Was ist eine zumutbare Arbeitsstelle?

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4 Antworten

Wass steht denn genau im Arbeitsvertrag? Denn es heißt:

Je konkreter der Arbeitsort dort festgelegt ist, desto schwieriger ist eine Versetzung gegen den Willen des Arbeitnehmers durchzusetzen. Wenn ein fester Arbeitsort vereinbart wurde, dann ist der Arbeitnehmer grundsätzlich auch nur dort verpflichtet dauerhaft seine Arbeitsleistung zu erbringen. Wenn im Arbeitsvertrag vereinbart wurde, dass der Mitarbeiter bundesweit an jedem Standort des Unternehmens eingesetzt werden kann, dann hat der Arbeitgeber freien Handlungsspielraum bezüglich des Einsatzortes und einer Versetzung.

Häufig findet sich aber trotz eines vereinbarten Einsatzortes eine sogenannteVersetzungsklauseln bzw. ein Versetzungsvorbehalt in Formular-bzw. Musterarbeitsverträgen. Damit behält sich der Arbeitgeber vor, den Arbeitsort seines Mitarbeiters zu ändern, selbst wenn grundsätzlich ein fester Arbeitsort vereinbart wurde. So eine Klausel könnte lauten: „Der Arbeitgeber behält sich vor, den Arbeitnehmer auch an einen anderen Unternehmensort zu versetzen, wenn ihm dies bei Abwägung der betrieblichen und persönlichen Umstände zuzumuten ist.“

Eine feste Grenze für eine zumutbare Versetzung an einen anderen Arbeitsort gibt es nicht. Entscheidend sind immer die Gründe des Arbeitgebers und die Interessen des Arbeitnehmers. Wenn arbeitsvertraglich kein fester Arbeitsort vereinbart wurde, dann ist eine Pendlerzeit von ein bis zwei Stunden in der Regel zumutbar. Hierbei kommt es allerdings auch auf die tägliche Arbeitszeit an. Bei einer Teilzeitkraft, die nur fünf Stunden täglich arbeitet, kann solch eine Versetzung unzumutbar sein, wenn nicht dringende betriebliche Gründe einen Umzug rechtfertigen würden. Andersrum kann auch eine Versetzung von mehreren hundert Kilometern billigem Ermessen entsprechen, wenn der Arbeitgeber hierfür sehr gewichtige Gründe hat (die den Interessen des Arbeitnehmers vorgehen).

Wenn der Arbeitnehmer beispielsweise seine schwerkranke Frau pflegen muss und der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter aus rein wirtschaftlichen Gründen versetzen will, dann wird diese Versetzung eher unzumutbar sein.

Wenn kein fester Arbeitsort vereinbart wurde bzw. eine Versetzungsklausel vorliegt, hat der Arbeitgeber grundsätzlich einen eher weiten Spielraum bei Versetzungen.

Insbesondere eine Versetzung an einen nur wenige Kilometer entfernten Arbeitsort mit geringen Pendlerzeiten sind dem Arbeitnehmer in aller Regel zumutbar.

LG
Noeru

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Es gibt keine bestimmte Entfernenung, ab der eine Versetzung als unzumutbar gilt. Wenn in deinem Arbeitsvertrag nicht drin steht, daß du nur an einem bestimmten Arbeitsplatz eingesetzt werden kannst, ist so eine Versetzung grundsätzlich möglich. Allgemein kannst du von einer Pendlerzeit von bis zu 2 Stunden ausgehen, bevor ein Arbeitsgericht das als nicht mehr zumutbar einstufen würde. Wie du hinkommst, ist dabei dein persönliches Problem.

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Nun versetzen können sie dich wahrscheinlich, allerdings steht dir wohl auch Fahrgeld zu. Es kann niemand von dir erwarten das du auch noch die Fahrtkosten trägst. Das steht aber im Tarifvertrag wann und unter welchen Umständen Fahrtkostenersatz zu leisten ist.

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Kommentar von Messkreisfehler
02.07.2016, 08:12

Wie der Arbeitnehmer zum Arbeitsplatz kommt ist sein Problem. Fahrgeld steht in der Regel nicht zu!

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das ist schwierig. Also zumutbar ist glaube ich alles was 30km Entfernung hat. soweit ich weiß.

Kann dir eigentlich nur raten egal was dir hier gesagt wird, du wirst ein Anwalt für Arbeitsrecht brauchen.

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