Was ist eine Dissoziative Persönlichkeitsstörung?

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4 Antworten

Also der ICD-10, also das Diagnosewerkzeug des Mediziners, sagt:

Das allgemeine Kennzeichen der dissoziativen oder Konversionsstörungen besteht in teilweisem oder völligem Verlust der normalen Integration der Erinnerung an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen. Alle dissoziativen Störungen neigen nach einigen Wochen oder Monaten zur Remission, besonders wenn der Beginn mit einem traumatisierenden Lebensereignis verbunden ist. Eher chronische Störungen, besonders Lähmungen und Gefühlsstörungen, entwickeln sich, wenn der Beginn mit unlösbaren Problemen oder interpersonalen Schwierigkeiten verbunden ist. Diese Störungen wurden früher als verschiedene Formen der "Konversionsneurose oder Hysterie" klassifiziert. Sie werden als ursächlich psychogen angesehen, in enger zeitlicher Verbindung mit traumatisierenden Ereignissen, unlösbaren oder unerträglichen Konflikten oder gestörten Beziehungen. Die Symptome verkörpern häufig das Konzept der betroffenen Person, wie sich eine körperliche Krankheit manifestieren müsste. Körperliche Untersuchung und Befragungen geben keinen Hinweis auf eine bekannte somatische oder neurologische Krankheit. Zusätzlich ist der Funktionsverlust offensichtlich Ausdruck emotionaler Konflikte oder Bedürfnisse. Die Symptome können sich in enger Beziehung zu psychischer Belastung entwickeln und erscheinen oft plötzlich. Nur Störungen der körperlichen Funktionen, die normalerweise unter willentlicher Kontrolle stehen, und Verlust der sinnlichen Wahrnehmung sind hier eingeschlossen. Störungen mit Schmerz und anderen komplexen körperlichen Empfindungen, die durch das vegetative Nervensystem vermittelt werden, sind unter Somatisierungsstörungen (F45.0) zu klassifizieren. Die Möglichkeit eines späteren Auftretens ernsthafter körperlicher oder psychiatrischer Störungen muss immer mitbedacht werden.

Allerdings solltest du immer bedenken, dass es ein weiter Weg vom Stil zur Störung ist. Möglichweise bist du einfach nur ein wenig "schrullig", wenn du allerdings unter deinem Denken leidest, kannst du gern einen Arzt oder Psychologen aufsuchen und dir helfen lassen.

MfG Willi Max, Kiel

Diese Diagnose gibt es nicht nach ICD-10, sondern höchstens eine dissoziative Störung (die geschilderten Symptome passen nicht dazu). Verlass dich lieber auf die Ärztin.

Das ist falsch. Nach der ICD gibt es das eben doch als anerkannte Krankheit. Falls du Wikipedia zur Rate gezogen hast, ist es dort genauso fehlerhaft. /ak

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@aera1993

Nein, ich habe die schriftliche Ausgabe der ICD-10 und bin außerdem vom Fach. Obendrein ist die ICD auch nicht der Weisheit letzter Schluss. An deiner Stelle würde ich mich nicht nach einer solchen Krankheit reißen.

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@Harald2000

Ob's das "gibt" oder nicht, die Symptome sind vorhanden, auch wenn sie nicht im Mediziner-Buch beschrieben sind. Außerdem erklärt eine Zuordnung zu einem Syndrom noch nicht gleich, wie's dazu gekommen ist oder wie man's therapieren kann.

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Hallo Drachenlicht91,

deine Krankheit ist auch unter multipler PKS bekannt (ich denke aber, dass du das weißt): Diese Erkrankung hat wirklich schwer therapierbare psychische Labilitäten zur Folge.

Wichtig ist meines Erachtens, dass du dein Dasein und somit deine Identität nicht in Frage stellst, sonder partizipativ an dem gesellschaftlichen Leben mitwirkst. Das lenkt ab und könnte dir neue, aussichtsreiche Perspektiven eröffnen. Alles Gute dir!/ak

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