Was ist eurer Meinung nach die beste Linux Distro?

8 Antworten

Es gibt keine "beste" Linux-Distribution, jede hat ihre Vor- und Nachteile. Zum einen ist persönliche Präferenz entscheidend, zum anderen das Anwendungsszenario.

https://distrochooser.de/ kann dir bei der Entscheidungsfindung helfen.

Ich selbst nutze seit Jahren Ubuntu, LTS. Für mich ist das eine bequeme Lösung, das System läuft über einen langen Zeitraum stabil und ich muss mich um nichts kümmern. Dafür nehme ich in Kauf, dass ich nicht immer die neuste Software habe. Bei Programmupdates (über Sicherheitslücken hinausgehend) kann es dagegen passieren, dass sich mal das Dateiformat fürs speichern ändert, etc...
Ich weiß, dass es bei Ubuntu auch viel Kritik gibt, weil die an einigen Stellen ihr eigenes Süppchen kochen - aktuell ist Snap so ein Streitthema, mit dem ich auch nicht glücklich bin.

Linux Mint, von Ubuntu abgeleitet, ist mir dagegen schon zu viel abgeleitet (das heißt, LTS ist nochmal älter) und für Windows-Umsteiger vorbereitet. Mag ich nicht so.

Arch und Gentoo eignen sich halt, wenn man das Betriebssystem wirklich verstehen will, man ist aber auch irgendwie gezwungen, sich damit zu beschäftigen und ständig Updates zu machen. Das ist dann, finde ich, fast ein Hobby.

Wenn deine Distribution alles gut abdeckt was du an Anforderungen hast, ist diese Distribution die "beste Distribution" für dich, andere User haben andere Anforderungen und Vorlieben.

Ich persönlich nutze beruflich und privat am liebsten Arch Linux, gefolgt von Manjaro Linux und für mein Notebook Xubuntu.

Arch Linux ist nicht für Neueinsteiger gedacht, die Installation wird an der Konsole Step für Stepp händisch durchgeführt, es wird daher nur das installiert, was man explizit auch installiert haben möchte, dadurch ist und bleibt diese Distribution schlank.

Manjaro basiert auf Arch Linux, Manjaro lässt sich dagegen bequem wie anderen gängigen Distributionen in kürzester Zeit installieren, bietet natürlich auch Arch-Vorteile.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich nutze schon seit Ewigkeiten Debian und bin damit zufrieden. Daher kann ich die Distribution empfehlen.

Mit anderen Distributionen wie Ubuntu, CentOS oder ArchLinux kann ich nicht viel anfangen.

Linux Mint Cinnamon auf Ubuntu Basis, nutze es seit Jahren und bin damit sehr zufrieden. Ist sehr Performant, leicht zu installieren und zu warten. Auserdem auch recht schick.

hattest du auch schon mal einen Filesystem-Fehler in deiner HOME-Partition oder den Wunsch HOME auf eine andere Platte umziehen zu lassen.
Natürlich, das ist einfach, man installiert alles neu. Wahrlich professionell.

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@guenterhalt

Bisher habe ich das noch nicht gebraucht, also kann ich das nicht sagen.

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@CoSci

O.k. du hast bestimmt noch nicht als Administrator in einem Unternehmen gearbeitet.

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@guenterhalt

Unter /home ein anderes Laufwerk mounten. Wo ist da bitte das Problem? Das kannst du auch in die /etc/fstab eintragen und der mountet das andere Laufwerk automatisch.

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@verreisterNutzer

dabei darf aber kein Fehler auftreten, auf der neuen Partition muss sich das Home-Verzeichnis des Useres befinden, der sudo-Rechte hat. Sobald da nur der geringste Schreibfehler oder ein Zugriffsfehler vorliegt, kann sich niemand mehr einloggen und den Fehler beseitigen.
Ein oft gemachter Fehler ist, das Home des Users mit sudo cp .... zu kopieren, zu vergessen, die die Dateien dann root gehören. Den gibt es aber nicht (der wurde halb tot geschlagen und nicht erweckt)

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Deshalb ist OpenSUSE bisher mein Favorit.

das ist auch meine Meinung.

Ich betrachte die von SuSE als die, die sich unbeirrt von "Neuerungen" einiger anderer Distributionen zumindest an eine Strategie von Unix hält.
"Admin-Aufgaben sind Aufgaben des Superuser (root)" .

Damit sind sowohl Aufgaben, als auch Daten strikt getrennt. So hat root seine eigenes Passwort und root hat seinen eigene Home-Bereich außerhalb von /home.
So kann diese Distribution auch für professionelle Zwecke benutzt werden.
Es ist doch nicht auszudenken, wenn jeder Hansel in einem Unternehmen mit sudo die Dateien seiner Kollegen oder Chefs einsehen und ändern könnte.

Im privaten Bereich ist man als User auch zwangsläufig Administrator und zu Hause wird man nicht /home auf einem 2. Rechner als Fileserver haben. Da scheitern die Distributionen, die alles über sudo administrieren, denn ohne 2. Rechner kein /home und ohne /home kein User-login und auch kein sudo .

Woher ich das weiß:Beruf – openSuSE seit 1995

Unter jeder Linux-Distirbution gibt es den root User. Und der hat auch ganz normal sein Home-Verzeichnis außerhalb von /home.

Und mit sudo hat nicht jeder root Rechte. Man kann sudo über visudo einfach konfigurieren und an einzelne User Rechte vergeben.

Es ist eher sinnvoll separate Accounts zu verwenden, die root-Aufgaben übernehmen, als einen root Account für alle User bereitzustellen.

Als ich Linux-Systeme administriert habe, hat keiner den root Account genutzt. Ich habe einem User genau einen Account zur Verfügung gestellt und ihm die Rechte gegeben, die er braucht. Ich will nämlich nachvollziehen können, was wer am System macht.

Das ist auch der empfehlenswerte Weg. Ein Account für alle ist ungut.

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@verreisterNutzer

natürlich gibt es in allen Linux-Distributionen einen root, nur kann sich, mangels Passwort der nicht anmelden. Was also nützt der?
Du musst mir nicht sagen, wie man die /etc/sudoers bearbeitet. Sollte aber die Home-Partition aus irgendwelchen Gründen nicht zur Verfügung stehen, geht nichts mehr.

Wann begreifen das die Ubuntu-Leute mal?

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@guenterhalt
Wann begreifen das die Ubuntu-Leute mal?

Keine Ahnung. Ich nutze Debian und da kann man den root User bei der Installation aktivieren oder deaktivieren.

Ubuntu ist das Windows unter den Linuxen. Sowas nutze ich nicht.

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@verreisterNutzer

es ging ja auch nicht um Debian. es ging um Ubuntu und alle die Distributionen, die da meinen, dass man damit den Umsteigern von Windows entgegen kommen muss.

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