Was ist ein Mantra?

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8 Antworten

Hallo astuvan,

du stellst zunächst die Frage:

Was ist ein Mantra?

und da die Antwort leicht im Internet zu recherchieren ist, kriegst du auch entsprechende Hinweise der Nutzer. Dann erklärst du schließlich:

Naja, ich habe nicht ohne Grund die Frage hier gestellt. Auf Wikipedia kann ich auch selbst schauen

Was ist also der Grund für deine Frage, den dir die Wikipedia offenbar nicht beantworten kann? Welche Art von Antwort erhoffst du dir bzw. benötigst du?

Wenn du diesen Punkt klären könntest, dann wäre man womöglich in der Lage, dir tatsächlich bei der Beantwortung weiterzuhelfen.

Gruß, Enzyklexikon :-)

Vielen Dank, für den Hinweis. Ich hoffe auf Antworten bezüglich welche Mantren(?) es gibt bspw oder wozu man sie konkret verwendet (zur Meditation, wenn ich nicht irre), ob sie während einer solchen nicht eher hinderlich wirken und welche Vorteile sie bringen. Ich hoffe ich könnte mich damit verdeutlichen, hätte dies aber eig schon in der Fragestellung machen müssen.

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@astuvan

Alles klar. :-)

Ein Mantra ist in der Regel ein heiliger Laut, oder eine Reihe von Silben mit spiritueller Bedeutung, denen teilweise auch übernatürliche Kräfte nachgesagt werden, ähnlich wie einem Zauberspruch.

Mantras im Hinduismus und Buddhismus

Mantras sind vor allem im Hinduismus verbreitet und es handelt sich meist um Anrufungen von Gottheiten. Dabei sollte man bedenken, dass es viele verschiedene Strömungen des Hinduismus gibt.

Ein einfacher Bürger erhofft sich womöglich vom chanten (sprechen) eines Ganesha-Mantras ganz konkret Glück und die Beseitigung von Schwierigkeiten in seinem Alltagsleben.

Ein Yogi ist dagegen womöglich der Ansicht, all die verschiedenen Gottheiten wären nur Verkörperungen einzelner Aspekte des universell Göttlichen und hätten nur den Zweck bestimmte Qualitäten zu fördern.

Auch im Buddhismus gibt es Mantras, die jedoch keine Anrufungen von Göttern darstellen, sondern andere Beudeutung haben.

Insbesondere im Hinduismus stammen die Mantras aus dem altindischen Sanskrit.

Zweck von Mantras

Mantras sind Meditationsobjekte. Ein Mensch der innere Ruhe sucht, aber von seinen kreisenden Gedanken gequält wird, kann mit einem Mantra versuchen, den Geist zu sammeln.

Er könnte sich zB auf die Silbe "Om" konzentrieren, indem er diese singt, sprechend, oder im Geiste wiederholt. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf den Laut gerichtet und der Gedankenfluss wird nicht mehr so stark empfunden.

Sie sollen dann also zur Geistesruhe beitragen.

Mantras werden aber auch zur Förderung positiver Eigenschaften genutzt. Wer zB ständig aggressiv ist, könnte "Shanti" (Frieden) im Geist wiederholen, um mehr Frieden in sich zu fördern.

Manche spirituelle Traditionen versprechen wie gesagt sogar übernatürliche Fähigkeiten durch das Sprechen von Mantras.

So ist beispielsweise die sehr umstrittene Bewegung für "Transzendentale Meditation" (TM) dafür bekannt, bei einer Einweihung dem Schüler ein "persönliches Mantra" zu geben.

Längst sind aber interne Dokumente aufgetaucht die zeigen, dass das TM-Mantra anhand von Tabellen und nicht etwa anhand individueller Kriterien vergeben wird.

Wirkung und Risiken von Mantras

Manche spirituelle Traditionen betonen, dass die "Klangschwingung" besonders wichtig sei, weshalb das Mantra auf eine besondere, korrekte Weise gesprochen werden soll, da es andernfalls unwirksam sei.

