Was ist eigentlich so schlimm daran "rechts" zu sein?

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12 Antworten

Die modernen Gesellschaften sind sehr liberal und das stößt sich mit den sehr konservativen Vorstellungen rechter Ideologien.

Vereinfacht gesagt bedeutet "rechts" die Idealisierung einer guten alten Zeit und der Wunsch nach möglichst wenig Wandel zu Neuen.

Das steht natürlich dem "revolutionären Gedanken" der Linken entgegen.

Auch werden nationalistische Tendenzen im rechten Denken bevorzugt und damit ein isolierendes Elitedenken gefördert, dass vielen liberalen Menschen fremd ist.

Durch die rechte Ideologie, der zufolge eine Gruppe mehr Rechte hat, als eine andere, sind dort antidemokratische Tendenzen besonders möglich.

Rechte Ideologie führt häufig zu zentralistischem Denken, im Extremfall um einen totalitären Führer, was Machtmissbrauch durch diese Eliten ermöglichen könnte.

Das alles sind Gründe, weshalb rechtes Gedankengut von der Mehrheit liberal denkender Menschen abgelehnt wird.

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Kommentar von Demonoschwili
12.07.2017, 22:33

Durchaus nachvollziehbar, aber auch ob das einem gefällt ist selbstverständlich Ansichtssache!

zB. Könnten einige eine Diktatur befürworten, wenn sie dafür ihre erhöhte Produktivität und Effizienz im Sinne von einem "höheren Sinne" einsetzt.

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Kommentar von Enzylexikon
13.07.2017, 22:23

Vielen Dank für den Stern. :-)

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Es ist nicht schlimm, rechts zu sein. Genauso wenig, wie es schlimm ist, links zu sein. Aber selbstverständlich kritisieren Personen, die eine völlig andere Meinung vertreten, ihre Opponenten schärfer als die, denen Politik relativ gleichgültig ist.

Deshalb kommt es darauf an, wie weit rechts man steht. Und das, nachdem Trump - zumindest in den USA und Deutschland - eine Politisierung ausgelöst hat, in besonderem Maße.

Wenn man rechts erst dort beginnen lässt, wo die allgemeinen Menschenrechte für eine spinnerte Idee linker Ideologen gehalten werden, dann wird man in Deutschland mehrheitlich auf Ablehnung stoßen. Das ist nach der Erfahrung mit dem Nationalsozialismus leicht zu erklären. 

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www.seitseid.de

"Rechts" sein wird heutzutage in unserem Land tatsächlich mit Rechtsextremismus und Nazitum gleichgesetzt, obwohl die heutigen Ansichten der CDU linker sind als jemals zuvor.

Die Medien haben es geschafft, dass jede vom Mainstream abweichende Meinung, selbst wenn sie nur zur Diskussion auffordert, als rechtsextrem und somit "für Diskussionen unzumutbar" gewertet werden kann.

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Kommentar von AalFred2
13.07.2017, 09:01

Die Medien haben es geschafft, dass jede vom Mainstream abweichende Meinung, selbst wenn sie nur zur Diskussion auffordert, als rechtsextrem und somit "für Diskussionen unzumutbar" gewertet werden kann.

Auch durch ständiges Wiederholen wird dieser Blödsinn nicht richtiger.

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Mir fallen 2 Gründe ein, wieso rechtsorientiertes Denken negativ beurteilt werden könnte / wird:

  • Die häufige Eigenart, ständig in Extremen zu denken. Rechts wird zu häufig mit rechtsextrem gleichgesetzt oder assoziiert.
  • Rechtsorientierte Politik richtet sich gegen eine emanzipierte Gesellschaft. Dies ist ein eher konservatives Denken in einer Gesellschaft, die sich nach und nach immer toleranter gestaltet. Ein Beispiel ist die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland, die, obwohl von größeren Bevölkerungsgruppen gewünscht, nur nach langem Widerstand der CDU/CSU durchgedrückt werden konnte.

Nichtsdestotrotz sind rechte Ziele deswegen nicht sofort schlecht. Generell stellen sie ein notwendiges Gegengewicht zur Linkspolitik dar, die in bestimmten Lebensfragen ebenso positive oder negative Ansätze haben kann. Ich denke daher, dass eine Mischung aus Links- und Rechtspolitik sinnvoll ist.

