Was ist eigentlich das tatsächlich gefährliche an Scientology?

10 Antworten

Anscheinend macht man sich bei ersten Auditings bereits kompromittierbar und das wird dann immer weiter schamlos ausgenutzt, sodass man immer weiter in diesen Sumpf aus Drohung, Druck und ähnlichem hinein sinkt und angeblich nur immer teurere Seminare helfen. Was dabei von Scientology nicht an Druck ausgeübt wird, macht man schließlich selbst, wenn man keinen anderen Ausweg mehr sieht. Ebenso gibt es dann noch den Zwang, entsprechend bisherige Kontakte zu Außenstehenden abzubrechen, insbesondere dann, wenn diese gegen Scientology sind, wodurch die Abhängigkeit noch verstärkt wird. Das habe ich zwar nicht aus erster Hand, aber man kann sich darüber aus verschiedenen Quellen, die dahingehend unisono sind, selbst ganz gut ein Bild machen.

Wenn man aus eigener Hand entsprechendes erfahren will, kann man das gern versuchen, sollte aber spätestens beim ersten Auditing äußerste Vorsicht walten lassen, was man dabei preisgibt, damit man nicht unter Druck gesetzt werden kann, denn man kann sich darauf verlassen, dass alles gegen einen verwendet wird, was gegen einen verwendet werden kann, denn das sind in der Hinsicht alles andere als Anfänger. Auch bei dem Auditing wird vermutlich ein gewisser Druck ausgeübt, denn auch dahingehend sind diese mit Sicherheit ebenfalls mittlerweile erfahren. Selbst diesem Druck sollte man dann schon nicht nachgeben, sondern im Zweifelsfall, sollte man es überhaupt soweit kommen lassen, dieses abbrechen.

Hallo,

vor allem am Anfang arbeitet Scientology unterschwellig. Das erste Auditing (das ist ein spezielles Verfahren von Scientology) wird kostenlos durchgeführt.

Ist eine Person dann erst einmal geködert, werden die nächsten Auditing-Sitzungen kostenpflichtig. Genaue Preise kann ich nicht angeben, da diese sich immer wieder verändern; es sind aber mehrere tausend Euro.

Die Teilnehmer des Auditings fühlen sich hinterher häufig gut, da sie sich alles einmal "von der Seele reden" können und sich dabei verstanden fühlen. Das führt auf Dauer zu psychischer Abhängigkeit und auf Grund der Kosten nicht selten auch zu hohen Schulden.
Außerdem werden bei Auditing-Sitzungen viele persönliche Daten gesammelt, die schriftlich festgehalten werden. Darunter sind auch Ereignisse und Taten, von denen die Anhänger eigentlich nicht möchten, dass sie bekannt werden. Das führt zu einer großen Hörigkeit, da Scientology damit drohen kann, diese Daten zu veröffentlichen.

Irgendwann sind die Anhänger psychisch so stark abhängig, dass sie dazu bereit sind, alles für Scientology zu tun. Das kann unter anderem dazu führen, dass Scientologen (so nennen sich die Anhänger) abrupt den Kontakt zu Familie und Freunden abbrechen.

Bei Scientology gibt es die so genannte Rehabilitation Project Force (RPF). Das ist so etwas wie ein Arbeitslager für Mitglieder der Sea Organization (so wird die leitende Abteilung von Scientology genannt), die sich nicht so verhalten haben, wie Scientology es von ihnen erwartet. Die RPF wurde bereits der Überarbeitung und Misshandlung ihrer Teilnehmer beschuldigt.

Aussteiger haben es vor allem durch die gesammelten Daten schwer; außerdem sind schon einige von ihnen - vor allem diejenigen, die öffentliche Kritik an Scientology geäußert haben - auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen.

Ich kann Dir dazu das Buch "Inside Scientology" von Peter Voßmerbäumer und die Dokumentation "Going Clear" empfehlen; dort wird das alles sehr gut erklärt.

Im Kern funktioniert Scientology wie andere Religionen/Sekten auch. Man wird mit Erlösung oder was Ähnlichem gelockt und mit Hölle oder auch fehlender Erlösung bedroht. Das alles wird mit reichlich absurden Geschichten begründet, die eigentlich kein logisch denkender Mensch glaubt.

Bei Scientology kommt dazu, dass diese sogenannten Auditing Sitzungen extremst teuer sind und auch für Seminare Wucherpreise verlangt werden.
Je weiter man aufsteigt, desto teurer wird der Spaß.
Ganz unten wo man anfängt ist es noch erschwinglich. Teuer wird es erst dann, wenn man ganz tief drin steckt. 
Abweichler und Zweifler werden psychisch unter Druck gesetzt. da man nach einer Weile sein ganzes soziales Umfeld in der Sekte hat, wird der Entzug dieser sozialen Kontakte als Druckmittel benutzt. Es gibt auch noch krassere Nummern. Wie Scientology mit Kritikern umgeht, kann man vielfach im Netz lesen, die scheinen wirklich gar keine Grenzen zu kennen. 

Scientology ist also für alle potenziell gefährlich, die nicht den Lehren folgen und nicht die Klappe darüber halten.

Ich bin nicht unbedingt ein Freund irgendeiner Religion, aber die meisten Anderen lassen einen einfach gehen, wenn man nicht mehr will. 

Was möchtest Du wissen?