Andere sehen Mantras dagegen als Kontemplationsobjekt an, und wiederholen auch deutsche Mantras wie "Frieden", oder "Freiheit" und versenken sich geistig in diese, um eine tiefere Bedeutung darin zu finden.

Mantras können mit anderen religiösen Praktiken kombiniert werden, etwa Visualisierungen (bildhaften Vorstellungen). Man kann sich also zB einen ruhigen Ozean vorstellen und dabei "Shanti" oder "Frieden" wiederholen.

Forschungen haben ergeben, dass die ständige Wiederholung von Mantras, wie jede andere monotone Tätigkeit, zu Zuständen von Deprivation und Trance führen kann.

In dieser Art hypnotischem Zustand, ist man potentiell empfänglicher für "Lehren" eines Gurus/Meisters, da der kritische Verstand gewissermaßen unterlaufen wird.

Es kann also eine Suggestion durch den Meister erfolgen, ohne dass der Schüler das bewusst wahrnimmt.

Ich persönlich sehe Mantras eher kritisch

Meiner Meinung nach führt so ein geistige Endlosschleife eher zu einer Art "weißen Rauschen" im Geist und nicht zu größerer Achtsamkeit und Klarheit.

Selbst wenn man das Mantra mit der Absicht der Achtsamkeitsschulung nutzt, kann die Gewöhnung zu einem Automatismus führen.

Du hast vllt. schon mal die älteren türkischen Damen gesehen, die an ihrer Tesbih (Gebetskette) die Perlen abbeten - das wird nicht immer wirklich bewusstes beten sein, sondern kann zu einer automatischen "Rumfummelei" ohne Zweck werden.

Selbst wenn es dann keinem "Meister" zuhört, der einem irgendwelche Flausen in den Kopf setzt, kann es zu einer Form von "Leerhypnose" werden - eine Trance ohne konkreten Inhalt. Man könnte genau so gut schlafen gehen.

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@Enzylexikon

Es gibt da auch eine sehr schöne Geschichte

Es war einmal ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich praktisch allen irdischen Luxus leisten konnte. Doch irgendwann befriedigte ihn der erzielte Gewinn nicht länger.

Also stürzte er sich noch tiefer in seine Arbeit - jedoch nicht, um noch mehr Geld zu verdienen, sondern um die innere Leere, das Gefühl der Sinnlosigkeit zu betäuben.

Irgendwann war es so weit - die ständige Arbeit forderte ihren Tribut und er hatte einen Zusammenbruch. Die Ärzte warnten, es könne ein Burnout-Syndrom kommen, wenn er sein Leben nicht ändere.

In dieser Zeit der Orientierungslosigkeit hörte er von einem heiligen Mann in Indien, der angeblich göttliche Weisheit besaß und auf alle Probleme dieser Welt eine Antwort und Lösung hatte.

Also reservierte er sofort einen Flug nach Indien - Geld spielte schließlich keine Rolex bei ihm ;-)

Er war so verzweifelt, dass er einfach nur noch schnell nach Indien wollte, um Hilfe bei diesem Heiligen zu suchen - Lacoste es, was es wolle. ;-)

In Indien angekommen fragte er sich durch und bekam schließlich die Auskunft, der heilige Mann wohne auf der anderen Seite des Flusses.

Der Geschäftsmann bezahlte den Fährmann, der mit seinem sehr instabilen Boot über den doch recht wilden Fluss fuhr und kam beim Heiligen an.

Er erzählte dem uralten Heiligen von seinen Problemen, der Sinnlosigkeit und fragte ihn schließlich um Hilfe.

Als Lösung für seine geistige Verfassung gab ihm der Guru einen Zettel mit einem geheimen Mantra, dass er so häufig wie möglich wiederholen solle.

Doch drei Bedingungen stellte der Heilige

Er dürfe das Mantra niemandem verraten und er müsse absolutes Vertrauen in die heiligen Worte haben - ganz egal wie seltsam sie sein mögen. Außerdem dürfe er den Zettel erst am anderen Flussufer lesen.

