Was ist eigentlich Asbest?

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2 Antworten

Hallo Jasmiina,

die Antworten die du hier bekommen hast sind teilweise natürlich richtig (weil abgeschrieben oder kopiert) aber teilweise auch vollkommen schwachsinnig. Generell ist Asbest seit 1999 vollkommen verboten. Erste Verbote für bestimmte Verwendungen gab es bereits Anfang der 90er Jahre. Hinweise, dass Asbest gesundheitsschädlich ist, gab es bereits Anfang des 20sten Jahrhunderts. Erst nachdem detailierte Auswertungen über Asbestoseerkrankungen gemacht wurden und man feststellte, dass zwischen dem Kontakt mit Asbest und der todbringenden Asbestose im Schnitt etwa 15 bis 20 Jahre liegen, führte dies zu einem generellen Verbot. Heute gibt es nur noch Ersatzstoffe. Ohne Ausnahme. Asbest hat sehr viele gute Eigenschaften, weswegen es in ca. 2000 verschiedenen Produkten vorkommt. Davon findest du die meisten im Baubereich. Aber auch z.B. ein alter Toaster aus den 80ern (hat ja wohl kaum noch jemand) kann Asbest enthalten oder z.B. eine Elektroheizung. Die häufigste Form sind die sogenannten Eternitplatten. Diese Dacheindeckung war im letzten Jahrhundert eine gute und günstige Lösung im Vergleich zu z.B. Dachpfannen. Diese Platten gehören zur Gruppe der festgebundenen Asbestprodukte. Das bedeutet die Fasern sind mit Zement gebunden und werden im Wesentlichen bei unsachgemäßer Behandlung freigesetzt. Anders ist es bei z.B. Brandschutzplatten aus Asbest, diese sind häufig schwach gebunden. Finger weg von diesen Materialien. Das ist nur etwas für Fachleute. Immer wieder gibt es schlaue Handwerkersprüche die da lauten: "Ach, ich habe das Zeug zwanzig Jahre mit der Flex bearbeitet und lebe immer noch". Da kann man nur sagen, Glückwunsch! Erst wenn diese Leute morgens vorm Spiegel stehen und Blut ins Waschbecken spucken wachen sie auf. Es ist wie mit einem Kettenraucher, man kann Glück haben oder eben auch nicht. Was viele nicht wissen ist, dass jeder von uns permanent Asbestfasern einatmet. Das liegt an der jahrelangen Verarbeitung und an den Dachdeckern die eben mit ihrer Flex die Fasern freigesetzt haben. Zudem waren alle PKW-Bremsbeläge bis Ende der 80er Jahre mit Asbest versetzt. D.h. die Fasern wurden permanent freigesetzt. Die in Deutschland gemessene durchschnittliche Konzentration liegt bei 200 Fasern pro m³ Luft. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Es gilt: Die Dosis ist entscheidend! Also wer sich z.B. auf Grund unsachgemäßer Bearbeitung jahrelang eine Dosis von 15.000 Fasern pro m³ reingezogen hat, dessen Risiko ist sehr sehr hoch. Es gibt in Deutschland einen Haufen an Vorschriften zum Thema Asbest, wenn man also Asbest entdeckt oder es beseitigen möchte, muss man sich professionellen Rat holen. Proben kann man an entsprechende Labore schicken, aber im Zweifel gilt: Es ist Asbest!

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Asbest (altgriech. ἄσβεστος, asbestos, „unvergänglich”) ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene, natürlich vorkommende, faserförmige Silikat-Minerale, die an vielen Stellen der Erde in der Erdkruste eingebettet sind. Die Faser des Magnesioriebeckits oder Krokydoliths aus der Gruppe der Hornblenden (auch Blauasbest genannt) ist bläulich, die Faser des Klinochrysotils (Serpentingruppe) ist weiß oder grün. Weitere zum Asbest zählende Minerale sind Grunerit (Amosit, Brauner Asbest), Anthophyllit und Aktinolith.

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