Was ist ein Induktionsherd?

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2 Antworten

Der Induktionsherd arbeitet nach einem ganz anderen physikalischen Prinzip als alle anderen Herde auf dem Markt.

Der Unterschied zeigt sich, sobald man die Kochzonen der Glaskeramikplatte einschaltet: Wenn kein Kochtopf auf der Zone steht erwärmt sich zunächst überhaupt nichts.

Erst wenn man z.B. einen wassergefüllten Stahltopf auf die Kochzone stellt, dann erwärmt sich dieser schneller als bei den herkömmlichen Herden und das Wasser siedet im Nu.

Bei einem normalen Herd wird Hitze durch Elektrizität erzeugt, die durch einen Widerstand - die so genannte Heizspirale - geleitet wird. Es wird also heiß und die Hitze erwärmt dann den Topf (oder den Finger), der damit in Berührung kommt.

Beim Induktionsherd werden die Atome des Topfes durch ein schnell wechselndes Magnetfeld "geschüttelt". Dadurch werden sie ebenfalls heiß, aber ohne dass ihnen von außen Hitze zugeführt wird. Ein Gegenstand, der nicht aus den richtigen Atomen besteht, wird also nicht erwärmt.

Im Prinzip funktioniert ein Mikrowellenherd ähnlich - hier werden die Wassermoleküle geschüttelt.

Shag d'Albran

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