Was ist ein pfarramtliches Führungszeugnis?

5 Antworten

bei uns ist es auch so dass der Pfarrer erstens mehrere Gemeinden betreut und zweitens so komisch ist, dass wir lieber immer in die Nachbargemeinde gehen. Was mach ich denn jetzt? Denn dieses Zeugnis wird wahrscheinlich nicht allzu rosig ausfallen -.- oder kann ich das auch vom pastoralreferenten ausgestellt bekommen? der ist nämlich sehr nett und den kenn ich außerdem auch persönlich...

Ein Pfarramtliches Führungszeugnis gibt darüber Auskunft, welche Sakramente der Kirche man empfangen hat: Taufe, Erstkommunikion, Firmung, Heirat, Diakonweihe etc. sowie über die aktive Teilnahme am Kirchenleben, z.B. als Ministrant oder in Kirchenämtern. Ebenso enthält es etwaige Abweichungen vom christlichen Lebenswandel oder christliches Hervortun in der Nächstenliebe, Barmherzigkeit u.ä. Dieses Zeugnis muß z.B. vorgelegt werden beim Antrag auf Aufnahme in das Priesterseminar oder in ein Kloster, immer auch für den Arbeitsvertrag mit einer Kirche, der Caritas oder Diakonie, da dies alles Tendenzbetriebe sind, für die das Betriebsverfassungsgesetz nur eingeschränkt gilt. Die demokratischen Rechte gibt man teilweise beim Eintritt in der Kirchenpforte ab.
Läizismus und Kirche sind unvereinbar, gleichwohl kann man wie Helmut Schmidt sagen "Ich bin ein evangelischer Atheist".

Eine Bescheingung deiner Heimatpfarre, dass du dort Mitglied bist. Wird in der Regle nur von kirchlichen Arbeitgebern verlangt.

Ich habe so eines mal gebraucht, um eine Stelle (als Programmierer, also nicht im seelsorgerischen Bereich) bei einer kirchlichen Institution anzutreten. Da ich erst ein halbes Jahr vorher in diesem Pfarrbezirk gezogen bin, konnten die unmöglich Details über meinen Lebenswandel wissen. Ich habe trotzdem alles Gewünschte bescheinigt bekommen.

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