Was ist eine output-Demokratie?

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Eine Demokratie ist grundsätzlich eine Herrschaftsform, bei der alle ein Mitspracherecht haben. Der Unterschied zwischen 'input' und 'output'-Demokratien liegt darin, wie dieses Mitspracherecht gestaltet wird. Im demokratischen Prozess kommt erst der 'input', d.h. dass verschiedene Seiten gehört werden, und dann der 'output', d.h. die endgültige Entscheidung.
So wie ich das Konzept verstanden haben, muss die Demokratie eines grösseren Staates notwendigerweise 'output'-orientiert sein, weil es sonst zu nichts käme (Stichwort: 'Diktatur der Mehrheit'). Kleinere Gemeinwesen können aber durchaus mehr Wert darauf legen, dass jeder gehört wird und Minderheiteninteressen berücksichtigt werden, also mehr 'input'-orientiert sind.

Also ehrlich: Von einer Output-Demokratie habe ich noch nie etwas gehört. Aber neue Begriffe kommen und gehen. Nach dem Menschenverstand geht es bei einer Output-Dominanz in einer Demokratie wohl darum, dass wesentliche Signale der Demokratie oder eines demokratischen Staates nach außen (= in die Nachbarländer von Europa z.B.) getragen bzw. gesendet werden. Wenn also Deutschland wirklich die Gleichberechtigung der Frauen in allen Ebenen (!) durchsetzen würde bei gleicher Bezahlung (nicht nur im Rotlicht-Milieu), dann würde Deutschland ein Signal an andere demokratische Staaten im Sinne einer Output-Dominanz senden.

Eine output Demokratie ist so etwas wie "das trojanische Pferd im umgekehrten Sinne, oder die drei Affen, die nicht hören, sehen und sprechen können". So etwas ähnliches muß es sein.

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