Was ist ein Brückengleichrichter?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist hier das Prinzip, die volle Energie des Wechselstroms auszunutzen. Der Plus-Teil wird in die Plus-Leitung geschickt und der Minus-Teil in die Minus-Leitung. Gegenüber dem einfachen Gleichrichter ergibt sich hier der Vorteil, dass keine Pause in der Stromversorgung auftritt. Dennoch muss man je nach Anwendung die Welligkeit oder Brumm wegbringen. Der dort eingefügte Kondensator muss innerhalb der Stromschwankungen der Sinus-Kurve soviel Energie bereithalten, dass die Abgabe gross genug ist, so dass es nicht stört.

1

Ein Brückengleichrichter wird auch "Grätz Brücke" genannt. Nach dem Physiker Leo Graetz der diese Schaltung als "Vierquadrantensteller" bezeichnet hat.

Die Definition ist also ein Gleichrichter der im Vierquadrantenbetrieb arbeitet, also jede reingehende Halbwelle des Wechselstroms verarbeitet.

Früher waren Transformatoren zu wickeln billiger als Halbleiterdioden oder als die noch nicht erfunden waren Röhrendioden herzustellen. Damals vermied man also mehr Dioden einzubauen als Nötig waren. Da musste man mit einer Einwegegleichrichtung oder mit doppelten Trafoausgang einer Zweiwegegleichrichtung klar kommen wo die Spulen abwechselnd Energie wärend der positiven und negativen Netzsinusphase benutzt wurden.

Was möchtest Du wissen?