Was ist eine sozial ethische Sünde

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Eine sozialethische Sünde ist die kirchlich-christliche Bezeichnung für einen Verstoß gegen die Sozialethik.

Dieser Begriff ist allerdings nicht einheitlich definiert, da die verschiedenen Kirchen verschiedene Sozialethiken haben. Was eine sozialethische Sünde ist, hängt also davon ab, welche Konfession man nimmt.

Zu der falschen Politik von Jeremia 2,18 der Bibelkommentar von Walvoord: "Juda hatte den Herrn nicht nur wegen falscher Götzen verlassen (V. 13), sondern auch wegen falscher Bündnisse. Vergeblich wandte es sich von Ägypten nach Assyrien, um Bündnisse zu schließen, die seine Sicherheit garantieren sollten (vgl. V. 36; Hes 23; Hos 7,11). Kein Bündnis könnte Juda vor seinen Sünden beschützen. Erst wenn die Menschen das Gericht erlebt hätten, würden sie erkennen, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den Herrn zu verlassen."

Jeremia predigte Bekehrung und Umkehr zu Gott und prophezeite jahrelang den Untergang Jerusalems und des Tempels, der im Jahr 586 v. Chr. durch den babylonischen König Nebukadnezar II tatsächlich eintrat. Doch Juda wollte nicht hören und wandte sich nach Ägypten und Assyrien, um Bündnisse zu schließen, die die Sicherheit gewährleisten sollten. Doch das war die falsche Entscheidung, da die Babylonier Ägypten und Assyrien besiegten und schließlich Jerusalem und dem Tempel zerstörten. Hätte Juda auf Jeremia gehört, wäre es nicht zu dieser Zerstörung gekommen...

Es gibt keine Bedeutung von Bibeltexten für heute, außer das wa man sich selbst dort hineininterpretiert. Denn die Bibel ist ein Werk von JUDÄERN AN JUDÄER. Das AT wurde von Baalspriestern begonnen, die das Judentum erfanden. Es war an ihre Zeitgenossen gerichtet. Das NT stammt von uns unbekannten Autoren, die jüdäischer Herkunft waren und Juda wieder zu einem Autonomen Staat machen wollten. Auch dies war an die Zeitgenossen gerichtet. Nachdem die Römer Juda vernichtet haben, gab es keine Judäer mehr und somit auch die Adressaten dieser Schrift nicht

die falsche Gottesverehrung

Nicht "Die falsche", sondern eine Andere! Die Judäer haben den anderen Nationen ihre Götter nicht abgesprochen, sondern sahen einfach nur ihren eigenen für den Stärksten.

"Falsch" ist jede Gottesverehrung, da es keine Götter gibt.

sozial ethischen Sünde

"Sünde" gibt es nicht, denn eine Sünde ist ein Vergehen gegen Gott. Da es Gott nicht gibt, gibt es keine Sünde.

Eigentlich bezeichnet eine Sünde aber ein Vergehen gegen die Regeln einer Religion. Und diese lassen sich in Soziale, Politische, Ethische und andere Unterkategorien unterteilen.

Ein Vergehen gegen ein Landesgesetz (das damals gleichzeitig auch religiöses Recht war, da Religion IMMER ein politisches Machtkonstrukt ist, was damals normal war) wäre eine politische "Sünde". Also zb Diebstahl.

Einen Glaubensbruder zu betrügen wäre eine ethische "Sünde" und eine soziale wäre z.B. asoziales Verhalten, wie z.B. Hilfe in Anspruch zu nehmen, obwohl man gar nicht Bedürftig ist.

"Falsche Politik" kann nur meinen, dass jemand gegen die politischen Vorstellungen der religiösen Führer ist oder diese anders auslegt.

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