Was ist euer Lieblings heimischer und größerer Laubbaum (20m+)?


24.04.2022, 16:45

Bezug ist hierbei eine natürliche Grundlage, also nicht wie viel Geld kann ich mit der Baumart im kapitalistischen Wirtschaftssystem erwirtschaften oder in anderer Form zu meinem egoistischen Wohle nutzbar machen, sondern wie findet ihr die Baumart unter den Gesichtspunkten, Artenvielfalt, Habitus, Optik, Besonderheiten, Wechselwirkungen, Ideologie, Glaube usw.

Das Ergebnis basiert auf 37 Abstimmungen

Buche (Rot) 38%
Eiche (Stiel, Trauben, Flaum) 30%
Ahorn (Spitz, Berg, Feld, Schneeball) 16%
Esche (Gemeine) 5%
Pappel (Zitter, Schwarz, Silber) 5%
Linde (Sommer, Winter) 3%
Ulme (Feld, Berg, Flatter) 3%

21 Antworten

Von Experte myotis bestätigt

Hallo,

Habe hier schon öfter geschrieben, dass ich mich als Förster bemühe, keine Lieblingsbaumart zu haben, um sie dann nicht überall hinzubringen, egal, ob sie dort passt oder nicht. Ganz davon frei machen kann ich mich sicher nicht, ich mag besonders seltene, in der Vergangenheit (zu) wenig beachtete einheimische Laubbaumarten, so wie:

https://www.baumkunde.de/Sorbus_torminalis/

Die hab ich auch als Hausbaum direkt vor unsere Tür gepflanzt. Aber hier bei uns passt sie auch sehr gut standortlich - Kalkboden und ziemlich warm!

Man sollte sich in der Tat nicht auf eine Art festlegen, sondern schön einen Mischwald erzeugen. Auch gerne seltene Minderheiten pflanzen, bisschen Abwechslung reinbringen. Ich persönlich find Elsbeere interessant, hab ich bei mir ein paar gepflanzt

3

Das stimmt natürlich, dass man seine eigene Lieblingsbaumart nicht zu sehr in den beruflichen Alltag einfließen lassen darf. Aber haben darf man diese Vorliebe natürlich schon :)

Obwohl es natürlich viele Kollegen gibt, die diese Präferenzen auch beruflich einbinden.

1
Linde (Sommer, Winter)

Ich finde Lindenbäume super schön, überhaupt wenn sie genügend Platz haben und ihre schöner gleichmäßiger Wuchs und die Krone sichtbar ist. Bei uns ist die Linde in den Wälder eher selten zu finden, man sieht sie als Straßenbäume, in Park also im bewohnten Bereich.

Die Linde galt als heiliger Baum, bei uns gibt es eine schöne Dorflinde, die früher als Gerichtsort, zum Nachrichtenaustausch, als Treffpunkt für die Dorfjugend, zur Brautschau und zum Tanzen diente.

Buche (Rot)

Ich mag Rotbuchen sehr, finde aber auch die Blätter von Eichen ansprechend.

Ich selbst habe im Garten eine Magnolie, eine Blutpflaume, Zierkirsche, einen Flieder, einen Ahorn, eine Robinie, 2 Holzäpfel.

Die Ulme musste weg, der Dreck durch die Samen war nicht mehr zu stemmen. Sie flogen die gesamte Straße in die Nachbarschaft hinein und sogar in die Fenster der 1. Etage.

Buche (Rot)

Irgendwie finde ich die hiesigen rotbuchenbetonten Mischwälder hier in der Gegend, wo ich noch wohne, am schönsten, aber ich mag auch andere Bäume gerne, am wenigsten aber tatsächlich die Ahorne, aber das nur, weil sie keine Mykorizzas bilden und bei Pilzen als erstes Hobby .......

Esche (Gemeine)

Mit Abstand ist die Esche mein Lieblingsbaum. Sie gefällt mir von ihrem Aussehen her, ihre oft mächtige Krone mit den Fiederblättern, die dem Gesamtbild eine unglaubliche Strukturtiefe verleihen. Dazu kommt ein wunderschönes Holz.

Leider ist sie zunehmend vom Eschentriebsterben betroffen und wird vielerorts schon komplett abgeschrieben und durch andere Arten ersetzt. Nichtsdestotrotz ist sie mein Lieblingsbaum.

Es gibt natürlich auch andere Bäume, die mir sehr gut gefallen. Die Rotbuche, insbesondere in der Variation als Blutbuche beispielsweise. Der jetzt im Frühjahr einfach wunderschön: Frisch austreibende Birken. Es gibt eigentlich keinen Baum, den ich nicht mag - und ich habe doch im Laufe meiner Ausbildung sehr viele Arten kennengelernt. Und selbst die unter Umständen unglaublich dornige Robinie hat ihre Vorzüge.

Was möchtest Du wissen?