Was ist eine Zwickmühle?

4 Antworten

Eine Zwickmühle beim Mühlespiel ist eine Konstellation, bei der man mit jedem Zug eine Mühle schließen kann. Für den Gegner eine aussichtslose Situation.

Übertragen auf das Leben ist es eine Situation, in der man nicht weiß, was man tun soll, weil entweder beide Alternativmöglichkeiten gleich gut oder gleich schlecht sind.

Das erinnert an den Buridan'schen Esel aus der griechischen Fabel von Buridan, der genau in der Mitte zwischen zwei gleichgroßen Haufen mit leckerem Heu steht. Er verhungert schließlich, weil er immer, wenn er sich einem der Haufen nähert, es nicht ertragen könnte, sich vom anderen zu entfernen.

Das ist die harmlosere Variante der klassischen Tragödie:
wie du dich auch entscheidest, gestorben wird immer!

Bei einer Zwickmühle kommt es nicht ganz so schlimm.
Aber auch da kann man sich nur zwischen Übel und Übel entscheiden, wenn man einer gegenübersteht (Dilemma).

Herkunft des Begriffs ist eine Stellung im Mühlespiel, wenn der Gegner mit jedem Zug eine unangreifbare Mühle schließen kann, wobei er damit eine für den nächsten Zug aufmacht. Gebraucht wird der Ausdruck gewöhnlich aber metaphorisch.

Nein, im Normalfall gibt es nur Auswege mit "Verlusten".
Zum Beispiel:

Man sagt die Wahtheit und verletzt damit.
Man sagt sie nicht und bekommt es später doppelt ärgerlich zurück, wenn's rauskommt, dass man etwas schon lange wusste.

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