Überglücklich dankte der Geschäftsmann und lief zurück zur Fähre, um sich so schnell wie möglich wieder an das andere Ufer bringen zu lassen.

Doch Eile, ein altes Boot und ein reißender Fluss vertragen sich nicht gut - und das Boot kenterte. Völlig durchnässt retteten sich der Fährmann und er ans andere Ufer.

Beim Trocknen der Kleider kam dann die Katastrophe - auch der Zettel mit dem heiligen Mantra war völlig aufgeweicht und die Tinte verschmiert.

Schließlich gelang es ihm, die seltsamen Worte zu entziffern

"Mögen alle Besen nützlich sein"

Das ergab für ihn überhaupt keinen Sinn - doch der Heilige hatte ihn ja ermahnt, die Worte nicht in Zweifel zu ziehen.

Also vertraute der Geschäftsmann ihm und begann sofort damit täglich das Mantra zig tausend mal zu wiederholen. Während der Arbeit und in jeder freien Minute wiederholte er es:

"Mögen alle Besen nützlich sein, Mögen alle Besen nützlich sein, Mögen alle Besen nützlich sein..."

Und tatsächlich fühlte er sich von Tag zu Tag besser. Er änderte sein Leben völlig, investierte einen Großteil seines Geldes in wohltätige Stiftungen und verkaufte viele Luxusgüter, um das Geld einem guten Zweck zukommen zu lassen.

Seine ständige Wiederholung des heiligen Mantras schenkte ihm wahren Seelenfrieden.

Eines Tages beschloss der Geschäftsmann, noch einmal nach Indien zu fliegen, um dem Guru für seine Hilfe zu danken.

Diesmal verlief alles problemlos und er wollte sich zu Füßen seines Gurus niederwerfen und ihm danken.

Da aber noch andere Schüler dort waren, musste er warten, und aufgrund seiner Ergriffenheit merkte er gar nicht, wie er das Mantra halblaut zu murmeln begann.

"Mögen alle Besen nützlich sein, mögen alle Besen nützlich..."

"WAS hast du Dummkopf mit meinem HEILIGEN Mantra gemacht???"" schrie da der Heilige wütend auf.

"Mögen alle WESEN GLÜCKLICH sein - diese Worte solltest du wiederholen, um dich zum guten zu wenden!!! Du hast all die Jahre verschwendete!!"

Völlig verzweifelt kehrte der Manager zurück und versuchte es zu ändern...doch immer wieder wurde aus "Wesen" wieder "Besen" und aus "glücklich" jedes Mal "nützlich".

Er stürzte in eine tiefe Depression  und dachte schon an Selbstmord und beschloss stattdessen ein letztes Mal nach Indien zu fliegen, um den Guru um Hilfe zu bitten.

Als völliges nervliches Wrack kam er an, erzählte seine Geschichte - und der Guru musste erkennen, dass auch er einem Fehler erlegen war. Nicht die Bedeutung, sondern die Konzentration auf die Worte, hatte dem Leben des Mannes einen Sinn gegeben!!

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@Enzylexikon

Er erlaubte seinem Schüler also sein seltsames Mantra beizubehalten - und alles wurde wieder gut.

Glücklich und ausgeglichen wiederholte der Geschäftsmann hunderttausend, ja wenn nicht millionenfach am Tag "Mögen alle Besen nützlich sein" und fand darin dauerhaften Frieden.

Happy End. ;-)

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Vielen Dank, sehr hilfreich jmd kompetent(^3^)

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Vielen Dank für den Stern. :-)

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Das sind Worte/Sätze/Gebete die man (ähnlich wie der Rosenkranz), immer wiederholt/rezitiert. Das lenkt ab, fördert eine gute Atmung, Meditativ. Muss man auch nicht unbedingt singen oder laut aussprechen. Reicht das man es "denkt".

