Was ist ein "Enzyklopädist"?

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3 Antworten

Hippias von Elis hat ein Werk geschrieben, in dem zu vielfältigen Themen Aussagen zusammengestellt waren. Die Schrift als solche ist nicht erhalten und von Ihrem Inhalt ist in der antiken Überlieferung ist auch fast nichts erhalten, das eindeutig dazugehört hat. Daher besteht darüber, wie der Inhalt des Werkes genau war, einige Unsicherheit. Hippias hat viel gesammelt und aufgeschrieben und das Werk konnte daher als Nachschlagewerk benutzt werden. Beim Inhalt hat Hippias eine Auswahl vorgenommen.

Begriffe und Erklärungen sind in dem Werk wahrscheinlich vorgekommen. Aber eine Annahme einer Beschränkung auf Begriffe und ihre Erklärungen ist eine unzutreffende Einengung. Hippias selbst hat angegeben, seine Darstellung werde enthalten, was über etwas gesagt worden ist. Demnach hat er offenbar mehr geboten als eine bloße Begriffsgeschichte. Die einzige ausdrücklich als Inhalt des Werkes überlieferte Stelle ist eine Information zu einer Person.

Ein Enzyklopädist ist ein Herausgeber und/oder Verfasser von Beiträgen einer Enzyklopädie. Ein Enzyklopädist leistet damit einen Beitrag, Wissen zusammenzufassen, entweder zu allen Gebieten seiner Zeit oder zu einem einzelnen Gebiet. Als Enzyklopädisten bezeichnet werden insbesondere die Herausgeber (Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d’Alembert) und die Mitarbeiter der berühmten französischen Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts, der 1751 – 1780 erschienenen Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Diese war ein Sachwörterbuch und stark von der geistigen Bewegung der Aufklärung geprägt.

Hippias vom Elis wird zu den Sophisten gezählt. In seiner Lehrtätigkeit hat er alle Gebiete zeitgenössischer Forschung behandelt (Platon, Hippias meizon [Ἱππίας μείζων]/Größerer Hippías/Hippias maior 285 b – c). Hippias hielt neben epideiktischen Reden (schmuckvolle Reden, in denn es um Lob und Tadel geht, bei festlichen Gelegenheiten) auch wissenschaftliche Vorträge (vgl. beispielsweise Platon, Protagoras 318 e; Platon, Hippias elatton [Ἱππίας Ἕλάττων]/Kleinerer Hippias/Hippias minor 366 e – 369 a) über Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Sprach- und Musiktheorie (die Bedeutung von Lauten, Silben, Prosodie und Akzenten; rationale Harmonielehre), Altertumskunde (in der Form von Heroen-Genealogien und Gründungsmythen). Hippias beantwortete bereitwillig seinen Schülern fachkundig alle Fragen auf den Gebieten der Naturphilosophie und Astronomie (Platon, Protagoras 315 b – c). Auch über Malerei und Bildhauerkunst hat er gesprochen (Philostratos, Bioi sophiston [Βίοι σοφιστῶν]/Lebensbeschreibungen der Sophisten/Vitae sophistarum 1, 11, 2).

Hippias hatte eine erstaunliche Gedächtniskraft und konnte 50 Namen in der richtigen Reihenfolge aufsagen, nachdem er sie einmal gehört hatte (Platon, Hippias meizon [Ἱππίας μείζων]/Größerer Hippías/Hippias maior 285 e), wohl auf Mnemotechnik gestützt.

Hippias von Elis ist anscheinend als ein Universalgelehrter aufgetreten, hat Anspruch auf Fachkompetenz in allen Wissenschaften erhoben. Er hatte ein umfangreiches und breit gefächertes Wissen.

Xenophon, Apomnemoneumata [Ἀπομνημονεϝματα; Erinnerungen an Sokrates/Memorabilia 4, 4, 6 wird (von der Dialogfigur Sokrates zur Dialogfigur Hippias) gesagt, Hippias sei vielwissend (πολυμαθής [polymathes]). Vielwisserei (griechisch πολυμαθίη [polymathie] bzw. πολυμαθία [polymathia] konnte auch eine abschätzige verwendete Bezeichnung sein, wenn Informationen als wenig wertvoll beurteilt wurden. Platon war eher geneigt, Sophisten echte Erkenntnis abzusprechen.