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Kommentar von Apfelkind89
13.07.2017, 03:12

Die CDU ist aber keine rechte Partei, und innerhalb der AfD dürfte es vermutlich nicht viele geben, die gegen eine gleichgeschlechtliche Ehe sind. Selbst eine der Spitzenpolitikerinnen befindet sich in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, daher kann man das nicht so verallgemeinern. Vielleicht kann man eher sagen, dass Politiker der CDU aufgrund ihres hohen Alters Probleme mit dem Thema haben, weil sie so erzogen worden sind, dass Homosexualität etwas negatives sei.

Auch das Beispiel mit der toleranter-werdenden Gesellschaft scheint mir nicht ganz stichhaltig zu sein, und zwar wieder auf die rechte AfD bezogen: Diese Partei setzt sich gerade dafür ein, dass unsere Gesellschaft tolerant bleibt, und setzt damit einen Gegenpol gegen die Islamisierung, durch die die heutige Toleranz nach Vorstellung vieler Wähler/Politiker dieser Partei extrem abgebaut werden würde.

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Zu einer pluralistischen Demokratie gehört sowohl eine politische Linke als auch eine politische Rechte. Die politische Linke hat es in Deutschland geschafft, dass der Begriff "rechts" mit "rechtsextrem" gleichgesetzt wird. Und Letzterer ist eben vor allem in Deutschland mit sehr negativen Assoziationen belegt.

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Gar nichts.

Sei du wie du am liebsten bist und höre nicht auf andere Vollpfosten die meinen sie müssten 365 Tage im Jahr einen auf Gut-Mensch machen...das sind nämlich die wahren Verbrecher.

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Kommentar von AalFred2
13.07.2017, 09:02

Natürlich sind das im Gegensatz zu erklärten Schlechtmenschen wie dir alles Verbrecher. Welches Verbrechen nochmal?

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Wäre die Natur konsvativ, hätte sich nie Leben entwickeln können, erst recht kein Intelligentes.

Es ist die Vielfalt und die Veränderung, die das (Über-) Leben erst möglich macht. Insofern werden diejenigen überleben, die sich anpassen können und diejenigen aussterben, die sich nicht schnell genug anpassen konnten.

Insofern ist es ganz natürlich, dass viele eben nicht Konservativ sind. ;-))

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Du solltest dir anschauen, was rechte Politik in der Praxis für Folgen hat. V.a. für Schwächere- Minderheiten, Frauen, Geringverdiener. Oder auch für Normalverdiener. Eigentlich für alle, die keine weißen, männlichen, heterosexuellen Besserverdiener ohne Migrationshintergrund sind. 

Vielleicht geht dir dann ein Licht auf.  

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Das Problem von rechts ist eigentlich eher der Egoismus. Während links eher die Gesellschaft in ihrer Gänze umfassen will, ist rechts Denken eher auf das ich bezogen und alle die genau so sind und denken wie ich. Es ist eher die einfachere Art sich sein Weltbild zu machen. Mir geht es gut, was ich nicht gut finde will ich nicht haben und will damit nichts zu tun haben. Schöne Utopie, aber so is und war die Welt nie. Und wird sie auch nicht.
Die Probleme sind da. Und man kann nicht einfach weggucken, denn irgendwann holen einen die Probleme ein. Es gibt eben auf der Welt nicht nur das eine Land
Sondern viele. Es gibt nicht nur Menschen die man persönlich toll findet, sondern auch andere. Und Darin sehe ich das negative im rechten Denken. Es gibt nämlich Dinge in dieser Welt, die kann man nicht einfach wegreden, und rechte Politik hat einfach keine Lösungen parat. Gerade in Zeiten der Globalisierung mehr denn je.

