Was ist ein Dünnmörtel?

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3 Antworten

Dünnbettmörtel ist für Fugen im Mauerwerk gedacht, die nur ca. 2mm dick sind. Die Steine werden also eher "geklebt" als gemauert. der Sinn besteht darin, das die Fuge selber eigentlich immer schlechtere Dämmwerte hat als der Blockstein und somit eine Kältebrücke entsteht. Wichtig bei der Arbeit mit Dünnbettmörtel ist absolute Genauigkeit in der Waagerechten der ersten Lage. Sonst passt nachher nichts mehr und man muss eventuell mit dem Dünnbettmörtel stärker arbeiten und ausgleichen, was aber nicht Sinn der Sache ist. Dafür wird die erste Lage des Mauerwerks auch in herkömmlichen Mörtel gemauert, bzw Normalbettmörtel aber mit guten Dämmeigenschaften. Man merkt also, der Laie kann einige Probleme bekommen wenn er sich darin versucht. Mein Tip: die erste Lage von einem Profi mauern lassen, dann kann der Laie relativ einfach weitermauern.

Alle Mörtelsorten sind auf mineralischen Basis - der "blaue Engel" wie bei anderen Baustoffen z.B. Farben, macht beim Mörtel daher keinen Sinn. Einige Menschen bekommen aber leicht Zementallergien - daher besser mit guten Handschuhen arbeiten. Wirklich schadstoffarm kann man mit Lehmsteinen und Lehm als Mörtel arbeiten. Innen dann zusätzlich einen Lehmputz. Das ist für euch momentan dann das Mass aller Dinge weil außerdem atmungsaktiv - nicht wie die Niedrig - oder Nullenergiehäuser heutzutage - aber auch mit Lehmbauweise lassen sich Werte im Niedrigenergiehaus Bereich realisieren. Das Wohnklima ist dann aber unvergleichlich! Wenn man die Wände mindestens 36,5 aber eher 42cm Stärke herstellt, kann man auf Dämmplatten aus Styropor oder ahnliches ganz verzichten. Ich empfehle euch mal zu googeln unter Baubiologie oder Lehmbau - bzw besorgt euch Bücher zu dem Thema

Hallo Haike,

das stimmt: Moderne Baustoffe – ob Porenbeton, Kalksandstein oder Hochlochziegel – werden heute so maßhaltig produziert, dass sie nur noch mit einer mm-dünnen Schicht Kleber (Dünnbettmörtel) aus dem Mörtelschlitten (garantiert gleiche Schichtdicke) verarbeitet werden.

Denn der Mörtel der (Lager-)Fuge diente traditionell als Toleranzausgleich für Maßabweichungen der Mauersteine. Außerdem ist jede Fuge eine Wärmebrücke aufgrund ihrer Homogenität und geringen Dämmleistung.

Ob es Mörtel mit "blauem Engel" gibt, weiß ich leider nicht. Aber bei normalem mineralischen Kleber ist nicht mit einer Schadstoffbelastung zu rechnen – zumal die Menge ja verschwindend gering ist und später keinerlei Kontakt zum Kleber möglich ist.

Prinzipiell würde ich aber immer den Kleber des Steinherstellers nutzen – um "Wechselwirkungen" während der Bauphase auszuschließen!

Mehr Infos zu schadstoffarmen Häusern und dem Thema** Gesund wohnen** findest Du hier: http://www.selbst.de/gesund-wohnen

Viel Spaß und Erfolg beim Heimwerken wünscht das Team von selbst.de

Du meinst Dünnbettmörtel - er wird mehr zum "Kleben" von Ziegeln etc. benutzt, dies bewirkt einen kleineren Spalt und somit eine bessere Dämmung bei Gebäuden.

Schau Dir aber mal die Mörtelarten hier an:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mauerm%C3%B6rtel#D.C3.BCnnbettm.C3.B6rtel

Da findest Du noch genauere Infos.

zum Kleben von Ziegeln nicht gerade - eher von Hohlblock oder Planblocksteinen.

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