Clemens von Alexandria, Στϱωµατεῖς [Stromateis]/Stroamata/Teppiche 6, 15 nennt eine Äußerung des Hippias, die wohl in der Einleitung seines Nachschlagewerkes stand: Über diese Dinge habe vielleicht das eine Orpheus gesagt, das andere Musaios, das andere Hesiod, das andere Homer, das andere ein anderer Dichter oder ein anderer Prosaautor, in griechischen oder nichtgriechischen («barbarischen») Schriften, Hippias selbst aber habe aus all diesem das Wichtigste und Stammverwandte zusammengestellt (τὰ μέγιστα καὶ Ὕμόφυλα συνθεὶς [ta megista kai homophyla syntheis]) und werde eine neue und vielgestaltige Darstellung verfassen.

Hippias hat anscheinend nach einem Auswahlkriterium der Wichtigkeit/Relevanz gesammelt und dies nach einem Anordnungsprinzip der inhaltlichen/thematischen Verwandtschaft in Einträgen zusammengestellt. 

Athenaios, Deipnosophistai (Δειπνοσοφισταί)/Gelehrtengastmahl/Deipnosophistae 13, 608 F – 609 A überliefert als Titel Werkes Συναγωγή (Synagoge; συναγωγή bedeutet „Sammlung“, „Zusammenstellung“, „Zusammenführung“). Er berichtet im Zusammenhang mit Frauen, die hinsichtlich ihrer Schönheit berühmt/verschrien worden sind, von Thargelia aus Milet, die 14 Männer heiratete und sowohl sehr gutaussehend [τὸ εἶδος πάνυ καλὴ [to eidos pany kale] als auch intelligent/kundig/klug/weise (σοφή [sophe] war, wie der Sophist Hippias in dem Werk mit der Bezeichnung Συναγωγή sagt.

Hippias von Elis hat anscheinend Gedanken, Lehren, Meinungen anderer Denker wiedergeben, was als Doxographie bezeichnet werden kann. Allerdings ist die eine in der Überlieferung ausdrücklich inhaltlich wiedergegebene Textstelle nicht von der Art, sie bei einer Doxographie zu vermuten. Vielleicht war das Werk nicht rein doxographisch, sondern es waren auch sonst interessante Informationen zusammengetragen.

Ein Rekonstruktionsversuch (Andreas Patzer, Der Sophist Hippias als Philosophiehistoriker. Freiburg (Breisgau) ; München : Alber, 1986. ISBN 3-495-47611-3), der allerdings angesichts der schwierigen Quellenlage nicht Sicherheit beanspruchen kann, sondern Wahrscheinlichkeit nachzuweisen bemüht ist, nimmt folgende Themenkreise/Lemmata (lexikalische Stichwörter) an:„Das Wasser“, „Der Eros“, „Alles fließt“, „Das Eine“, „Am Anfang war alles zusammen“, „Es gibt keine Falschaussage“, „Denken ist Wahrnehmung“, „Erde und Wasser“, „Liebe und Streit“, „Die Einteilung der Seinsprinzipien“, „Thargelia".

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Informationen in Büchern, die in Bibliotheken zu finden sind:

Jürgen Mittelstraß, Enzyklopädie. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Band 2: C – F. Unter ständiger Mitwirkung von Siegfried Blasche, Gottfried Gabriel, Herbert R. Ganslandt, Matthias Gatzemeier, Carl F. Gethmann, Peter Janich, Friedrich Kambartel, Kuno Lorenz, Kaus Mainzer, Peter Schroeder-Heister, Oswald Schwemmer, Christian Thiel, Reiner Wimmer in Verbindung mit Gereon Wolters herausgegeben von Jürgen Mittelstraß. Stuttgart ; Weimar : Metzler, 2005, S. 343 – 348