Dazu gibt es Gebetsketten mit Perlen. Es gibt verschiedene Bücher mit Mantras.

Bei Interesse schau Dir dies an:

Chakra Harmonisierung? Wer glaubt denn noch an so einen antiken Unsinn?

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@TroIIinger

Ist halt eine sehr lange Erklärung mit Grundlagen zu den Mantras. Chakras (im indischen Sinn so genannt) sind die Wirbelsäulenpunkte, die man im Gleichgewicht halten halten sollte, gibt auch eine orthopädische Erklärung dazu. Hält halt die Wirbelsäule schmerzfrei und entspannt, wenn man nur eine Haltungsschwäche hat. 

Das schönste Mantra nützt nicht oder dauert zu lange, wenn man von der Körperhaltung unentspannt ist.

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Mantras muss man keineswegs oft "immer wiederholen)!

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@gottesanbeterin

Nein, dass muss man nicht, kommt drauf an, was man will. Kurze Entspannung, lange Meditation, Einschlafhilfe, Anrufungen, Beruhigung.

Viele nehmen gerne eine Japa-Mala zur Hand, für die Wiederholungen 108 Perlen, 57 oder 24 Stück Girlande, je nach Mantra und Zeit. 

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Eine Art einfacher Merksatz, der einen an was wichtiges erinnern soll.

Alternativ ein Satz, der eine Lebenseinstellung zusammenfassen soll, umgangssprachlich auch Lebensmotto genannt.

Alternativ ein Satz der immer wieder aufgesagt ist, um sich den Inhalt ungeachtet ob dieser falsch oder richtig ist, ins Hirn zu brennen. Letzteres ist eine Art Selbstindoktrination. Es geht dabei darum etwas für wahr zu halten, nicht darum ob es auch wahr ist. damit verbunden ist oft der Glaube an allerlei Unsinn wie Chakren, Karma und solchen Unsinn.


Ein Mantra ist ein Satz, der häufig wiederholt wird.

Das kann auch ein selbstmotivierender Satz sein, wie z.B. "Mir geht es gut".

Es ist eine Art der Selbstbeeinflussung. Mit eigenen, oder fremden Texten.

Mantras müssen keineswegs häufig wiederholt werden.

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@gottesanbeterin

Was verstehst du den so unter dem Begriff "repetetives Rezitieren"?

Das ist ein Kernelement im Umgang mit Mantras.

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Ein Mantra ist eine gesprochene Formel oder ein Wort, am besten in
Sanskrit, die oder das sich unmittelbar auf eines oder mehrere subtile
Energiezentren (Chakras) auswirkt, und zwar so, daß diese von
Verletzungen geheilt werden. Mantras können nur dann wirken, wenn das
Sahasrara des Meditierenden geöffnet ist.

Ein Mantra ist eine Buchstabenabfolge - eine Silbe aus einem indischen Sanskrit-Wort. Es wird beispielsweise in der Transzendentalen Meditation benutzt.

Das jeweilige Mantra, welches der Neuling bekommt, wird vom Meditationslehrer ausgewählt. Der Meditierende versucht in seinen Meditationen dieses Mantra ganz fein zu denken. Durch diese Übung gelangt er in immer tiefere Schichten des Bewusstseins, wobei es das Ziel ist die tiefste Stufe zu überschreiten (transzendieren).

GONG - "Allez Ali Baba Black Sheep Have you Any Bullshit: Mama Maya Mantra"

Das fernöstliche Pendant zum abendländischen Rosenkranz.

Mantra (Sanskrit: मन्त्र, mantra m. ‚Spruch, Lied, Hymne') bezeichnet eine heilige Silbe, ein heiliges Wort oder einen heiligen Vers. Diese sind „Klangkörper“ einer spirituellen Kraft, die sich durch meist repetitives Rezitieren im Diesseits manifestieren soll. Hochachtungsvoll Sloth

Naja, ich habe nicht ohne Grund die Frage hier gestellt. Auf Wikipedia kann ich auch selbst schauen xD. Aber trz danke

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