Was ist ein Beispiel für einen naturalistischen Fehlschluss? (Ethik)

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe mal gehört, dass die Verachtung der Homosexualität durch die katholische Kirche so ein naturalistischer Fehlschluss ist.

.

Ich hab dazu mal was für dich herausgesucht:

.

"Ein naturalistischer Fehlschluss steckt beispielsweise in der katholischen Sexualmoral, da sie Homosexualität als angeblich „widernatürliches“ Verhalten verurteilt. Schon die Voraussetzung dieser Aussage ist falsch. Denn Homosexualität ist in der Natur weit verbreitet: Man findet sie bei Würmern, Möwen, Meerschweinchen oder Delphinen ebenso, wie bei unseren nächsten Verwandten, den Orang-Utans, Schimpansen oder Bonobos. Eine Verurteilung der Homosexualität wäre schon deshalb nicht schlüssig. Abgesehen davon wäre dieses Argument ein „naturalistischer Fehlschluss“. Aber dürfen wir aus dem natürlichen Vorhandensein nun schließen, dass die Homosexualität deshalb erlaubt sei? Keineswegs! Ob ein Verhalten „natürlich“ ist oder nicht, sagt nichts über seine ethische Legitimität aus. Diese Entscheidung bedarf einer eigenständigen Begründung, die nicht aus der Natur folgt."

.

Quelle: http://www.bfg-bayern.de/ethik/Gymnasium/grundfragenphilethik.htm

Bsp: Du findest eine Fundsache, ein Portemonnaie meinetwegen. Dann sagst du dir, ok ich behalts, das macht ja jeder. Das ist ein naturalistischer Fehlsschluss. Dabei ist völlig irrelevant, ob das wirklich von allen gemacht wird oder nicht. Der Fehlschluss steckt darin aus einem vorhandenen Zustand auf eine ethische Aussage zu schließen.

Z. B. der Sozialdarvinismus ist ein naturalistischer Fehlschluss, da er aus der Evolutionstheorie, die eine Beschreibung der Entstehung der Arten ist, eine normative Theorie scheinbar ableitet, wonach Solidarität mit den Schwachen falsch sei. Der Fehler liegt darin, dass obwohl die Evolutionstheorie nicht sagt, ob die Evolution moralisch gut oder schlecht ist, der Sozialdarvinismus darauf aufbaut, dem ungestörten survival of the fittest einen moralischen Wert zuzusprechen.

Kollegin spricht nach Missverständnis nicht mehr mit mir, grüsst nicht, ignoriert mich komplett

Ich habe folgendes Problem und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Es gibt eine Kollegin in unserem Betrieb, die häufig ausgelaugt und übermüdet wirkt. Dies ist auch schon anderen aufgefallen. Ich habe den eindruck, dass sie sich beruflich und ggf. auch privat überfordert, zu wenig schläft und sonst auch nicht gut auf sich achtet. An einem Freitag Mittag sagte sie z.B. dass sie 24h nichts gegessen hätte. Sie hat häufig auch schlimme Augenringe, arbeitet die Pause durch und ist eigentlich ständig blass. Ich fürchte, dass sie in absehbarer Zeit, einen Burn Out erleiden könnte und wollte ihr dies später mitteilen. Leider wurden wird dann alle von einem tödlichen Autounfall eines Kollegen überrascht.Vermutet wird, dass er ggf. am Steuer eingeschlafen sei. Am Folgetag fand eine kleine Trauerfeier im Betrieb statt, in der ich u.a. den Wunsch äußerte, dass wir ggf. alle besser aufeinander acht geben sollten. Der Koll. schlief z.B. schon in der Pause. Da besagte Kollegin, zu dem Team gehört, aus dem der Kollege stammt, wollte ich sie natürlich nicht direkt ansprechen und ihr meine Sorgen, die ich ihr gegenüber habe, mitteilen. Andererseits hat mir der Unfall aber auch gezeigt, dass manche Dinge einfach zu schnell passieren und man möglicherweise nicht mehr die Gelegenheit hat, solche Dinge anzusprechen. Ich hatte der Kollegin eine Notiz ans Auto geheftet. Eine Aussage war, dass mir eben aufgefallen sei, dass sie oft erschöpft wirkt und dies gerade zum Wochenende. Sie fährt dann, wenn sie keinen Wochenenddienst hat, immer noch ca. 1,5 Stunden nach Hause. Der Satz war u.a. auch vor dem Hintergrund ihrer Aussage geschrieben worden, weil sie ja sagte, dass sie mal einen Tag, auch einen Freitag, nichts gegessen habe und ich mir nicht vorstellen kann, dass man dann nach 8 Stunden Arbeit an schwerkranken Menschen, ohne regelmäß. Mahlzeiten noch vollkonzentriert Auto fahren kann. Zwei Tage später sprach sie mich an und teilte mir mit, dass sie die Aktion total daneben fand. Sie interpretiert meine Aussage so, dass ich gemeint hätte, wenn sie nicht auf sich aufpasse, dann wäre sie die nächste die solch einen schweren Unfall baut und stirbt. Das war aber gar nicht meine Intention. Mir geht es darum, dass sie sich einfach pfleglicher selbst behandelt, um eben nicht auszubrennen. Und natürlich, sollte man nur fit Auto fahren. Wenige Tage später hab ich mich vor dem ganzen Team und ihr entschuldigt, falls ich ihre Gefühle verletzt haben sollte. Mir ist natürlich klar, dass meine Aktion in der Trauerreaktion schwierig war, aber wie gesagt, mir liegt auch was an ihr und bin dann ggf. auch in eine Art Panikreaktion geraten. Ende vergangener Woche, sprach ich sie nochmals an und wollte die Aussage klar stellen und ihr auch nochmals mitteilen, warum ich an dem Tag den Brief geschrieben habe (meine Gefühle, ihre Aussagen usw.). Sie hat mich mit dem selben Vorwurf abgeschmettert. Seitdem ignoriert sie mich und grüßt nicht. Danke für eingehende Ratschläge.