S. 343: „Enzyklopädie, als wissenschaftssystematischer Terminus und Titel universaler Handbuchliteratur humanistische Rückübersetzung der lateinischen Wendung ›orbis doctrinae‹ (M. F. Quintilian, Vitruv, Plinius d. Ä.), daneben ›orbis disciplinarum‹ und ›encyclios disciplina‹, ins Griechische (A. Politianius, H. Barbarus). Die dabei eingangs des 15. Jh.s ›wiederentdeckte‹ griechische Wendung ›ἐγκύκλιος παιδεία‹ (vgl. Strab. I,1, 22; Quint. Inst. Orat. O 10.1; Plin. hist. nat. praef. § 14, Plut. mor. 2.1125 e) bedeutete ursprünglich nicht (wie in der enzyklopädischen Tradition allgemein angenommen) ›Kreis der Wissenschaften‹, in dem zum Zwecke umfassender Bildung und auf dem Wege einer ›handbuchmäßig‹ aufgearbeiteten Sammlung des gesamten Wissens eingeführt werden sollte, sondern die ›chorische‹ , im wesentlichen musische Erziehung der Freien. Dieses in der Bildungsbewegung des 5. vorchristlichen Jahrhunderts (↑ Sophistik) formulierte Bildungsideal (vgl. die Berichte über den Sophisten Hippias: Plat. Hipp. mai. 285d, Cic. de or. 3.127) wird bei Platon (im Rahmen der Pädagogik des ↑ Höhlengleichnisses) durch den direkten Anschluss an die ›exakte‹ Wissenschaft (Arithmetik, Geometrie, Astronomie, rationale Harmonielehre) erweitert, führt von daher zum ›propädeutischen‹ Titel ›orbis doctrinae‹ und wird später, nunmehr durchaus im Sinne eines ›Kreises der Wissenschaften‹ in den artes liberales (↑ ars) institutionalisiert.“

d. Ä = der Ältere  

Jh.s = Jahrhunderts  

Strab. = Strabon  

Quint. Inst. Orat. = Quintilian, Institutio oratoria  

Plin. Hist. nat. praef. = Plinius, Historia naturalis, Praefatio  

Plut. mor. = Plutarch, Moralia  

Plat. Hipp. mai. = Platon, Hippias maior  

Cic. de or. = Cicero, De oratore


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Jürgen Mittelstraß, Enzyklopädisten. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Band 2: C – F. Unter ständiger Mitwirkung von Siegfried Blasche, Gottfried Gabriel, Herbert R. Ganslandt, Matthias Gatzemeier, Carl F. Gethmann, Peter Janich, Friedrich Kambartel, Kuno Lorenz, Kaus Mainzer, Peter Schroeder-Heister, Oswald Schwemmer, Christian Thiel, Reiner Wimmer in Verbindung mit Gereon Wolters herausgegeben von Jürgen Mittelstraß. Stuttgart ; Weimar : Metzler, 2005, S. 348 - 349:  

Enzyklopädisten, (franz. encyclopédistes), die mehr als 170 namentlich feststellbaren Mitarbeiter der von. D. Diderot (bis 1772) und J. le Rond d’Alembert (bis 1758) herausgegebene «Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers» (I – XXXV, Paris/Neufchatel/Amsterdam 1751 – 1780). Im engeren Sinn die im Titelblatt als ›Societé de gens de lettres‹ (gegründet 1750 unter dem Vorsitz Diderots und d’Alemberts) bezeichneten Träger der mit dieser Enzyklopdie verfolgten aufklärerischen Konzeption (↑ Aufklärung), in der (in Abgrenzung zur ›historischen‹ und in Ablösung der älteren Orientierung am ›honnéte homme‹) das Leitbild des ›philosophe‹ entworfen wird («Philosopher, cest donner la raison des choses, ou dumoins la chercher; car tant quon se borne à voir et à rapporter ce quon voit, on nest que historien», Diderot, Art. ›philosophe‹, Encyclopédie XII [1765, 512). Nach den Vorstellungen der Herausgeber hat sich in diesem Sinne der esprit philosophique (der bei Diderot und Voltaire programmatisch den esprit critique in der Konzeption P Bayles ablösen soll) als esprit encyclopdie zu bewähren.

