tassen im Schrank.

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