Was ist eigentlich ein Schwedenhaus?

5 Antworten

Der skandinavische Baustil erfreut sich hierzulande immer größerer Beliebtheit.

Auch wenn der Begriff Schwedenhaus nicht geschützt ist und lediglich die in Schweden traditionelle Holzbauweise - mit bunter Holzfassade, Satteldach und kleinen weißen Sprossenfenstern - beschreibt, haben sich die Vorteile und der hohe Wohnkomfort eines Holzhauses längst auch in diesen Breitengraden herumgesprochen.

Außerdem liegen Häuser in knalligen Farben ja im Trend. Großer Voteil: Holz verfügt über eine hervorragende Ökobilanz und seine bauphysikalischen Eigenschaften machen sich auch beim Energieverbrauch positiv bemerkbar, eine mit Dämmstoff gefüllte Holzrahmenkonstruktion ist die optimale Bauweise für Niedrigenergie-, Passiv- oder Plus-Energie-Häuser.

Infos findest du auch auf der RatGeberZentrale, Stichwort: Schwedenhaus

Die Frage ist zwar schon ein paar Jahre alt, dennoch bleibt das Thema aktuell.

Ein Schwedenhaus beschreibt ein Holzständerhaus mit Holzfassade und oftmals einen optischen Eindruck eines Wohnhauses (nämlich ein meist buntes Holzhaus in rot, grau etc.). Es gibt also keine Norm, was unter dem Begriff Schwedenhaus eindeutig definiert ist... in der Regel aber wie oben beschrieben ein buntes Holzständerhaus mit Holzfassade.

Warum sind Schwedenhäuser 2015 auch in Deutschland immer gefragter. Ein Schwedenhaus bringt einen Farbtupfer in die heute so tristen Neubausiedlungen. Es ist energietechnisch erste Wahl und relativ kostengünstig zu errichten. Dabei vereint der Holzständer, der so auch im Fertighausbau angewendet wird eine schnelle Bauzeit mit enorm viel Selbermachpotenzial. Denn im Schwedenhaus wird alles in Trockenbauverfahren errichtet. Keine 40.000 Liter Wasser im Mauerwerk, welches bei ungenügender Austrocknungszeit zum Gesundheitsrisiko wird. Keine 20 oder 30cm dicken Sondermüllplatten, die auf die Mauerfassade geklebt werden müssen und deren Langzeithaltbarkeit mehr als fragwürdig ist, denn Wasser, welches hinter den Plastikmüll gelangt, kann da nie mehr raus. Das alles gibt es beim Schwedenhaus/Fertighaus nicht. Die Wand ist so aufgebaut, dass eine Belüftung hinter der Sichtfassade Feuchtigkeit abführen kann. Genauso verhält es sich im Innenraum. Die obersten Schichten der Innenwand sind diffusionsoffen und der Gipskarton führt gespeicherte Feuchtigkeit mit der Zeit ab.

Wir haben mittlerweile unser drittes Schwedenhaus gebaut und ich würde nie, nie wieder ein Massivhaus bauen.

ein Schwedenhaus ganz aus Holz gebaut brennt übrigens auch nicht schneller und leichter ab als ein Massivhaus. ein Schwedenhaus ist wunderbar klimatisiert. son Schedenhaus kann auch gut recycelt werden obwohl ein Schwedenhaus eine unglaublich lange Lebensdauer aufweist und ich noch nicht gehört habe, dass ein Schwedenhaus abgebaut wurde.

Was möchtest Du wissen?