Was ist ein Otto Normalverbraucher?

7 Antworten

Der Name wurde populär durch den deutschen Spielfilm Berliner Ballade (Regie: Robert Adol.f Stemmle, 1948), eines der ersten Filmprojekte der Nachkriegszeit. Gert Fröbe spielt darin den Otto Normalverbraucher, einen Wehrmachtssoldaten, der nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg in seine Heimatstadt Berlin zurückkehrt und sich mit den gewandelten Lebensumständen in der zerstörten Stadt, die von Hungersnot, Schiebertum und neu erwachendem politischen Leben geprägt wird, arrangieren muss. Der Begriff des ‚Normalverbrauchers‘ bezieht sich im Film auf die Systematik der Lebensmittelkarten in der Besatzungszeit nach 1945: Ein ‚Normalverbraucher‘ war ein Anspruchsberechtigter, dem bei der Lebensmittelzuteilung keine besonderen Vergünstigungen gewährt wurden, wie sie zum Beispiel von Schwangeren, Schwerstarbeitern und Kriegsversehrten in Anspruch genommen werden konnten. Das Drehbuch und damit die Kreation der Figur Otto Normalverbraucher stammt vom Berliner Kabarettisten Günter Neumann.

Also ich habs immer mit "Otto Normal" - Verbraucher (Also Ottokraftstoff-Normal, Normalbenzin halt) interpretiert. Also ein gewöhnlicher Mensch, der kein Super Plus tankt, sozusagen.

Aber die Erklärung von Schafschaf ist auch interessant.

Das stammt halt noch aus einer Zeit, in der Otto ein gebräuchlicher Vorname war. ;-)

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