franz. = französisch  

Art. = Artikel

Ulrich Dierse/ Hans Jörg Sandkühler, Enzyklopädie. In: Enzyklopädie Philosophie : in drei Bänden mit einer CD-ROM. Unter Mitwirkung von Dagmar Borchers, Arnim Regenbogen, Volker Schürmann und Pirmin Stekeler-Weithofer herausgegeben von Hans Jörg Sandkühler. Band 1: A – H. Hamburg : Meiner, 2010, S. 545 – 551

George B. Kerferd und Hellmut Flashar, Die Sophistik. In: Sophistik, Sokrates, Sokratik, Mathematik, Medizin (Grundriss der Geschichte der Philosophie. Begründet von Friedrich Ueberweg. Völlig neu bearbeitete Ausgabe. Herausgegeben von Helmut Holzhey. Die Philosophie der Antike - Band 2/1). Herausgegeben von Hellmut Flashar. Basel ; Stuttgart : Schwabe, 1998, S. 64 – 68 (Hippias aus Elis)

S. 65 – 66: „Von besonderer Bedeutung ist ein Werk mit dem Titel Συναγωγή (Sammlung: ATHEN. XII 608 f = B 4), von dem ein ganzer Satz wörtlich überliefert ist (CLEM. Strom. VI 15 = B 6), der offenbar im Proömium stand. Darin legt Hippias programmatisch seine Absicht dar, er wolle Aussagen aus älteren Werken (Versdichtungen sowie Prosaschriften, und zwar – was besonders bemerkenswert ist – nicht nur von griechischen Autoren, sondern auch von fremdsprachigen) nach den Kriterien der Wichtigkeit (τὰ μέγιστα) und der Verwandtschaft (τὰ Ὕμόφυλα) anzuordnen und ihnen somit eine neue Form geben. Auf diese Weise stellte er eine Art enzyklopädisches Lexikon zusammen, das nach Lemmata geordnet war.“

ATHEN. = Athenaios  

CLEM. Strom. = Clemens von Alexandria, Stromata

Thomas Paulsen, Rhetorik. In: Handbuch der griechischen Literatur der Antike. Band 1: Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit. Herausgegeben von Bernhard Zimmermann unter Mitarbeit von Anne Schlichtmann. München : Beck, 2011 (Handbuch der Altertumswissenschaft ; Abteilung 7, Band 1), S. 433:  

„Ein Originalzitat kennen wir dank Klemens von Alexandria (Stromata 6,15 = 86 B6 DK) aus dem Prooemium der Sammlung (Συναγωγή). Hippias legt hier seine Intention dar, Auszüge aus älterer griechischer und nichtgriechischer Literatur nach Wichtigkeit und Verwandtschaft miteinander anzuordnen. Auf diese Weise kam eine Art enzyklopädisches Lexikon zusammen, von dessen Lemmata sich einige wie etwa „Wasser“ und „alles fließt“ rekonstruieren ließen (PATZER 1986). Die Sammlung kann als älteste bekannte doxographische Schrift betrachtet werden (KEREELD/FLASHAR 1998, 66).

