Was ist ein Gelehrtenklause (Gebäude)?

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Eine Klause ist allgemein ein Gebäude (oder vielleicht auch nur ein Raum in einem größeren Gebäude), in dem der Bewohner seinen Studien o. ä. betreiben kann, ohne von äußeren Einflüssen abgelenkt zu werden.

Als eigenes Gebäude sollte sie also relativ abgeschieden liegen (z. B. tief im Wals oder hoch auf einem Berg),. Wenn sie in ein Gebäude integriert ist, so sollte sie dann z. B. nicht an viel benutzten Fluren oder in der Nähe von lauten Räumen liegen, z. B. auf einer alten Burg nicht neben dem Festsaal oder der Küche, sondern vielleicht in der höchsten Turmkammer oder einem tiefen Keller-Gewölbe.

Neben der Einsamkeit und Ruhe wäre ein positiver Punkt noch Inspiration aus der Umgebung - ein schöner Ausblick wäre da vielleicht hilfreich, insofern ist das Kellergewölbe dann vielleicht doch nicht so geschickt ;-)

Eine "Klause" ist ein abgeschlossener Bereich für einen Einsiedler, für einen Eremiten. 

Ich nehme an, dein Prof meint eine Denkfabrik, ein Bereich in dem Gelehrte sich perfekt entfalten können.

Hallo Studiosus Nachwuchs,

eine Gelehrtenklause ist zunächst ein ungefiltertes Sammelsurium unterschiedlichster Meinungen und Auffassungen.
Deine Prof´s erwarten Eigenengagement und intensive Beschäfttung mit der Sache/Materie an sich, eine individuelle Wertung aus eigener Kompetenz/ Empfindung/ Einschätzung, keine endgültige, allgemein verwertbare, optimale Lösung.
Es ist lediglich eine anfängliche Testphase, um den Probanten zu testen, in wieweit er sich bemüht/anstrengt, mehr nicht.
Niemand wird hier eine perfekte Lösung erwarten, denn hierzu sind die Voraussetzungen infolge Studiumsbeginn bisher nicht vorhanden.

Danke Simko für deine Antwort :)
Ja klar wollen die Prof's Eingenengagement sehen, jedoch ist es recht schwierig sich ohne irgendwelche Literatur, Beispiele, Vorbilder dazu ein Bild zu machen.

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@ichbrauchdich

Literatur und Medienquellen gibt es grundsätzlich nahezu unendlich.
Einfach mal den "Gelehrten-..." Passus auslassen, die Vorlagen mit den eigenen Einschätzungen abgleichen.
Weiterentwicklung erfolgt stets in der Konfrontation und aktiven Auseinandersetzung mit dem Vorhandenen, nicht durch gleichgültiges "Mitschwimmen".
Gute Professoren fördern studentische Eigeninitiativen, selbst wenn diese an eigenen Festmarken rütteln mögen.
Hier trennt sich halt die Spreu vom Weizen, wovon ein Erstbeginner natürlich ausgänglich keine Ahnung hat.
Zu meiner Ausbildungszeit kannten mich meine Professoren nicht nur mit Namen.
Heute sind es lediglich Nummern, die noch nicht einmal geregelten Platz im Hörsaal finden.

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