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Kommentar von Apfelkind89
13.07.2017, 03:18

Es gibt aber Dinge und Probleme, die wir (und auch die gesamte Menschheit) nicht beseitigen/lösen kann. Beispielsweise die Überbevölkerung und die dadurch entstehenden Hungersnöte und Kriege. "Linke" Personen denken, sie könnten das Problem lösen, indem sie alle Menschen dieser Welt nach Deutschland einladen, gleichzeitig verhalten sie sich dadurch aber extrem egoistisch, weil sie von den anderen verlangen, dass sie diese Probleme lösen und alles finanzieren. Beispielsweise gibt es die freiwilligen Menschenhändler im Mittelmeer, die ein wahnsinniges Glücksgefühl verspüren, wenn sie Menschen aus dem Wasser fischen können, geht es aber um die langfristige Versorgung der Menschen, können das gerne die Personen übernehmen, die Arbeiten gehen und Steuern zahlen.

Wenn man sagt, man solle sich abschotten, hat das nichts mit Egoistmus zu tun, sondern damit, dass man die Welt realistisch sieht. Alles andere führt langfristig zum Untergang der eigenen Gesellschaft, eine andere Möglichkeit gibt es nicht, wenn man ehrlich darüber nachdenkt.

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Kommentar von hansmann1
13.07.2017, 13:44

Abschottung hat noch nie zum Erfolg geführt. Was macht man wenn die halbe Welt plötzlich vor der Tür steht? Ein hoher Gartenzaun bringt da reichlich wenig. Da möchte ich Gregor Gysi zitieren der sagte "Wenn wir nicht langsam anfangen die Probleme der Welt zu lösen, kommen die Probleme zu uns." Ob man sich abschotten will oder nicht. Sie kommen trotzdem. Keine Mauer hat es geschafft Menschenmassen aufzuhalten. Und nein Linke wollen nicht dass alle nach Deutschland kommen. Das Argument kommt eben auch gerne von rechts, die Wahrheit ist aber, dass das linke Lager zwar die geflüchteten aufnehmen will, aber nicht will dass weitere Menschen flüchten müssen. Und Menschen werden flüchten wenn wir die Probleme nicht angehen. Heißt : Wenn wir Hunger, Krieg und Armut nicht in den Griff kriegen, wird es ein größeres Ausmaß an Flüchtlingen geben. Und niemand will das! Und es ist auch eine gewisse Form der Kapitulation zu sagen man kann diese Probleme nicht lösen. Klar kann man. Wir produzieren so viel Nahrung, dass wir aktuell unsere Weltbevölkerung zwei mal ernähren könnten! Seht euch die Essensreste allein einer jeden McDonald's Filiale am Ende des Tages an. Wir haben so viel essen, dass wir es wegschmeißen müssen. Dadurch is es aber auch so günstig. Also entweder beuten wir die dritte Welt weiter aus um unsere Sachen günstig haben zu können, müssen dann aber mit enormen Flüchtlingswellen rechnen, oder aber wir sorgen auf Jahrzehnte gesehen für mehr Ausgleich, sorgen für ein Menschen würdiges Leben für alle, nehmen aber dafür in Kauf dass Produkte teurer werden. Das könnte man auch kompensieren, indem Gehälter angepasst werden, und ein Manager keine 120.000 monatlich verdient sondern eben nur die Hälfte, und der Rest auf die geringer verdienenden im Unternehmen verteilt werden.

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das ist eine verarsche, die das regime benutzt, um propagandistisch zu agieren, weil sie selber leicht angreifbar sind wegen ihrer lausigen Ideologie und da haben sie keine Argumente. Daher müssen sie Propaganda machen, das heißt hirnverneblung durch zusammengelogenes geschwätz und das Leerwort "rechts" ist eine hirnvernebelung.

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Kommentar von Crack
12.07.2017, 22:26

Man muss nur ganz wenige Worte aus Deinem Text austauschen und diese pauschale Anfeindung passt auf so gut wie alles.

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Die Frage beantwortet doch die deutsche Geschichte besonders gut!

Es sind die Versager der politischen Rechten, die Deutschland in 2 verheerende Weltkriege hineingeführt haben, die zig-Millionen Menschenleben und gut 40 % des ehemaligen Staatsterritoriums gekostet haben.

Umgekehrt beschert uns die Verwirklichung sozialdemokratischer Wahlprogrammatik vom Ende des vorletzten(!) Jahrhunderts mit dem Grundgesetz und der Bundesrepublik die friedvollste und wohlhabendste Periode der deutschen Geschichte.

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Rechts wird oft falsch interpretiert, ich bin Rechts-Konservativ und ein Ausländer.

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