Was ist ein Nachtschreck?

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4 Antworten

Nein, Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen. Unser Sohn (4,4 Jahre) hat jetzt seit 2,5 jahren Nachtschreck. Mit dem Sauber werden zum 3 Lebensjahr hin, sind die Abstände des Nachtschreck etwas größer geworden. Bei uns hat es immer geholfen, wenn wir unseren Sohn auf den Arm genommen haben und an einen kühleren Ort gegangen sind z.B: Balkon oder Garten oder das Fenster weit aufgemacht haben. Oft unterhalten sich mein Mann und ich über schöne Dinge, die unser Sohn erlebt hat und in dieser Kombination reagiert er dann irgendwann und er kann dann später wieder beruhigt einschlafen. Nattürlich ist es zermürbend und als Mutter dann haüfig gestresst, aber Ruhe bewahren hat sich als sehr sinnvoll erwiesen.

Nein! Die Kinder erinnern sich am nächsten Tag ja nicht mal mehr dran. Anders als beim Albtraum sind sie dann auch nicht müde und quengelig! Für die Eltern ist das sehr viel schlimmer als für die Kinder, da sie das Gefühl haben, nichts tun zu können (weiß ich aus eigener Erfahrung!)!

In der März-Ausgabe der Eltern ist übrigens ein toller Bericht über den "Pavor nocturnus"! Da steht unter anderem folgendes:

"Wie Erwachsene wandern auch Kinder nachts durch mehrere Schlafzyklen. Jeder Zyklus besteht aus einer Tiefschalfphase und einer Traumphase (REM-Stadium), in der der Schlaf leichter ist. In dieser Traumphase verarbeitet das Gehirn des Kindes alles, was es tagsüber erlebt und lernt. Weil jüngere Kinder mehr Neues erfahren als ältere, träumen sie nachts besonders häufig. Den Wechsel der Schlafstadien bemerkt man normalerweise nicht. Bis zu fünf Mal wacht ein Kleinkind nachts auf, dreht sich um und schläft weiter.

Das ist beim Nachtschreck anders. Das Kind erwacht unvollständig aus dem Tiefschlaf. Das heißt: Einzelne Teile des Gehirns sind noch im Tiefschlafstadium, während sich andere schon in der REM-Phase befinden. Das äußert sich in einer Art Verwirrtheit.

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Typisch für den Nachtschreck: Er tritt ausschließlich in der Tiefschlafphase auf, also meist eine bis drei Stunden nach dem Einschlafen. Ein Angstzustand am frühen Morgen ist kein Nachtschreck. Aus einem Albtraum kann man ein Kind immer aufwecken. Beim Nachtschreck dagegen sind die Kinder nicht ansprechbar."

Der Nachtschreck ist keine Krankheit, sondern nur eine harmlose Störung des Schlafs. Er ist keine psychische Störung und hat nichts mit Erziehung zu tun!Eltern sollten ihr Kind allerdings vor Verletzungen schützen. Im und am Bettchen sollten keine Gegenstände sein, an denen sich das Kind verletzen kann.

Geht er allerdings einher mit Einnässen, Schnarchen, starkem Schwitzen und evtl. Zuckungen sollten die Eltern zum Kinderarzt gehen, der überweist im Zweifelsfalle an ein Schlaflabor.

Interessant: Ein Teil der Kinder mit Pavor nocturnus neigt im Schulalter zum Schlafwandeln - oft liegen beide Phänomene in der Familie.

Hier ne ausführliche Erklärung:

http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20041115/b_5.phtmlphtm

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