Was ist die Schufa, wozu ist sie da und was passiert wenn man negative Schufa hat?

4 Antworten

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Die Schufa ist eigentlich ein privater Verein.

Banken und andere potentielle Kreditgeber melden die eingegangenen Verbindlichkeiten ihrer Kunden an diesen Verein Ohne eine Zustimmung zu diesem Meldeverfahren bekommst du eben keinen Kredit.

Wenn du nun bei einem Mitglied dieses Vereins negativ aufgefallen bist, weiß das anschließend die gesamte Branche.

Wenn du dann überhaupt noch einen Kredit bekommst, ist der auf jeden Fall deutlich teurer als für andre Leute. Weil du eben ein höheres Risiko darstellst.

Danke für die Erklärung ....

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Die Schufa sieht sich als Schutzgemeinschaft gegen Schuldner.

Dort können Mitglieder Schuldner und ihre Schulden im Rahmen der Gesetze melden. (Stichwort Datenschutz). Die Angaben müssen der Wahrheit entsprechen, dass wird geprüft. Normale Einträge sind ca. 3 Jahre sichtbar. Insolvenzen 9 Jahre.

Öffentliche Einträge z. B. eidesstattliche Versicherung, Insolvenzen zeigen sie ihren Mitgliedern auch an. Oft kennen sie immer die aktuelle Adresse.

Genauso zeigen sie aber auch an, wenn jemand positv im Geschäftleben auffällt, weil er immer alle Rechnungen bezahlt.

Es gibt eine geheime Formel. Da fließen auch Angaben wie solvent z. B die Nachbarn sind (Stichwort: gute Wohngegend) hinein. Mit allen Werten wird eine Bewertungszahl (Score) ermittelt. Danach geben sie ihren Mitgliedern Empfehlungen für Geschäfte.

Neben der Schufa gibt es auch andere bekannte Auskunfteien. Z. B. Bürgel oder Creditreform.

Einmal im Jahr kann man kostenlos eine Auskunft über seine Daten verlangen. Genau die möchten Vermieter gerne sehen.

Von solchen Seiten bekommen sie z. B. ihre Informationen

https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

oh ok. Alsoo ist der betritt einer dieser "Schutzgemeinschaften" nicht Pflicht, aber Vertrags Anbieter, Vermieter und Co. fordern meist eine?

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@PrintCrystal

Schuldner werden keine Mitglieder. Sie sind eher Betroffene oder Außenstehende. Gläubiger werden dort Mitglieder oder Leute, die regelmäßig viele Geschäfte abschließen. Die Auskünfte bekommen sie gegen eine Gebühr.

Diese "Selbst-Auskunft" verlangt der Datenschutz. Jeder von dem dort Daten gesammelt werden, soll das Recht und die Möglichkeit haben diese auf Richtigkeit zu prüfen. Falsche Angaben müssen gelöscht oder geändert werden.

Da es die kostenlos gibt, nutzen Vermieter die Gelegenheit und wollen sie sehen.

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Die Schufa sammelt Informationen über Kreditnehmer und gibt sie an potenzielle Kreditgeber weiter, die diese Informationen in Ihre Entscheidung über eine Kreditvergabe einbeziehen.

Eine negative Schufa kann dazu führen, dass man keine Kredite oder sonstigen Finanierungen bekommt. Auch der Abschluss von Handyverträgen kann verweigert werden, da auch hier eine Leistung vorfinanziert wird. Es ist für die Mobilfunkanbieter nämlich blöd, wenn du riesige Beträge verbrauchst und anschließend nicht bezahlen kannst.

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