Was ist eine Kommanditgesellschaft?

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Wikipedia? So schwer? Eine Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personengesellschaft, in der sich zwei oder mehr natürliche Personen oder juristische Personen zusammengeschlossen haben, um unter einer gemeinsamen Firma ein Handelsgewerbe zu betreiben, wobei mindestens ein Gesellschafter ein Kommanditist und ein weiterer Komplementär ist.

Eine KG, wiki meint: Die KG unterscheidet sich von der offenen Handelsgesellschaft (OHG) insofern, als bei einem oder mehreren Gesellschaftern (Kommanditisten) die Haftung des Gesellschafters auf seine Einlage beschränkt ist § 171 Abs. 1 HS. 2 HGB. Daneben hat eine Kommanditgesellschaft mindestens einen Gesellschafter (Komplementär), der mit seinem gesamten persönlichen Vermögen haftet. Bei Nichtleistung der Kommanditeinlage ist die Haftung des persönlichen Vermögens des Kommanditisten auf eine bestimmte Haftsumme (missverständlich auch Hafteinlage genannt) beschränkt.

Komplementär (Vollhafter) [Bearbeiten]

siehe Hauptartikel Komplementär

* Die Komplementäre haben dieselben Pflichten und Rechte wie die OHG-Gesellschafter.

* Wesentlicher Vorteil:
      o Erhöhung der Eigenkapitaldecke durch den oder die Kommanditisten, ohne die Geschäftsleitung oder Vertretung mit diesem teilen zu müssen.

* Wesentlicher Nachteil:
      o Persönliche und unbeschränkte Haftung als so genannter Vollhafter

Kommanditist (auch Teilhafter genannt) [Bearbeiten]

siehe Hauptartikel Kommanditist

* Wesentliche Vorteile:
      o Beteiligung ohne Pflicht der Mitarbeit
      o keine Haftung des persönlichen Vermögens gegenüber Dritten (Ausnahme: beschränkte Haftung, wenn Kommanditeinlage nicht oder nicht bis zur Höhe der Haftsumme geleistet wurde)

* Wesentlicher Nachteil:
      o beschränkte Mitwirkungs- und Kontrollmöglichkeit oder gar keine Kontrollmöglichkeit

Rechtsgrundlagen [Bearbeiten]

* §§ 161 bis 177a HGB

Gründung [Bearbeiten]

Die Gründung setzt im Innenverhältnis zwischen den Gesellschaftern den Abschluss eines Gesellschaftvertrages zwischen mindestens einem Komplementär und einem Kommanditisten voraus. Im Außenverhältnis besteht die KG bereits mit Aufnahme der Geschäfte, § 161 in Verbindung mit § 105 Abs. 2, 1 Abs. 2 HGB. Unabhängig hiervon sind weiterführende Formalitäten (Gewerbeanmeldung bei der Gewerbeaufsicht, Eintragung im Handelsregister) durchzuführen. Die Wirksamkeit des Gesellschaftsvertrages ist hiervon unberührt. Auch ist die Eintragung kein Gründungserfordernis, sondern lediglich der Abschluss eines Gesellschaftervertrages und die Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum Betreiben eines Handelsgewerbes.

Als Alternative zur Eigengründung kann man auch eine bereits gegründete KG als so genannte Vorratsgesellschaft erwerben.

Firma [Bearbeiten]

Die Firma einer KG kann eine Personen-, Sach-, Misch- oder Phantasiefirma sein. Der Rechtsformzusatz „Kommanditgesellschaft“ oder „KG“ ist zwingend. Bis zur Änderung des HGB durch das Handelsrechtsreformgesetz 1998 durfte der Name eines Kommanditisten nicht aufgeführt werden. Mittlerweile dürfen auch Kommanditisten im Namen geführt werden [1], solange der Geschäftsverkehr dadurch nicht über die Haftungsverhältnisse im Unternehmen in die Irre geführt wird. Somit sind neben etwa „Müller KG“ oder Müller und Co. KG auch „A.B.C. Angebot KG“ möglich.

