Was ist eine Differentialdiagnose bei einer hypertensiver Entgleisung?

3 Antworten

Differentialdiagnose sind Diagnosen, die als Erklärung bzw. Ursache für die geschilderten Symptome in Betracht gezogen werden müssen.

Bei ider hypertensiven Entgleisung kommen differentialdiagnostisch unter anderem in Frage:

  • Hirninfarkt
  • Hirnblutung
  • Herzinfarkt
  • Hyperaldosteronismus
  • Cushing-Syndrom
  • Phäochromozytom
  • Nierenarterienstenose
  • Aortenklappeninsuffizienz
  • Renin-produzierende Tumoren
  • Medikamente (oder Auslassen von Medikamentendosen)
  • Drogen
  • Vergiftungen
  • Schwangerschaftshypertonie

Das sind nur die Spontaneinfälle. Es gibt noch eine Latte mehr.

Hypertensive Entgleisung wird unterschieden in hypertensive Krise (noch keine Schädigung von Organen oder Organsystemen durch den erhöhten Blutdruck) und hypertesiven Notfall (mit Schädigung von Organen oder Organsystemen durch den erhöhten Blutdruck).

Die hypertensive Entgleisung (symptomatisch oder asymptomatisch) ist selbst eine potentielle Folge diverser Erkrankungen. Das heißt, bevor man sich an eine Differenzialdiagnose macht, sucht man erst die wahrscheinlichste(n) Primärursache(n) der hypertensiven Entgleisung.

Sehr komplexe Fragestellung, da es unzählige Faktoren und Krankheitsbilder gibt, die hier mitwirken können.

Siehe hierzu auch: Wikipedia - Arterielle Hypertonie, Absatz Ätiologie und Pathogenese.

Eine Differentialdiagnose ist eine in Frage kommende Diagnose, die neben der wahrscheinlichsten Ursache (Arbeitsdiagnose) die vorliegenden Symptome erklären würde.

Differentialdiagnosen müssen zwingend im Auge behalten und ausgeschlossen werden, um Behandlungsfehler zu vermeiden.

Das hat mit den unterschiedlichen Hypertonieformen nichts zu tun. ;-)

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@Maxxismo

Ja, das ist soweit klar. Was meinst du konkret mit 'unterschiedlichen Hypertonieformen' bzw. auf welchen Teil meiner Aussage beziehst du dich?

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Wikipedia als Quelle für Medizinische Fragen, Themen oder Problemstellungen würde ich nicht unbedingt empfehlen. Bücher oder DocCheck etc. sind da seriösere Quellen. Auf Wikipedia kann halt jeder Depp was schreiben ! Was nicht heißen soll, dass deine Antwort Humbug war ;) War nur ein Tipp, da steht nämlich auch viel Mist. Das habe ich im Medizinstudium häufig bemerkt.

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@iBUSHALDE

Als gelegentlicher Autor auf DocCheck muss ich dein Kommentar wohl supporten;)

Von der Ausbildung her komme ich aus dem naturwiss. Bereich, z.Z. studier' ich noch in der Richtung; meiner Erfahrung nach lohnt es sich bei Recherchen immer, mehrere Quellen anzuschauen. Je nach Sachverhalt/ Fragestellung variieren auch in neuerer analoger Literatur die Angaben gelegentlich, und man ist gezwungen mitzudenken um eine für die Fragestellung adäquate Antwort zu finden.

Aber Diagnostik ist nicht Gegenstand meines Fachbereichs... Und ich komme nicht umhin, festzustellen: meine Antwort hat den Kern der Frage nicht optimal getroffen.

LG

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Es bedeutet, dass man nicht nur die Symptomatik behandelt, sondern nach möglichen Ursachen sucht und die Symptomatik dann wenn möglich in der Ursache behandelt.

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