Was ist ein Härteausgleich (Steuer, einfach erklärt)?

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4 Antworten

Die bisherigen Antworter haben nur den Freibetrag nach § 46 Abs. § EStG erklärt in Höhe von 410,-.

Der Härtausgleich umfasst aber auch eine Gleitregelung.

Hat ein Arbeitnehmer Einkünfte, die nicht der Lohnsteuer unterlegen haben, z. B. ein Gewerbe, war nur geringe Erträge hat, so bleiben Gewinne bis zu 410,- Euro völlig Steuerfrei.

Hat er nun aber 650,- Euro Gewinn, schlägt nicht sofort die Steuer voll zu.

von den 650,- Euro werden die 410,- abgezogen. Es bleiben 240,- Euro. Diese 240,- Werden nun von der Freigrenze von 410,- gekürzt. Der Rest ist der verbleibende Freibetrag.

Als sind zu versteuern 650,- - 170,- = 480,- Euro anstatt des vollen gewinns von 650,-.

Das geht bis 820,- Euro, denn da hebt es sich ja von allein auf.

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Kommentar von Helmuthk
09.03.2016, 09:54

Die Berechnung des Härteausgleichs ergibt sich aus § 70 EStDV.

In Deinem Beispiel bei 650,00 € Gewinn:

820,00 € - 650,00 € = 170,00 €.

650,00 € - 170,00 € = 480,00 € zu versteuern.

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"Nebeneinkünfte", also Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug unterlegen haben, werden bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens erfasst, wenn sie mehr als 410,00 € betragen.

In § 46 Einkommensteuergesetz gibt es eine Ermächtigungsvorschrift zum "Härteausgleich". Das ist der § 70 Einkommensteuer- Durchführungsverordnung.

Dort wird - stark vereinfacht - geregelt, dass für diese Nebeneinkünfte von 411,00 € bis 820,00 € eine Gleitregelung gilt.

Beispiel: 820,00 € - 411,00 € = 399,00 €.

Durch den Härteausgleich werden im konkreten Fall nur 2,00 € erfasst.

Dieser Häteausgleich ist fließend.

Bei Nebeneinkünften von 819,00 € ergibt sich noch ein Härteausgleich von 1,00 €, es werden 818,00 € berücksichtigt.

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Die Milderungsregelung des § 46 Abs. 3 EStG ("Härteausgleich") bei der Veranlagung von Arbeitnehmern zur Einkommensteuer ist
eine Entschädigung für Ehrenämter, die als "Dankeschön" deren Vergütung bis 410 EUR nicht der Einkommensteuerveranlagung unterwirft.

G imager761

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Kommentar von Helmuthk
09.03.2016, 09:49

Der Härteausgleich ergibt sich aus § 70 UStDV.

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Unter dem steuerrechtlichen Begriff Härteausgleich ist die Freistellung eines geringen  Einkommens zu verstehen. Z.B. Nebeneinkünften aus einer gewerblichen Nebentätigkeit, das berühmte Nebengewerbe, müssen bei der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Durch den Härteausgleich können diese Einkünfte oder Gewinne von der Einkommensteuer unter bestimmten Umständen verschont werden.


MfG


René

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Kommentar von PatrickLassan
09.03.2016, 08:59

die Freistellung eines geringen gewerblichen Einkommens

Besser gesagt: von Einkünften, die keinem Steuerabzug unterlegen haben. Das sind nicht ausschleßlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

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