Was ist eine Kontrastlösung?

4 Antworten

Durch die Gabe von Kontrastmitteln (es gibt auch welche, die getrunken werden müssen) werden die Kontrastunterschiede verschiedener Gewebearten verstärkt.

Ohne Kontrastmittel sieht im CT z.b. die Leber, die Milz, die Nieren, aber auch Muskeln und Lymphknoten in der "Färbung" (Graustufe) sehr ähnlich aus,

Wenn man aber Kontrastmittel gibt, kann man z.b. einen kranken Lymphknoten viel besser von den anderen Geweben unterscheiden und damit sicherer erkennen.

Auch wenn man etwa einen Tumor suchen würde, ist der ohne Kontrastmittel nur anhand der Größe und Form erkennbar, mit Kontrastmittel aber auch durch sein verändertes Kontrastverhalten, und damit ist er dann deutlich besser erkennbar.

Kontrastmittel sollen dazu führen, den Kontrast der späteren Aufnahme zu verbessern. Hier ist es ganz gut erklärt: http://www.imbie.meb.uni-bonn.de/radiologie/Patienteninformation/Kontrastmittel.html

Es gibt mehrere Sorten von Kontrastmitteln, nicht nur eine Art. Je nachdem, was man so genau wie möglich betrachten will. In dem Link findest du Genaueres wahrscheinlich auch zu der Untersuchung, die du hattest. Gute Besserung!

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Wenn man dich ins CT legen würde um eine Untersuchung vorzunehemn ohne ein Kontrastmittel einzunehmen, dann würde man nichts sehen, denn das funktioniert so: Man ist ja auf der Suche nach etwas ganz bestimmten, z.B. Krebszellen. Die leuchten aber nicht einfach rum oder halten ein Schild hoch, also muss man versuchen sie anders darzustellen als die gesunden auf dem Bild was die Maschine erzeugt. Man hat deshalb das Kontrastmittel erfunden, d.h. man versucht auf dem Bild einen Unterschied deutlich zu machen, indem was dem Patienten etwas zu trinken gibt was (a) die Maschine mit einer besonderen "Färbung" auf den Bildern sichtbar macht - z.B. durch ganz leichte radioaktivität - und (b) was darauf ausgerichtet ist, sich bevorzugt in den Zellen abzusetzen, die bestimmte Funktionen erfüllen oder nicht erfüllen. Scannt man dich dann, so sieht man auf dem Monitor wenn man Glück hat einen deutlichen Unterschied zwischen gesunden und kranken Zellen, man hat also den Kontrast zwischen "Zelle funktioniert richtig" und "Zelle funktioniert nicht richtig" erhöht und sichtbar gemacht. Das ist jetzt zwar keine perfekte Medizinische Beschreibung, aber ich hoffe du kannst damit was anfangen... ;-)

Komisch, ich war schon mehrmals beim CT und es wurde kein Kontrastmittel gespritzt.

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@Gurkentopf

Naja, wenn es um Knochenbildung geht dann ist der Kontrast ja schon gegeben, Muskeln, Fleisch und Knochen sind ja schon unterschiedlich. Ich wollte nur ein Beispiel bringen mit Zellen, da die Maschine ja nicht einfach weiss wo der Unterschied zwischen gesund und gestört ist, und da hilft halt die Ablagerung des Mittels. Will man einen Blick auf den Knochenapparat werfen, kann man das auch ohne Mittelchen tun, da die Struktur auf dem monitor einfach deutlich zu sehen ist.

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@Gurkentopf

Ich muss dazu sagen, dass ich kein Mediziner sondern Informatiker bin und wir hatten vor ein paar Jahren ein Projekt, was sich damit beschäftigte. Dort hatte man uns erklärt, das jede "Nahrung" oder Flüssigkeit, die dem Körper zugeführt wird verschiedene "Komponenten" des Körpers durchläuft, je nachdem welches Organ was verarbeitet. Gibt man dem Patienten jetzt eine ganz bestimmte Mischung zu trinken, die z.B. in der Leber verarbeitet wird, so sieht man nachher im CT die Leber deutlich durch das Kontrastmittel hervorgehoben, da sie mit dem Abbau des Stoffes beschäftigt ist. Sind dort nun weiße oder helle Flecke zu sehen, so scheinen einige Zellen das Kontrastmittel nicht aufgenommen zu haben, sind also in Ihrer Funtkion beinträchtigt und somit bekommt man ein Bild über das Mittel.

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z.B. durch ganz leichte radioaktivität

Ähem... die "normalen" Kontrastmittel, wie sie etwa beim CT eingesetzt werden, sind NICHT radioaktiv. (die stehen Palettenweise im normalen Schrank).

radioaktive Marker verwendet man bei der Szintigrafie - und die machen eher die Nuklearmediziner als die Radiologen

@ Streuner75 ... ja, ich habe deine Ergänzungen gelesen, wollte das aber nicht unkommentiert lassen.

nix für ungut ;-)

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