...zur Frage

Atheistischer christlicher glaube?

Was haltet ihr von der Vorstellung, den Gott der Bibel als Metapher für den wahrnehmenden und beschreibenden Teil in uns zu sehen? Also nicht (!) an eine Höhere Macht (Theos) zu glauben (Atheismus), sondern die Bibel als eine Sammlung von Verhaltensnormen und psychologischen Hilfestellungen/Erklärungen zu verstehen?

Ich glaube nicht, dass die Bibel das tatsächlich aussagen sollte, aber ich finde es sehr interessant, dass diese interpretation durchaus logisch erscheint.

Was meint ihr dazu?

Beispiele:

Entstehungsgeschichte:

Gott scheidet nicht Tag und Nacht, Himmel und Erde, etc, sondern unterscheidet, nimmt also unterschiede war. Und er sah, dass es gut war, zeigt, dass er nicht wertend vergleicht, denn erst wenn wertend verglichen wird, gibt es gut und schlecht. Er erkennt das gute, d.h. es ist bereits gut; der Wert liegt in der existenz.

Paradieserzählung:

Der Apfel wird vom Baum getrennt (Trennung von Wert und existenz), wodurch Vergleichende Wertungen und somit Schamgefühl entstehen. Wertungen führen unseren wahrnehmenden Teil (Gott) in die irre, sodass er unsere Wertungen als objektive Realität sieht. Dadurch entsteht Leid.

Unser Denken manifestiert sich in der Sprache: Logos (das Wort) und Theos (Gott) sind das gleiche. ("am Anfang war das Wort und das Wort war Gott.")

Ich bin übrigens agnostischer Atheist, aber dennoch an Religion aus psychologischer und historischer Sicht interessiert - Bibelexperte bin ich nicht, kenne nur einzelne Stellen.

...zur Frage

Lösungsweg Logiktest, kniffliges Kinder-Rätsel aus Singapur?

Hi zusammen,

ich suche Leute mit "diszipliniert logischem Denkvermögen" (oder wie man das ausdrücken soll...) zum Austausch. Es gibt unter Stichworten aus dem Titel meiner Frage Videos zu einem Rätsel, das angeblich (ich bezweifle das) aus einer "Mathe-Olympiade" stammen soll. Meiner Ansicht nach ist das Rätsel unlösbar in dem Sinn, daß es keine Logik gibt, die zwingend (also ohne logische Brüche oder bloße Annahmen) zu exakt einem einzigen Datum führt. Aber das ist nur eine Behauptung meinerseits, da kann ich mich auch irren...

Fakt ist aus meiner Sicht, daß der in diesen Videos genannte LösungsWEG falsch ist, da steckt einfach ein Denkfehler drin: Nur weil der 18. und der 19. ausscheiden, scheiden keinesfalls auch beide "zugehörigen" Monate Mai und Juni aus.

Cheryl gibt für ihr Geburtsdatum zwei Personen (siehe Bild) die vier Monate Mai bis August und die sechs Tage 14. bis 19. zur Auswahl, nennt Albert den korrekten Monat und Bernhard den korrekten Tag.

Fakt, da streng logisch, ist lediglich folgendes:

Hätte B. (Bernhard) den 18. oder 19. bekommen, wüßte er sofort das Datum, da beide Tage nur je einmal vorkommen. Da B. nicht sofort die Lösung nennt, weiß A. (Albert) also, daß B. einen der Tage 14. bis 17. bekommen haben muß. Dies muß auch B. klar sein, daß A. das weiß, und aus dem Grund weiß B., daß A. nicht den Monat Juni genannt bekommen hat: Denn da der 18. ausgeschieden ist, bliebe im Juni nur der 17. übrig und A. hätte "etwas später" (nicht sofort) die Antwort genannt. Der Monat Mai ist aber aus Sicht von B. noch möglich, denn dann hätte A. (aus Sicht von B.) noch den 15. und 16. als mögliche Lösung.