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Markus Asper/Sabine Föllinger, Fachliteratur. In: Handbuch der griechischen Literatur der Antike. Band 2: Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit. Herausgegeben von Bernhard Zimmermann und Antonios Rengakos unter Mitarbeit von Martina Enzinger, Franziska Eickhoff, Benjamin Harter und Anne Schlichtmann. München : Beck, 2014 (Handbuch der Altertumswissenschaft ; Abteilung 7, Band 2), S. 458:  

Doxographische Texte: Doxographie, die Sammlung von Lehrmeinungen der Autoritäten eines Feldes, beginnt im Peripatos als eine von mehreren Vorgehensweisen, Ausgangspunkte für Problemdiskussionen zu gewinnen. In der Pragmatie finden sich dementsprechend immer wieder doxographische Passagen am Beginn von Erörterungen (berühmt z. B. Aristoteles, metaph. Α). Es finden sich aber auch rein doxographische Textformen wie die Synagoge, eine systematisch geordnete Sammlung von Paraphrasen und Exzerpten (zuerst bezeugt für Hippias), die sich bis in die Spätantike zunehmender Beliebtheit Beliebtheit erfreute, oder die Placita-Sammlung (sehr einflußreich die Physikon doxai Theophrasts als Grundlage der Vorsokratiker-Überlieferung). Wiederum im Peripatos entsteht im Rahmen der Doxographie die teleologisch organisierte Wissenschaftsgeschichte, vertreten vor allem durch Eudemos' Mathematikgeschichten.“

metaphys. = Metaphysik

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Markus Asper/Sabine Föllinger, Fachliteratur. In: Handbuch der griechischen Literatur der Antike. Band 2: Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit. Herausgegeben von Bernhard Zimmermann und Antonios Rengakos unter Mitarbeit von Martina Enzinger, Franziska Eickhoff, Benjamin Harter und Anne Schlichtmann. München : Beck, 2014 (Handbuch der Altertumswissenschaft ; Abteilung 7, Band 2), S. 458:  

Doxographische Texte: Doxographie, die Sammlung von Lehrmeinungen der Autoritäten eines Feldes, beginnt im Peripatos als eine von mehreren Vorgehensweisen, Ausgangspunkte für Problemdiskussionen zu gewinnen. In der Pragmatie finden sich dementsprechend immer wieder doxographische Passagen am Beginn von Erörterungen (berühmt z. B. Aristoteles, metaph. Α). Es finden sich aber auch rein doxographische Textformen wie die Synagoge, eine systematisch geordnete Sammlung von Paraphrasen und Exzerpten (zuerst bezeugt für Hippias), die sich bis in die Spätantike zunehmender Beliebtheit Beliebtheit erfreute, oder die Placita-Sammlung (sehr einflußreich die Physikon doxai Theophrasts als Grundlage der Vorsokratiker-Überlieferung). Wiederum im Peripatos entsteht im Rahmen der Doxographie die teleologisch organisierte Wissenschaftsgeschichte, vertreten vor allem durch Eudemos' Mathematikgeschichten.“

metaphys. = Metaphysik

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Die Vorsokratiker : die Fragmente und Quellenberichte. Übersetzt und eingeleitet von Wilhelm Capelle. 9. Auflage. Mit einem Geleitwort und Nachbemerkungen von Christof Rapp. Stuttgart : Kröner , 2008 (Kröners Taschenausgabe ; Band 119), S. 302:  

„Hippias ist der typische Enzyklopädist unter den Sophisten – der auch die mathematischen Wissenschaften seinem Lehrprogramm eingliedert.“

S. 304 (Übersetzung von FVS [Fragmente der Vorsokratiker] DK [Diels/Kranz] 86 B 6 = Clemens von Alexandria, Στϱωµατεῖς [Stromateis]/Stromata/Teppiche 6, 15):  

„Hiervon ist vielleicht das eine von Orpheus, das andere von Musaisos kurz gesagt worden, vom einen hier, vom anderen da, anderes von Hesiod, anderes von Homer, anderes von anderen Dichtern, anderes in Prosaschriften, teils von Griechen, teils von Barbaren. Ich aber habe aus all diesem das Wichtigste <ausgewählt> und das Zusammengehörige miteinander komponiert und werde euch nun <daraus> diese neue und Dinge der verschiedendsten Art bringende Rede vortragen."




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Laut DUDEN: "Mitarbeiter an der französischen »Encyclopédie« (1751–80)"

Wundert mich aber, dass das die einzige Definition dort ist. Eigentlich sollte eine Definition, ähnlich deiner auch passen.

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