Kapitaleinlage [Bearbeiten]

Das Eigenkapital wird durch die Gesellschafter durch Einlage aufgebracht. Eine Mindestkapitaleinlage ist gesetzlich nicht vorgesehen. Jeder Gesellschafter hat Anteil an dem gesamthänderisch gebundenen Gesellschaftsvermögen. Das Wertverhältnis seiner Einlage zu dem gesamten Gesellschaftsvermögen heißt Kapitalanteil.

Eintragung im Handelsregister [Bearbeiten]

Die Gesellschafter müssen die KG im Handelsregister eintragen lassen. Auch der Ein- oder Austritt eines Gesellschafters, die Änderung der Firma oder die Sitzverlegung der KG müssen zur Eintragung ins Handelsregister angemeldet werden. Die Hafteinlage mindestens eines Gesellschafters (Kommanditisten) wird im Handelsregister eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister ist rechtsbezeugend (deklaratorisch), die KG entsteht bereits mit Vertragsschluss und Aufnahme der Geschäfte zum Betreiben eines Handelsgewerbes; also schon vor Eintragung in das Handelsregister. Die Haftung des Unternehmens tritt nicht erst mit dem Eintrag in das Handelsregister in Kraft, sondern schon mit der Geschäftsaufnahme.

Weitergehende Wirkung hat die Eintragung für die Haftungsbeschränkung des Kommanditisten, § 176 HGB. Ab dem Eintritt des Kommanditisten in die Gesellschaft bis zu deren Eintragung haftet der Kommanditist grundsätzlich über seine Einlagssumme hinaus voll mit seinem gesamten Vermögen, wie ein Komplementär, es sei denn dem Gläubiger war die Gesellschafterstellung als Kommanditist bekannt.

Geschäftsführung/Vertretung nach Außen [Bearbeiten]

Zur Führung der Geschäfte sind grundsätzlich nur die persönlich haftenden Gesellschafter (Komplementär) berechtigt und verpflichtet, es sei denn, im Gesellschaftsvertrag ist etwas anderes vereinbart.

Jeder Komplementär ist zur Vertretung der Gesellschaft alleine befugt (vgl. § 125 in Verbindung mit § 161 HGB). Bei außergewöhnlichen Geschäften kann ein Gesellschafter den Handlungen eines anderen Gesellschafters widersprechen (vgl. § 164 HGB).

Die Kommanditisten sind gesellschaftsrechtlich von der Führung der Geschäfte ausgeschlossen und zur Vertretung der Gesellschaft nicht ermächtigt (vgl. § 170 HGB). Ihnen können jedoch durch Vertrag entsprechende Rechte zugewiesen werden.

Tätigkeitsvergütungen und Tantiemen sind steuerlich nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig; sie sind bei der steuerlichen Gewinnverteilung dem jeweiligen Gesellschafter als Vorabgewinn zuzurechnen.

Als Personenhandelsgesellschaft wird die KG genau wie die OHG im Handelsregister in der Abteilung A eingetragen

Gewinn- und Verlustverteilung [Bearbeiten]

Die Aufteilung von Gewinn und Verlust auf die Gesellschafter ist gewöhnlich im Gesellschaftsvertrag geregelt. Wenn nichts Abweichendes geregelt ist, gilt nach §121 Absatz 1+2 und § 168 HGB die Verteilung von Gewinn und Verlust, nach einer vier prozentigen Verzinsung der Kapitaleinlage, im angemessenem Verhältnis, also nach der Kapitaleinlage:

§ 121 (Auszug) [Bearbeiten]

  1. Von dem Jahresgewinn gebührt jedem Gesellschafter zunächst ein Anteil in Höhe von vier Prozent seines Kapitalanteils. Reicht der Jahresgewinn hierzu nicht aus, so bestimmen sich die Anteile nach einem entsprechend niedrigeren Satz.
  2. Bei der Berechnung des nach Absatz 1 einem Gesellschafter zukommenden Gewinnanteils werden Leistungen, die der Gesellschafter im Laufe des Geschäftsjahrs als Einlage gemacht hat, nach dem Verhältnis der seit der Leistung abgelaufenen Zeit berücksichtigt. Hat der Gesellschafter im Laufe des Geschäftsjahrs Geld aus seinen Kapitalanteil entnommen, so werden die entnommenen Beträge nach dem Verhältnis der bis zur Entnahme abgelaufenen Zeit berücksichtigt.

