Was ist eine Umsiedlung (Geschichte Nationalsozialismus?

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3 Antworten

Das Wort wurde von den Nazis in mehreren Bedeutungen verwendet. Z.B war auch von Umsiedlungslagern die Rede (es waren dies die Horrorlager Treblinka, Majdanek und Auschwitz. Aber auch Deutschstämmige, die in anderen Ländern lebten, wurden umgesiedelt (d. h. mehr oder minder zwangsweise in andere Gemarkungen versetzt).

Umsiedler sind Personen, die Beteiligte einer Umsiedlung sind. Dabei handelt es sich um eine größere Bevölkerungsgruppe, die durch staatlich gelenkte Maßnahmen in einer gemeinsamen Umsiedlungsaktion ihren bisherigen Lebensraum verlässt. Es kann sich um eine freiwillige Migration oder eine Zwangsmigration handeln. Beispiel für Letzteres sind die von der österreichischen Hofkanzlei im 18. Jahrhundert verordneten Transmigrationen. Größere Umsiedlungen fanden im 20. Jahrhundert in Europa vor allem unmittelbar vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

Die Umsiedlung vieler Südtiroler nach Deutschland. Hitler und Mussolini kamen überein, dass die deutschsprachigen Südtiroler (70 % der Bevölkerung) nach D umsiedeln mussten oder in Südtirol zwangsitalianisiert werden sollten. Italianisierung: italienische Personennamen (Franz wird zu Francesco), Verbot des Deutschen in der Öffentlichkeit, in der Schule, vor Gericht, auf Grabsteinen, bei Straßennamen etc. 

Obwohl sich rund 85 % für die Deutschland-Option entschieden hatten, wanderten bis zur Annexion des norditalienischen Alpenvorlandes im September 1943 nur 75.000 Südtiroler tatsächlich ins Deutsche Reich aus. Nach 1945 kehrten die meisten ehemaligen Optanten als Rücksiedler wieder nach Südtirol zurück.


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