Was ist eine these und argument?

5 Antworten

Ein Argument ist ein Grund, eine Begründung für eine Behauptung, ist also nicht die Behauptung selbst. Ob ein Satz ein Argument ist, kannst du ganz gut daran erkennen, dass du ihn mit "weil" einleiten kannst. Die meisten Argumente werden eh mit "weil" eingeleitet oder mit "denn". Beim Argumentieren nennt man sein Argument und führt es dann aus, wenn möglich mit Unterargument (en) und man veranschaulicht es mit einem oder mehreren Beispielen. Sollte ein Argument nicht ganz eindeutig sein, so dass man auch Bedenken haben kann, ob es voll gültig ist, nennt man diese Schwachstelle an besten.Dadurch ist der Argumentierende in einer besseren Lagen, als wenn seine Argumentationsgegner es vorbringen. ER muss allerdings darauf achten, dass von seinem Argument noch was übrigbleibt, sonst war es keins.

Die These ist die Behauptung, die du aufstellst, das Argument der Beweis.

 

These: Atomkraft ist unsicher.

Argument: Unfälle an Kraftwerken wie in Fukushima zeigen, dass nicht immer volle Sicherheit gewährleistet werden kann.

Also das arguement war imgrunde, dass die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann und das Beispiel, da es sich an solchen Unfällen zeigt, richtig?

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Wenn du im Deutschunterricht Argumentieren lernst, erlernst du im Grunde eine Art Selbstverteidigung. Die kannst du im Leben immer gut gebrauchen und könntest sie - unter Anderem - später sogar für irgendeine Institution oder Firma nutzbringend anwenden, um dich davon zu ernähren. Nun wirkt es im Verhältnis zu diesem Zweck etwas kläglich, danach zu fragen, was dein Lehrer denn wohl hören will; da sehe ich eigentlich wenig Chance, dir wirklich eine Stütze zu geben. Doch Versuch macht klug:

Die drei ... Items da oben sehen allesamt eher nach Feststellungen als nach Thesen aus; sie beschreiben gewissermaßen Ausschnitte der Realität. Jede der drei Behauptungen kann im Zusammenhang einer Argumentation - einer Rede, einem Beitrag zur Überzeugung Anderer - als Argument dienen, gerade WEIL sie relativ unstrittig sind. Eine These entsteht erst durch eine Schlussfolgerung aus diesen drei Behauptungen. Die brauche ich dir jetzt natürlich nicht vorzubeten; du weist ja darauf hin, dass dir klar ist, für welche (gesellschaftliche) Entwicklung sich der Autor ausspricht.

Nun ist eine Ausführung dieser These, wie sie die textgebundene Erörterung von dir verlangt, ganz deinen eigenen Fähigkeiten zum komplexen Denken in Zusammenhängen geschuldet. ... Schau dir die drei Behauptungen, Argumente genauer an und ergründe zunächst, warum der Autor genau diese auswählt: Er HÄTTE ja auch ganz andere Behauptungen / Sachverhalte ins Spiel bringen können. Er wählt aber genau diese drei, um etwas Bestimmtes, nämlich seine Schlussfolgerung, seine These bestmöglich - wie er wohl meint - zu stützen.

In welche Richtung nun wird der Autor seine These (die du an seiner Statt bestmöglich beschreiben sollst) entfalten? Dazu ein Hinweis: Die beiden ersten Behauptungen / Feststellungen / Argumente haben etwas Gemeinsames, und zwar den Bezug auf etwas "historisch Gewachsenes": etwas - nämlich die Anwendung von Gewalt - das untrennbar mit der Geschichte der Stück für Stück zusammeneroberten USA verbunden ist und tief im Selbstbewusstsein der US-Bürger verankert geblieben sein dürfte. Offenbar ist es diese Bindung des US-Selbstbewusstseins an die - aus der Rückschau wohl legitim wirkende - Gewalt-, Waffenanwendung, die der Autor anrühren will: Er scheint zu hoffen, dass genau solche Menschen seiner Argumentation folgen, die dieses US-Selbstbewusstsein in sich tragen. - Und damit ergibt sich die Brücke zum dritten Argument, das "irgendwie" weniger faktisch wirkt als die beiden vorigen, das man dennoch als "im Grunde gegeben" annehmen kann. Wer aber nun mal als US-Bürger überzeugt ist, dass die US-Geschichte eine legitime Gewalt- bzw. Waffenwendung rechtfertigt, ja: fast zu erfordern scheint, wird auch die dritte Feststellung stützen. Dies vermutlich ganz im Vertrauen darauf, dass man selber natürlich zu den bewaffneten Guten gehört, die ihre Waffen schon "gegen die Richtigen" anwenden werden.

