Was ist eine Tageszulassung?

5 Antworten

Der Hintergrund ist folgender:
Der Autohändler zahlt beim Hersteller einen bestimmten Einkaufspreis. Je nachdem, wieviel Autos er verkauft, bekommt er vom Hersteller bessere oder schlechtere Preise. Wieviele der Händler verkauft hat, wird daran gezählt, wieviele von ihm kommenden Fahrzeuge zugelassen werden.
Nun betrachten wir die Situation, daß ein Händler vom Werk ein Auto für 15000€ einkauft, falls er im Jahr weniger als 1000 Fahrzeuge verkauft hat. Hätte er mehr verkauft, dann bekäme er als guter Händler die Autos vom Hersteller für 14000€.
Nun hat er aber im Jahr nur 995 Autos verkauft. Hätte er nur 5 mehr verkauft, dann würde er im Einkauf fast eine Million sparen, da er dann alles 1000€ billiger bekommen würde. Also nimmt er 5 Autos und läßt sie auf der Zulassungsstelle zu. Damit erreicht er bei den Zulassungen die Zahl 1000 und kann beim Einkauf der nächsten Autos wieder viel Geld einsparen.
Diese 5 Autos sind aber nicht an Kunden verkauft, sie werden lediglich zugelassen - und gleich wieder abgemeldet. Sie sind also nur einen Tag angemeldet. Das nennt sich dann Tageszulassung. Da ein Kunde, der ein solches Auto kauft, dann offiziell nicht mehr der Erstbesitzer ist (das ist nämlich der Autohändler selbst), kostet den Kunden ein solches Auto um einiges weniger.
Wenn der Händler nun diese 5 Fahrzeuge um jeweils 3000€ billiger verkauft, dann "verliert" er hier quasi 15000€, aber er gewinnt ca 1 Million, weil der für das nächste Jahr die ca 1000 Autos alle wieder um 1000€ günstiger vom Händler erhält.
Das verbirgt sich hinter den Tageszulassungen.

Ein Fahrzeug das mindestens einen Tag auf jemand anderen (meist den Händler) zugelassen wurde. Oftmals als Probefahrt. Das Auto bekommst du deshalb billiger. Bei der Versicherung wirst du dafür aber schlechter eingestuft, da du im Fahrzeugschein als Zweitbesitzer eingetragen wirst

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