Bis dahin feste Tatsachen, und jetzt kommt die Frage: Bei welchen der drei noch möglichen Monate Mai, Juli und August hätte A. zwingend sagen können, daß B. die Lösung (noch) nicht kennen kann? Oder anders gefragt, bei welchen dieser drei Monate hätte A. davon ausgehen müssen, daß B. die Lösung kennen könnte?

Meine Behauptung ist, daß man an dieser Stelle mit reiner Logik nicht weiter kommt: Hätte A. den Mai oder Juli genannt bekommen, stünden B. noch je 2 Tage zur Auswahl, bei August wären es sogar 3 Tage. In keinem Fall hätte es für A. einen rein logischen Grund gegeben, zu schließen, daß B. mehr oder weniger wahrscheinlich die Lösung kennen könnte. Also bei keinem der drei Monate hätte es mehr Grund gegeben, zu schließen, daß A. die Lösung unmöglich kennen kann. Mit anderen Worten gilt Alberts ersten Aussage immer, unabhängig davon, welchen Monat er genannt bekommen hat, und darum ist sie für Bernhard und damit auch für eine Lösung der Aufgabe unbrauchbar. Und damit verlieren automatisch auch die beiden späteren Aussagen ihren Sinn.

Ich frage nicht "ist jemand anderer Meinung", sondern "kann jemand streng logisch darlegen, daß und warum etwas von dem von mir gesagten falsch ist"? :-D

...zur Frage

Naturalistischer Fehlschluss Diskussionfrage für die schule?

Ich brauche eine Diskussionsfrage zum naturalische fehlschluss für den Ethik Unterricht

...zur Frage

Wie geht man am besten vor wenn man in ein anderes Bundesland ziehen möchte?

Hallo,

Ich stelle meine Frage nochmal und lasse dabei, die Aussagen anderer Leute, weg:

Ich bin aktuell 23, habe keine Arbeit(Ja, denkt euch euren Teil), aber möchte in ein anderes Bundesland ziehen und dort arbeiten!

Dort, wo ich aktuell wohne, hält mich wirklich GAR NICHTS MEHR. Ich war über längere Zeit in dem Bundesland, wo ich hin möchte und habe mich dort wirklich heimisch gefühlt. Da gibt es noch viel mehr Gründe zu, aber ich möchte nicht alles hier erwähnen.

Fakt ist, dass ich dieses Jahr noch ausziehen möchte, im besten Fall natürlich mit Arbeit! Also ich mahle mir das so aus, dass ich mich in dem Bundesland bewerbe und dann dort arbeiten und wohnen kann. Klingt natürlich total einfach, ist es mit Sicherheit nicht!

Aber jeder, der genau das Gleiche vorhatte und durchgezogen hat, wäre mir wirklich eine Hilfe. Ich möchte das auch durchziehen, aber nicht nach ein paar Wochen wieder zurückmüssen, weil irgend was ungeplant war, oder so.

Wie sollte man jetzt in meinem Fall am besten vorgehen, wenn man wirklich keine feste Vorstellung hat? Also ich habe halt noch nie solch eine Situation erlebt, logisch. Und möchte einfach alles richtig machen.

Ich BITTE darum dass man nicht irgend welche "netten" Sprüche raushaut sondern ernsthaft von seinen Erfahrungen diesbezüglich spricht, oder was man für Ideen hat, die auch wirklich umsetzbar sind und weiterhelfen.

Dafür wäre ich echt dankbar, denn das ist ein mir ernstes Thema, welches ich umsetzen möchte, um endlich mein eigenes Leben zu leben, und vor allem dort, wo ich wirklich glücklicher bin, als hier.

Ich finde irgend wie den richtigen Anfang nicht, bezüglich dieser Sache. :/

...zur Frage

Wann ist die Winkelgeschwindigkeit kein Produkt?

Also mich irritieren zwei anscheinend Widersprüchliche Aussagen im Wikipedia Artikel dazu: zum einen heißt es dass die Richtung des vektors der Winkelgeschwindigkeit senkrecht zur Rotationsebene steht. (diese wird ja durch Radiusvektor und Bahngeschwindigkeitsvektor aufgespannt) Dann heißt es aber auch noch, dass sich die VEKTOREN (weiß nicht wie man hier n Pfeil über den Buchstaben einfügen lassen) v= w x r (x soll kreuzprodukt darstellen) sofern Winkelgeschwindigkeit und Radiusvektor senkrecht aufeinander stehen zum Skalarprodukt als v=w*r werden. Aber ist das laut der ersten Aussage nicht immer der Fall? Wie habe ich mir das vorzustellen?

Und noch eine zweite Frage: wenn ich eine gleichung mit einem kreuzprodukt umstellen will, wie geht das? Also wenn ich aus v=(w) x (r) beispielsweise den vektor w isolieren will

Vielen Dank fürs Lesen und eure Hilfe

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?