Ein Hinweis zum Argumentieren-Lernen noch:

Es gibt da nur wenig "falsch" und "richtig", wie etwa in Mathe, Chemie oder gar ... Sport. Es kömmt ganz darauf an, wie gut DU SELBER eine These vertreten kannst. Wenn dein Deutschlehrer ein guter ist, wird er auch genau diese deine Fähigkeit beurteilen, wobei "richtig" bzw. "falsch" ... auf jeden Fall nicht das einzige Kriterium sind.

Das nenne ich mal eine hilfreiche Antwort!

Warum der "Algorithmus" diese beste von den hier stehenden Antworten ganz nach unten sortiert, wird wohl ein Geheimnis bleiben. ;)))

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Eine These ist einfach eine Aussage, beispielsweise: Schule ist doof.

So das ist eine Aussage, die nicht begründet ist sondern einfach mal so im Raum steht.

Dafür gibt es, da du deine Aussage nicht begründet hast, noch keine Punkte.

Deshalb jetzt das Argument dazu warum Schule doof ist.

(Warum ist Schule doof?? - weil...blablbla)

Beispiel: Schule ist doof weil man viel lernen muss und dies absolut stressig ist,..., und sich Stress zudem negativ auf das Immunsystem auswirkt, ...usw.

Nach dem Argument kommt am besten noch ein Beispiel, das zu der Situation passt. Btw. Muss dir nicht unbedingt wirklich passiert sein, aber das weiß der Lehrer ja nicht. Kannst natürlich auch, falls dir irgendwelche Fakten dazu bekannt sind oder irgendwelche Geschehnisse, diese nennen und als Beispiele verwenden.

Lg😉

Deine These ist deine Vermutung, was du DENKST, was es sein könnte und dein Argument ist deine Begründung, weshalb du denkst, dass es so sein könnte.

These:

- Nicht waffen töten menschen sondern menschen töten menschen

weil das eher eine Meinung ist als ein Fakt. Es ist Ansichtssache, ob die Menschen einen Menschen töten oder die Waffe es "getan" hat.

Argumente:

- Waffen gibt es schon seit Jahrhunderten
- Waffen als Verteidigung sind im 2. Amendement festgelegt

weil das fast schon ein Fakt ist und man das Belegen kann.

Deine Annahme muss begründet sein und meine Aussage kann eine von vielen sein.

Wie kann man das dann sagen bzw in der Erörterung wiedergeben?

So wie:

Die Kernthese des Textes ist, dass Waffen nicht verboten werden sollen. Weitere Thesen des Autors sind unteranderem, dass Menschen Menschen und nicht Waffen Menschen töten.

Oder wie?

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@Kugelschreiber9

Es kann als These gesehen werden, da letzlich die Waffen den Menschen töten. Wenn aber deine Hauptthese ist, dass Waffen nicht verboten werden sollten, dann würde ich das mit den "Menschen töten Menschen" eher als Argument sehen.

Es kommt auf die restliche Erörterung an und wo dein Schwerpunkt liegt. Es kann mehrere Thesen geben, aber es ist meist besser wenn du dich auf eine fixierst.

Such eine These auf die du am meisten Argumente finden kannst bzw. eine These die den Hauptteil des Textes am Besten wiederspiegelt. Die Überschrift deutet meist schon auf die Kernthese hin.

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