§ 168 [Bearbeiten]

  1. Die Anteile der Gesellschafter am Gewinn bestimmen sich, soweit der Gewinn den Betrag von vier vom Hundert der Kapitalanteile nicht übersteigt, nach den Vorschriften des § 121 Abs. 1 und 2.
  2. In Ansehung des Gewinns, welcher diesen Betrag übersteigt, sowie in Ansehung des Verlustes gilt, soweit nicht ein anderes vereinbart ist, ein den Umständen nach angemessenes Verhältnis der Anteile als bedungen.

Parteifähigkeit [Bearbeiten]

Eine KG kann unter ihrer Firma Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen; sie kann Eigentum und andere dingliche Rechte an Grundstücken erwerben und vor Gericht klagen und verklagt werden. Sie ist damit partei- und teilrechtsfähig.

Haftung der Gesellschafter [Bearbeiten]

Für die Verbindlichkeiten des Unternehmens haften die Gesellschafter in unterschiedlicher Weise:

Nur die Komplementäre (Vollhafter) einer KG haften für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gleichrangig neben dem Gesellschaftsvermögen den Gläubigern als Gesamtschuldner persönlich und unbeschränkt. Scheidet ein Komplementär aus, haftet er für die bis dahin begründeten Verbindlichkeiten weiter.

Hat ein Komplementär gegenüber einem Gläubiger Einwendungen, dass er nur zur Hälfte an dem Unternehmen beteiligt ist, kann er auch nicht verlangen, dass sich ein Gläubiger mit seinen Forderungen an einen anderen Komplementär oder zunächst an das Gesellschaftsvermögen wendet, wenn er selbst verklagt wird.

Die Kommanditisten sind, soweit sie die bedungene Kommanditeinlage bis zur Höhe der Haftsumme an die Gesellschaft geleistet haben, den Gläubigern der Gesellschaft unmittelbar überhaupt nicht haftend. Solange die Einlage eines Kommanditisten nicht voll eingebracht ist, haftet der Kommanditist mit seinem Privatvermögen bis zur Höhe der im Handelsregister eingetragenen Haftsumme. Eine ausstehende Einlage des Kommanditisten ist in der Bilanz zu aktivieren.

Auch nach dem Ausscheiden eines Gesellschafters haftet dieser noch für die Verbindlichkeiten des Unternehmens und das für eine Dauer von fünf Jahren. Bei Kommanditisten lebt die persönliche Haftung nach Rückzahlung der Einlage bis zur Höhe der Haftsumme wieder auf.

Auflösung [Bearbeiten]

Eine KG wird aufgelöst:

* wenn sie für eine bestimmte Zeit eingegangen worden ist, durch Zeitablauf
* wenn die Gesellschafter ihre Auflösung beschließen
* wenn das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet wird
* durch gerichtliche Entscheidung

Ein Gesellschafter scheidet aus der KG aus

* durch Tod des Gesellschafters; beim Tod eines Kommanditisten wird die KG mit den Erben fortgesetzt, es sei denn, im Gesellschaftsvertrag ist etwas anderes in einer Fortsetzungsklausel vereinbart
* durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen
* durch Kündigung des Gesellschafters
* durch Kündigung durch einen Privatgläubiger des Gesellschafters
* durch Beschluss der Gesellschafterversammlung
* durch Eintritt der im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Ausscheidungsgründe

Eine Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personengesellschaft, in der sich zwei oder mehr natürliche Personen oder juristische Personen zusammengeschlossen haben, um unter einer gemeinsamen Firma ein Handelsgewerbe zu betreiben, wobei mindestens ein Gesellschafter ein Kommanditist und ein weiterer Komplementär ist.

Dies wurde Ihnen von der deutschsprachigen Wikipedia zur Verfügung gestellt.

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