Was ist eine Kraft?

14 Antworten

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Ich denke, dass Du Recht hast. Ich kann Deine Frage nicht wirklich beantworten. Wenn der Stein, den ich loslasse, herunterfällt, macht es keinen großen Unterschied, ob ich sage, die Ursache sei die Schwerkraft, oder die Ursache sei Gottes Wille. Beides ist nur ein Name für eine Größe, deren Wesen nicht kenne.

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, der letztlich identisch ist mit dem stochastischen Gesetz der Großen Zahl, sagt aus, dass alle Energie das "Bestreben" hat, sich gleichmäßig im Raum zu verteilen. Energie ist letztlich die Substanz, aus der die Welt besteht. Ich würde Kraft erklären als einen energiereichen Zustand  in Verbindung mit diesem "Bestreben".

Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik mag für Physiker eine Sache der Beobachtung sein, aber das beinhaltet ja noch keine Begründung. Die kann das Gesetz der Großen Zahl liefern: Wenn ein Kleinkind sein Spielzeug nur oft genug hin und ´her wirft, verteilt es sich gleichmäßig im Raum. Auch das ist eine Sache der Beobachtung und nicht wirklich ein mathematischer Beweis.

Wie sagte Professor Dombrowski in seiner Stochastik-Vorlesung ? Glaube, Liebe, Hoffnung ...

Die Thermodynamik ist ein völlig anderes Gebiet und macht keine direkten Aussagen über die Kräfte. Die in einem Akku gespeicherte Energie z.b. hat nur wenig mit Kraft zu tun, während dein Smartphone die Vorräte allmählich 'verbraucht'.

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@weckmannu

Ehre den Physikern, sie wissen so viel! Meine Mutter war Physikerin, mein Vater war Physiker, ich bin's nicht, das gebe ich ja zu. Mathematiker, ja, Lehrer der Philosophie, ja, aber Physiker eben nicht. Ich weiß nur, dass ich nichts weiß ...

DerChacker hat die Fähigkeit, eine Frage zu stellen, die scheinbar geklärt ist, weil so viel Aussagen über die Oberfläche gemacht werden können, die in Wirklichkeit aber noch völlig ungeklärt ist, weil wir des Pudels Kern nicht kennen. Das qualifiziert ihn zu philosophischem Denken.

Ein Smartphone habe ich nicht. Aber ich weiß, dass die in einem Akku gespeicherte Energie einem Elektromotor die "Kraft" verleiht, ein Gewicht hochzuziehen (E=sF) oder ein Bootsmodell über den See zu treiben (E=mb). Dieser Zusammenhang mag dem einen wenig, dem anderen aber viel bedeuten.

Den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik interpretiere ich verallgemeinert so: Alle Energie hat das "Bestreben", sich gleichmäßig im Raum zu verteilen, bis sie sich endgültig in Wärme verwandelt hat und gleichmäßig im Weltall  Grad Kelvin herrschtverteilt hat (in dem dann eine gleichmäßige Temperatur von 2). Das leitet sich ab aus dem mathematischen Gesetz der Großen Zahl. 

Im Kleinen heißt das: Unterschiedliche Energiepotentiale haben das "Bestreben", sich anzugleichen. Man könnte keine Dampfmaschine betreiben, wenn im Wasserkessel dieselbe Temperatur herrschte wie in seiner Umgebung. Direkt oder nicht, diese Erkenntnis ist aussagereich zum Thema Kraft.

Wenn ich viele verschiedene Einzelerscheinungen kenne, insofern ich sie beschreiben und berechnen kann, habe ich das Wesen dessen doch noch nicht erkannt, was sie vorgeblich oder tatsächlich zu einer Gesamterscheinung macht. Danach muss ich suchen, und manchmal bin ich versucht zu behaupten, ich hätte es gefunden. Ich argwöhne allerdings, dass die Physiker, die das tun im Hinblick auf "Kraft" etwas voreilig sind.

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Hi, natürlich arbeiten wir nur mit Beschreibungen: Energie ist die Fähigkeit Arbeit zu verrrichten und Arbeit ist Kraft mal Weg. Daraus entsteht Leistung als Kraft mal Weg durch Zeit.

Somit kann man sagen, dass Kraft der Ausdruck eines Wirkungsvermögens resultierend aus einem energetischen Potential ist.

Ein energetisches Potentiel ist wiederum eine (Potential-) Differenz. Der Begriff der Spannung (Volt) ist m.E. ein gutes Beispiel.

Kraft entsteht letztlich also aus einem Potentialgefälle also einer (Energie-) Differenz zweier Ereignisse oder Zustande die zu einer Ausgleichsreaktion führen.

Kraft wäre letzlich also ein Wirkungsimpuls, der aus eine Potentialdifferenz von zwei Zuständen entsteht, die zueinander in einem energetischen Austauschzusammenhang stehen.

Die Frage die übrig bleibt wäre dann nicht "was ist Kraft" sondern warum genau diese Zustände oder Ereignisse miteinander in einem Wirkungsverhältnis stehen und nicht mit anderen. Das würde dann auch den Kraftbegriff klären. - Also z. B. was ist "Gravitation" oder "Strom", etc. pp. ... 

Ansonsten beschreibst du nur ein Problem, das so alt ist wie die Philosophie - nämlich, dass der Begriff nicht das "Ding an sich" ist sondern eben nur eine "Vorstellung".

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Messbar ist sie im Grunde genommen auch nicht, denn was wir messen
können in Newton usw. sind ja im Grunde nur Auswirkungen,
Begleiterscheinungen, Resultate. 

Das gilt für (fast?) alle physikalischen Größen und ist sozusagen das Grundprinzip der Physik: der kausale Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.

Letztendlich wissen wir über Kräfte doch nichts, außer dass sie da sind und wir Ihre (Aus)wirkung  messen können

Blödsinn. Wir können Sie theoretisch genau so erfassen, wie sie praktisch auftreten. Wir können sie korrekt berechnen und vorhersagen. Wir würden nicht in Flugzeugen fliegen, in Schiffen fahren oder in Häusern wohnen, wenn das nicht so wäre. Wir könnten keine beweglichen Maschinen erdenken, konstruieren und bauen, wenn du recht hättest - wir wären allain darauf angewiesen, dass "zufällig" in einer bestimmten Konstellation etwas Nützliches für uns entsteht.

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